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Apple erneuert die MacBook-Pro-Baureihe MacBooks mit ein wenig Touchscreen

| Autor: Klaus Länger

Vollständige Touch-Bedienung bekommt man von Apple weiterhin nur mit iPhone und iPad. Aber mit der Touch Bar führt die Firma aus Cupertino nun bei einigen MacBook-Pro-Modellen einen schmalen Mini-Touchscreen ein, der die Funktionstasten ersetzt. Zudem sind die Apple-Notebooks wieder einmal schneller und dünner geworden. Dafür muss man aber auf gewohnte Schnittstellen verzichten.

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Apple erneuert die MacBook-Pro-Baureihe: Dünner, leichter, mit Thunderbolt3-Schnittstellen und teilweise mit Touch Bar.
Apple erneuert die MacBook-Pro-Baureihe: Dünner, leichter, mit Thunderbolt3-Schnittstellen und teilweise mit Touch Bar.
(Bild: Apple)

Mit einer Höhe von nur 1,49 cm ist das 13-Zoll-MacBook-Pro um 17 Prozent dünner als die vorherige Generation. Sein Volumen ist 23 Prozent gesunken und mit nur 1,36 Kilogramm ist es um etwa 250 Gramm leichter. Das neue MacBook Pro mit 15-Zoll-Display ist gerade einmal 1,55 cm hoch – bringt damit 20 Prozent weniger Volumen mit und ist um 14 Prozent dünner. Es bringt nun 1,81 Kilogramm auf die Waage. Die Retina-Displays mit 2.560 x 1.600 Pixel Auflösung beim MacBook Pro 13 und 2.880 x 1.800 Bildpunkten beim MacBook Pro 15 sind laut Apple deutlich heller geworden und sie zeigen einen erweiterten Farbraum an.

Touch Bar statt Touchscreen

Einen vollwertigen Touchscreen gibt es bei Apple weiterhin nur für iOS-Geräte. Aber beim MacBook Pro 15 und der gehobenen 13-Zoll-Version ersetzt ein schmaler OLED-Touchscreen die Funktionstasten, die beim 13-Zoll-Einstiegsmodell erhalten bleiben. Der Inhalt der Touchleiste passt sich dabei dem Einsatzzweck an, sei es bei der Verwendung des Betriebssystems oder von Anwendungen wie Mail, Finder, Kalender, Numbers, GarageBand, Final Cut Pro X. Zudem kann die Touch Thumbnails von Bildern und Videos darstellen sowie Bar Tabs und Favoriten in Safari anzeigen, schnellen Zugriff auf Emojis in Nachrichten ermöglichen. Programme von Drittanbietern können die Touch Bar ebenfalls unterstützen. Bei Microsoft Office und einigen Adobe-Programmen ist das schon jetzt der Fall.

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In den Modellen mit Touch Bar ist zudem im Ein-Ausschalter ein Touch-ID-Sensor integriert. Das Touchpad hat Apple dagegen bei allen Modellen vergrößert.

Schnittstellen: Nur noch USB-Typ-C

Die Audio-Klinkenbuchse haben die MacBook-Pro-Notebooks im Gegensatz zum iPhone behalten. Dafür hat sich Apple bei den Notebooks von den meisten anderen Schnittstellen verabschiedet. Die Geräte bieten vier USB-Typ-C-Ports, die an einem Thunderbolt-3-Controller hängen. Sie unterstützen USB 3.1 Gen2, können bis zu 40 GBit/s an Daten zu anderen Thunderbolt-3-Geräten übertragen, dienen als 4K-Videoausgang und auch noch als Stromanschluss. Herkömmliche USB-Ports und einen Cardreader gibt es nicht mehr, hier muss der MacBook-Pro-Eigner in Adapter investieren.

Skylake-CPUs und Radeon-Grafik

Das MacBook Pro 15 stattet Apple mit Quadcore-Core-i7-Prozessoren aus. Die gibt es von Intel auch bisher nur aus der Skylake-Generation. Beim MacBook 13 mit Zweikernprozessoren bleibt Apple ebenfalls der sechsten Generation der Core-Prozessoren treu und verzichtet auf den Wechsel zum neuen Kaby Lake. Für die Grafik sorgen beim 13-Zöller im Prozessor integrierte Iris-GPUs von Intel. Beim MacBook Pro 15 setzt Apple auf AMD-GPUs und verwendet die neuen Radeon-Pro-450- oder 455-Grafikchips.

Als Massenspeicher dienen, je nach Modell, PCIe-SSDs mit Kapazitäten zwischen 256 GB und einem TB beim 13-Zöller oder zwei TB beim 15-Zöller.

Die durch die dünneren Gehäuse gesunkene Akkukapazität soll für bis zehn Stunden Surfen oder Videowiedergabe bei allen Modellen ausreichen.

Der Preis für das sofort lieferbare Einstiegsmodell der MacBook-Pro-13-Serie ohne Touch Bar liegt bei 1.699 Euro (UVP), das Modell mit Touchleiste und Touch-ID kostet mindestens 1.999 Euro (UVP). Es wird in zwei bis drei Wochen lieferbar sein, ebenso wie das MacBook Pro 13. Bei dem liegt der Einstiegspreis bei 2.699 Euro (UVP).

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