Überfälliges Update der Apple-Desktop-Rechner Mac Mini, Imac und Mac Pro machen großen Schritt nach vorne

Redakteur: Harry Jacob

Während die Notebooks aus dem Hause Apple regelmäßige Updates erfahren, wurden die Desktop-Macs in letzter Zeit recht stiefmütterlich behandelt. Nun gibt es eine komplett neue Consumer-Modellpalette, und auch der Mac Pro bekommt noch einmal einen kräftigen Leistungsschub.

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Ein paar Dinge haben die neuen Desktop-Macs gemeinsam. So verweist Hersteller Apple auf den umweltfreundlichen Aufbau, mit PVC-freien Kabeln, recyclebaren Aluminium-Gehäusen, geringem Strombedarf und dem Verzicht auf bromhaltige Flammschutzmittel. Diese Eigenschaften bewirbt Apple bereits per Fernsehspot bei seinen Notebooks, für die nun vorgestellten Desktops kann die Argumentation nun weitgehend übernommen werden. In Sachen Stromspartechniken ist Apple nach eigene Angaben vorn und verspricht, beispielsweise mit den Mac-Pro-Modellen bereits heute die Anforderungen von Energy Star 5.0 zu erfüllen, die erst im Sommer verabschiedet werden.

Bei der Grafik setzt Apple wie bei den Notebooks in erster Linie auf Produkte von Nvidia. Im Einsteigerbereich auf den im Chipsatz enthaltenen Grafikprozessor Geforce 9400M, bei den mittleren Imacs und dem Mac Pro auf die Geforce 120 sowie beim High-End-Imac auf die Geforce 130. Am oberen Leistungsende findet sich als Alternative schließlich doch noch eine Alternative von ATI: für den Imac die Radeon HD 4850, beim Mac Pro die Radeon HD 4870 mit 512 Megabyte GDDR5.

Auch bei den CPUs gibt es Gemeinsamkeiten. Mac Mini und Imacs setzen auf Penryn-Modelle (Intel Core 2 Duo) mit Taktungen von 2,0 bis 3,06 Gigahertz, je nach Modell. Die Mac Pros werden von CPUs der Nehalem-Familie angetrieben (Intel Xeon Quadcore) mit 2,26 bis 2,93 Gigahertz, die vom Hersteller Intel voraussichtlich erst Ende März vorgestellt werden. Beim Speicher ist dadurch in allen Modellen eine Taktung von 1066 Megahertz realisiert. Die Ausbaustufen reichen von vier Gigabyte beim Mac Mini über acht Gigabyte beim Imac bis hin zu maximal 32 Gigabyte RAM im Mac Pro. Der Mini-Displayport ist Standard in allen Modellen, außer bei den Imacs, die ja den Bildschirm integriert haben, kommt als zweiter Monitoranschluss DVI mit, beim Mac Mini standesgemäß Mini-DVI.

In Sachen Connectivity ist ebenfalls über alle Modelle hinweg eine hochwertige Ausstattung Standard: vier bis fünf USB-2.0-Anschlüsse, zum Teil mehrere Firewire-800-Ports, Gigabit-Ethernet, WLAN-Draft-n und Bluetooth 2.1+EDR. Firewire-400 sucht man nun vergeblich. Die Audio-Ausgänge sind wie gehabt kombiniert analog/optisch.

Mac Mini und Mac Pro werden um jeweils 100 Euro teurer. Beim Kompakt-Mac kosten die Modelle daher nun 600 und 800 Euro. Den Mac Pro gibt es in den Standardkonfigurationen zu Preisen von 2.300 und 3.000 Euro – dank umfangreicher Zusatzoptionen sind nach oben kaum Grenzen gesetzt. Etwas differenzierter ist die Preisgestaltung beim Imac: der 20-Zöller wird um 100 Euro teurer (1.100 Euro), das nächstgrößere Modell, der Einstiegs-24-Zöller, ist dagegen um 200 Euro günstiger geworden (1.400 Euro), und am oberen Ende geht es wiederum um 180 Euro nach oben (2.100 Euro).Die ersten Modelle sind bereits an den Handel ausgeliefert, bis Ende kommender Woche sollen alle Modelle bei den Distributoren verfügbar sein.

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