Tippen und klicken bringt Mäuse Mäuse laufen den Tastaturen den Rang ab

Redakteur: Sylvia Lösel

Der USB-Buchse sei Dank, ist der Zubehör-Markt weiterhin auf Erfolgskurs. Ob Maus, Tastatur, Webcam, Kopfhörer oder Speicherkarte – alles was man einstöpseln oder einschieben kann, bringt noch immer schöne Erlöse.

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Arbeiten mit Schwung: Die gebogene Arc Mouse von Microsoft für Design-Liebhaber.
Arbeiten mit Schwung: Die gebogene Arc Mouse von Microsoft für Design-Liebhaber.
( Archiv: Vogel Business Media )

Ölfass, das, ja, las – das sind die ersten Worte, die mein Sohn im Zehn-Finger-System auf der Tastatur zustandebringt. Denn auf diesen acht Buchstaben müssen die Finger erst einmal liegen, bevor man weiteres Tastatur-Terrain erschließt. Das Qwertz-Tastenlayout ist schuld an der Plackerei: Damit sich die mechanischen Hebel nicht verhaken konnten, mussten oft aufeinanderfolgende Buchstaben beim Tippen möglichst weit auseinander liegen. Dies ist der Grund für das oft kryptisch erscheinende Layout einer Tastatur. Obwohl in Zeiten von Computer und Co. dieses Layout seinen Sinn eigentlich verloren hat, setzen sich anders gestaltete Tastaturen nicht durch. Allerdings entfällt heutzutage zumindest der Kraftaufwand, den ein langer Text auf einer Schreibmaschine den Muskeln und Gelenken abgefordert hat. Fast alle Hersteller loben und preisen ihre ergonomischen Tastaturen, mit geringem Tastenhub und flüsterleisen Tasten, um die Ohren der Kollegen zu schonen.

Verkaufshit Maus

Braucht es bei den Tastaturen noch immer einigen Lernaufwand, um effektiv mit ihnen arbeiten zu können, sieht das bei einem anderen Eingabemedium ganz anders aus. Vierzig Jahre hat die Maus bereits auf dem Buckel. 1968 stellte Douglas Engelbart den ersten Prototypen seines »X-Y Position Indicator for a Display System« vor. Heute sitzen bereits kleine Kinder vor dem Bildschirm und lenken mit ihr die Geschicke ganzer Universen oder Galaxien. Während der Mensch in vierzig Jahren eher abbaut, langsamer wird und die Sehkraft nachlässt, wurde die Maus dank optischem Sensor und Laser-Technologie sowohl schneller als auch präziser und ist auch noch im Jahr 2008 ein Verkaufsschlager.

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Der ITC Channel Index weist für Tastaturen und Mäuse 2008 ein gutes Absatzwachstum aus, wobei private Endkunden öfter zur neuen Maus als zur neuen Tastatur greifen. Das Marktvolumen für Mäuse ist doppelt so groß wie für Tastaturen. Dazu passt eine weitere Kennzahl: 76 Prozent der im B2C-Markt verkauften Rechner sind Notebooks. Zu diesen wird oft noch eine Maus hinzu erworben. Und, immer noch machen kabelgebundene Mäuse den Großteil des Verkaufsvolumens aus. Die kabellose Technologie ist noch nicht so attraktiv für den Endkunden.

Wer im Peripherie-Markt die Nase vorne hat, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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