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Von Störsendern und schneller Pizza

M-Commerce kommt in die Test-and-Learn-Phase

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Dr. Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

QR-Codes sind nur eine Marschroute in Sachen M-Commerce. (© Logostylish - Fotolia)
QR-Codes sind nur eine Marschroute in Sachen M-Commerce. (© Logostylish - Fotolia)

Der Anteil am Transaktionsvolumen der mobil generierten Umsätze bei Paypal explodiert: Er liegt zwar noch unter fünf Prozent, aber die Wachstumsrate zwischen März 2011 und März 2012 liegt bei 727 Prozent. Auf einem Banken-Kongress ließ Deutschlands Paypal-Chef Arnulf Keese durchblicken, wohin die Reise derzeit geht.

Rund 40 Mal berührt der Durchschnittsmensch am Tag sein Smartphone, seinen Geldbeutel hingegen nur vier Mal, ließ Paypal-Deutschland-Chef Arnulf Keese die angereisten Banker auf der CIBI, der „Conference on Innovation in the Banking Industry" in München wissen. Gastredner Keese wurde dort als „Mr. Paypal“ vorgestellt, der dort über „die mobile (R)evolution“, beziehungsweise über die Frage, wie M-Commerce den Handel verändern wird, referierte.

Störsender und Notärzte

Ein zentrales Thema dabei waren Smartphones mit Fotofunktion und Applikationen zum Barcode-Scanning. Kunden scannen zunehmend Preise und vergleichen sie noch im Laden mit den Preisen im Online-Handel. Die Frage, ob dieser, sich schnell ausbreitende Trend eher als Bedrohung oder eher als Chance aufgefasst werden sollte, konnte auch Keese nicht beantworten. Letztlich hängt die Antwort entscheidend von der Perspektive ab, ob man vor oder hinter dem Verkaufstresen eines Ladens steht, oder ob man gar als Online-Händler aktiv ist. Keese sieht das pragmatisch: „Die Geräte sind den Kunden and die Hand gegeben und diesen Belzebub ruft keiner mehr zurück.“

Störsender in betroffenen Flächenmärkten haben sich in der Praxis jedoch nur vorübergehend als Lösung erwiesen, so der Paypal-Manager. Das ging so lange gut, bis zum ersten mal ein Notarzt nicht gerufen werden konnte.

Das mobile Portemonnaie

Unbestritten ist indes, dass Mobile Payment und M-Commerce künftig stark von Smartphones getrieben sein wird, ist Keese überzeugt, auch wenn derzeit noch nicht feststehe, wie die etablierten Lösungen in Zukunft aussehen werden. Für den Paypal-Manager ist die Branche gerade in einer Test-and-Learn-Phase, deren Ausgang letzten Endes vom Konsumenten entschieden werde.

Virtual QR-Shop

Zu den vielversprechenden Visionen im M-Commerce zählen für Keese so genannte QR-Shops (englisch: Quick Response, „schnelle Antwort“), bei denen mittels QR-Code-Reader im Smartphone geordert wird. Der Paypal-Manager berichtete von einem erfolgreichen Projekt in Singapur, bei dem im U-Bahn-Bereich die wartenden Reisenden einkaufen können. Die Waren, vom Lebensmittel bis zum Kinderfahrrad werden dort auf Plakaten gezeigt. Per QR-Code und Smartphone wird eingekauft.

Ähnliche, neue Einkaufsmöglichkeiten ergeben sich so auch über Print-Anzeigen mit direkter Shopping-Möglichkeit.

Mobile Apps

Darüber hinaus spielen mobile Apps vermehrt ihre Stärken aus. Als erfolgreiches Beispiel nannte der E-Commerce-Experte die App einer Pizza-Kette. Wer mit dieser rechtzeitig unterwegs bestellt, muss vor Ort nicht mehr warten: Er gibt rechtzeitig seine Bestellnummer an, darf selbst zur Mittagszeit an der Schlange vorbei und kann seine bereits gebackene Pizza mitnehmen.

Ergänzendes zum Thema
 
Paypal nennt Zahlen

Local Inventory Advertisement

Das eingebaute Global Positioning System in vielen Smartphones und Tablets ermöglicht in Kombination mit lokalem Kartenmaterial einen weiteren Trend im M-Commerce: Local Inventory Advertisement. Hierbei werden dem User Sonder- und Lockangebote in der Gegend angezeigt. □

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