Durchbruch für die »Virtual GmbH« Magirus Open House verzahnt Virtualisierung, Security, Storage und Open Source

Redakteur: Regina Böckle

Vom 28. Stock des Kölner Eventcenter »Kölnsky« aus vermittelte Value-Added-Distributor Magirus den Besuchern der Open-House-Partnermesse nicht nur einen atemberaubenden Ausblick über Köln, sondern auch einen Überblick über Virtualisierung, Security, Open Source und Storage. Der Clou: Der gesamte Event rankte sich um herstellerübergreifende Musterlösungen.

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Axel Feldhoff, Vorstand von Magirus, begrüßt die Gäste zur »Open House 2008«.
Axel Feldhoff, Vorstand von Magirus, begrüßt die Gäste zur »Open House 2008«.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit dem Open-House-Event hat Magirus bei den rund 180 Fachbesuchern eine Punktlandung hingelegt. Denn statt Einzelprodukten und fragmentierten, marketinggetriebenen Vorträgen zog sich ein ganz praxisnaher roter Faden durch die gesamte Veranstaltung: eine fiktive Ausschreibung für ein mittelständisches Unternehmen. Anhand dieser Ausschreibung wurden Musterlösungen rund um Storage, Open Source, Secure Networking und Middleware präsentiert, an denen sich 21 Hersteller beteiligten. Das Ergebnis: griffige, komplette Musterlösungen quasi zum Mitnehmen. Erstmals war auch Storage-Spezialist Commvault als einer der jüngsten Herstellerpartner von Magirus mit dabei.

Begleitend dazu konnten sich die Besucher in zahlreichen Fachvorträgen über die Details der einzelnen Lösungen informieren. Im Mittelpunkt stand auch hier die Ausschreibung mit entsprechender Musterlösung. Zum Auftakt des Events kickten sich Rudi Assauer, Ex-Manager des FC Schalke 04 und Sportmoderator Werner Hansch auf dem Keynote-Parkett scharfe Pässe über die jüngsten Ereignisse und Skandale aus der Welt des Fußballs zu. Star-Parodist Jörg Knörr zog schließlich am Ende des gelungenen Messetags Show- und Politgrößen gekonnt durch den Kakao und sorgte mit seiner Band für mächtig Stimmung unter den Gästen.

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Doch auch in anderer Hinsicht bot die Veranstaltung eine atemberaubenden Übersicht: Vom 28. Stock des »Kölnsky« aus genossen die Teilnehmer den freien Ausblick über die gesamte Kölner Innenstadt. »Wir haben uns in diesem Jahr bewusst dafür entschieden, in dieser Region Flagge zu zeigen, um ein Gegengewicht zur überbeanspruchten Konzentration von Events im Münchner Raum zu setzen«, erklärte Magirus-Vorstand Christian Magirus. »Zumal in kaum einem anderen Gebiet derart viele Universitäten, Forschungseinrichtungen und Industrie-Unternehmen ansässig sind wie im Rhein-Ruhrgebiet und entsprechend viele leistungsfähige Systemhäuser.«

Mehrwert zum Mitnehmen

Lokale Veranstaltungen, die herstellerübergreifende, thematische Schwerpunkte setzen, werden aus Sicht des Magirus-Chefs künftig weiter an Bedeutung gewinnen. Deshalb werde man an diesem Konzept festhalten, das Herstellern und Partnern einerseits eine Plattform zum ganz persönlichen Austausch in lockerer Atmosphäre bietet, und andererseits das komplette Lösungsportfolio thematisch aufbereitet. »Unsere Aufgabe ist es, Systemhauspartnern Mehrwerte zu liefern, die sie mit nach Hause nehmen können«, bringt Magirus es auf den Punkt. Diesem Anspruch will der Value Added Distributor auch auf der CeBIT gerecht werden. Wie bereits im vergangenen Jahr, als sich auf dem Stand Herstellerpartner rund um das Thema Virtualisierung gruppierten, plant Magirus auf der CeBIT 2009 eine themenspezifische Plattform für Vertriebspartner und Hersteller anzubieten.

Diese Art Messe-Konzept kommt allerdings nicht nur im IT-Handel immer besser an, wie gerade die Veranstaltungen der Value-Distributoren beweisen. Offenbar suchen inzwischen auch die IT-Verantwortlichen unter den Endkunden so händeringend nach dieser Art Orientierungshilfe, dass eine Woche nach dem Magirus-Event sogar die eher bedächtig wirkende Systems-Leitung ankündigte, diesem Bedürfnis mit einem neuen Kongressmodell nachkommen zu wollen.

Knotenpunkt Infrastruktur

Die radikale Trennung vom gesamten HP- und IBM-Geschäft, die im Sommer vergangenen Jahres vollzogen wurde, habe sich sehr bewährt, so das Fazit des Magirus-Chefs: »Diese Entscheidung gab uns den nötigen Freiraum, um uns nun ganz gezielt den Themen Storage, Virtualisierung, Networking, Security, Open Source und Middleware widmen zu können und Portfolio sowie Services und Know-how entlang dieser Schwerpunkte zu erweitern und zu vertiefen.« Knackpunkt sei vor allem, diese Themen den Systemhauspartnern gegenüber enger verzahnt anzubieten. »Die Konvergenz dieser Technologien wird künftig eine entscheidende Rolle spielen und mit unserem Konzept der »Virtuellen GmbH«, in der wir all diese Themen verzahnt, herstellerübergreifend und praxisnah präsentieren, können wir exakt diese Verzahnung darstellen«, so Magirus.

Was Magirus weiter plant und welche konkreten Folgen der Finanzkrise erwartet werden, lesen Sie auf der folgenden Seite.

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