Angetestet: Zotac Zbox PI336 Pico Lüfterloser Intel-PC im Raspberry-Pi-Format

Von Klaus Länger

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Zotac stattet den lüfterlosen Mikro-PC mit einem neuen Intel-Celeron-N-Prozessor der Elkhard-Lake-Baureihe, mehr Massenspeicher und Wi-Fi 6E aus. Was der winzige Zbox PI336 Pico kann und für was er sich eignet, sehen wir uns im Hands-on-Test an.

Kein Schwertransport: Der winzige Zotac ZBox PI336 passt mit Abmessungen von 115 x 76 x 20,7 mm auf die Ladefläche eines Wiking-Sattelschleppers für die H0-Modelleisenbahn.
Kein Schwertransport: Der winzige Zotac ZBox PI336 passt mit Abmessungen von 115 x 76 x 20,7 mm auf die Ladefläche eines Wiking-Sattelschleppers für die H0-Modelleisenbahn.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Mit Abmessungen von 115 x 76 x 20,7 mm ist der Zbox PI336 Pico etwa so groß wie ein Raspberry Pi im Gehäuse. In den 0,18 Litern Gehäusevolumen bringt Zotac allerdings einen vollwertigen Mini-PC mit Intel-Prozessor und Windows 11 unter. Beim äußerlich sehr ähnlichen PI335 Pico setzte Zotac noch einen Quadcore-Celeron N4100 aus der Gemini-Lake-Familie ein. Nun arbeitet ein aktueller Celeron N6211 auf dem winzigen Mainboard. Er gehört zu Intels in 10-nm-Technik hergestellter ­Elkhard-Lake-Baureihe und verfügt nur über zwei Tremont-Prozessorkerne, arbeitet aber mit einer erhöhten Taktfrequenz von bis zu drei GHz im Single-Core-Burst-­Modus.

Als Arbeitsspeicher sind 4 GB ­LPDDR4x installiert, die für einfachere ­Office-Anwendungen oder den Einsatz für Digital-Signage-Lösungen ausreichen. Als Massenspeicher dienen 128 GB eMMC-Speicher. RAM und Flash-Speicher sind aufgelötet und nicht erweiterbar. Die Transferrate des Sandisk DF4128 liegt mit etwa 230 MB/s beim sequenziellen Lesen aber deutlich unter der Leistung von SATA-SSDs. Bei der Rechenleistung schlägt der kleine Zotac-Rechner mit 829 Punkten im Multi-Core-Benchmark des Geebench 5 einen Raspberry Pi 4 klar, der hier auf etwa 600 Punkte kommt. Mit 1.021 Punkten im PCMark 10 Extended erreicht der kleine, passiv gekühlte Rechner zwar nur etwa ein Viertel der Leistung eines Rechners mit Core i5-1135G7, in der Praxis kann man mit Office-Anwendungen aber passabel arbeiten. Der passive Mini-Rechner – sein Gehäuse ist mit Kühlrippen versehen – gibt sich dabei mit etwa 11 bis 13 Watt zufrieden. Übermäßig heiß wird der kleine Rechner dabei nicht.

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Unterstützung für zwei 4K-Displays

Die integrierte UHD-Grafikeinheit der 11. Generation liefert angesichts der CPU-Leistung zwar nur eine sehr magere 3D-Performance mit 2.968 Zählern im 3DMark Cloud Gate, sie kann im Zotac-Rechner über HDMI 2.0 und DisplayPort 1.4 aber zwei Monitore mit 4K-Auflösung bei 60 Hz versorgen. Der USB-C-Port unterstützt keinen DisplayPort-Alternative-Mode und kann auch nicht für die Stromversorgung des Rechners verwendet werden. Die übernimmt ein kleines Netzteil mit proprietärem Anschluss und drei Adaptersteckern für verschiedene Länder.

Der USB-C-Port und die beiden zusätzlichen USB-A-Schnittstellen unterstützen aber immerhin USB 3.1 Gen2 mit 10 Gbps. Weitere externe Schnittstellen sind ein Micro-SD-Card-Reader und ein Gigabit-Ethernet-Anschluss. Deutlich schneller als beim Vorgänger ist die WLAN-Schnittstelle, die jetzt Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.2 beherrscht. Als Betriebssystem ist Windows 11 Pro in der N-Version ohne Mediaplayer und Codecs vorinstalliert. Die fehlenden Software-Komponenten sind aber in den Windows-Settings ­unter „Apps > Optionale Features“ schnell nachinstalliert. Zum Lieferumfang des kleinen Rechners gehören ein USB-Stick für die Systemwiederherstellung und eine VESA-Montagehalterung.

Fazit: Ausreichend schnell, lautlos und enorm sparsam

Die Dual-4K-Unterstützung, die schnellen USB-Schnittstellen und vor allem das flotte WLAN qualifizieren den winzigen Mini-PC Zbox PI336 Pico für den Einsatz in ­Digital-Signage-Szenarien, etwa als leistungsstarker Zuspieler für großformatige Digital-Signage-Displays oder als Rechner für ein Info-­Terminal mit Touchscreen. Hier sind der lautlose Betrieb und die äußerst kompakten Abmessungen ebenso ein Vorteil, wie die robuste Bauweise ohne bewegliche Teile. Sie sind auch Vorzüge für den Einsatz als Mini-Office-PC, ­sofern keine hohe Rechenleistung gefragt ist. Ein Pluspunkt gerade heute ist sicher der geringe Stromverbrauch des Rechners. Nicht ganz so niedrig, aber der Gerätekategorie angemessen, ist der empfohlene Verkaufspreis von 349 Euro.

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