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Good-Morning-Editorial vom 18.07.2017 Mainframe statt Mainstream

Autor: Wilfried Platten

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Der Z13 ist Gott sei Dank nicht der Letzte seiner Art.
Der Z13 ist Gott sei Dank nicht der Letzte seiner Art.
(Bild: IBM)

Da sage noch einer, 13 sei eine Unglückszahl. Als IBM vor zweieinhalb Jahren das Modell Z13 lancierte, wurde schon geunkt, dies sei die letzte Mainframe-Generation: zu alt, zu groß, zu teuer, zu schwerfällig. Pustekuchen! Nach der 13 kommt nicht nur numerisch die 14. Auch in der Ahnenreihe der Z-Serie geht es weiter: die Nummer 14 wird zur jüngsten Inkarnation eines zwar aus dem Blickwinkel der notorischen Hype-Verkünder, nicht aber aus der Gunst der IT-Spezialisten gefallenen Systems. AWS gegen Mainframe, das klingt wie Fast Food gegen Schubeck-Menü.

Was hat er in über 50 Jahren nicht alles (üb-)erlebt: den PC, Client-Server Computing, die Mobilisierung und App-isierung der IT. Er wird sich auch an die Cloud adaptieren. Dies gilt natürlich gleichermaßen für die wenigen verbliebenen Mitstreiter wie Fujitsu oder Hitachi. Auch denen gilt, als ehemaliger IBMer, meine Hochachtung. Und ganz nebenbei gibt es einige Systemhäuser, die mit den rechnenden Schrankwänden exzellente Geschäfte machen. Es sei ihnen ebenso gegönnt wie den Mainframe-Herstellern. Denn wer so hartnäckig und erfolgreich gegen den reißenden Strom der vermeintlichen IT-Moderne schwimmt, der hat ein Zuckerl verdient, oder?

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Über den Autor

 Wilfried Platten

Wilfried Platten

Chefredakteur, IT-BUSINESS