Appian World Low Code für alle

Von Dr. Stefan Riedl

Low-Code-Plattformen stellen standardisierte Bausteine bereit, mit denen (im ­Rahmen gegebener ­Möglichkeiten) fertige Anwendungen durch grafische Modelle erstellt werden können. Appian startet eine Ausbildungs­offensive dafür.

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Kontrovers: Mitunter vertreten Programmierer die Ansicht, dass mit Low-Code gar nicht „programmiert“, sondern lediglich Prozesse automatisiert werden.
Kontrovers: Mitunter vertreten Programmierer die Ansicht, dass mit Low-Code gar nicht „programmiert“, sondern lediglich Prozesse automatisiert werden.
(Bild: anttoniart - stock.adobe.com)

Auf der „Appian World“, an der rund 1.400 Teilnehmer vor Ort in Florida und zusätzlich fast 1.000 virtuelle Teilnehmer dabei waren, stellte unter anderem CEO Matt Calkins die strategischen Weichenstellungen des Unternehmens vor. Calkins sprach in seiner Keynote über die künftige Rolle von Process Mining innerhalb des Appian-Automatisierungskonzeptes, das folgende Ebenen umfasst: Process Mining, Workflow und Automation. Ein entsprechendes Process-Mining-Produkt hat das Unternehmen Anfang dieses Jahres eingeführt. Darüber hinaus hat Appian vor Kurzem das Portfolio mit „Appian Connected“ KYC (Know Your Customer) erweitert.

Die Software bietet eine kontinuierliche Überwachung der Kundenaktivitäten und arbeitet mit verknüpften Daten über den Lebenszyklus eines Bestandskunden.

Kostenloses Ausbildungsprogramm

Dirk Pohla, Area Vice President, Appian Deutschland
Dirk Pohla, Area Vice President, Appian Deutschland
(Bild: Appian)

Aus dem Blickwinkel von Dirk Pohla, Area Vice President, Appian Deutschland, waren zwei Ankündigungen besonders wichtig: die Appian „#lowcode4all“-Initiative sowie die Rolle von Low-Code-Technologie bei Umwelt-, Sozial- und Governance-Programmen (ESG).

Die Initiative ist letztlich ein kostenloses Ausbildungsprogramm zum Low-Code-Entwickler. Durch den Abbau finanzieller Hürden soll #lowcode4all den Zugang zu einer Low-Code-Karriere erleichtern und einer größeren Anzahl von Menschen auch aus nicht-technischen Berufen als Qualifizierungsoption zur Verfügung stehen. Konkrete Eingangsvoraussetzungen für die Teilnahme an diesem mehrstufigen ​Programm gibt es nicht. Die angenommenen Teilnehmer durchlaufen dabei Schulungsmodule, in denen sie Schritt für Schritt die Low-Code-Technologie erlernen. Am Ende steht dann die Prüfung zum Appian Certified Associate Developer an.

ESG-Ratings

Appian legte zudem einen inhaltlichen Schwerpunkt auf die Rolle der Low-Code-Technologie bei Umwelt-, Sozial- und Governance-Programmen (ESG). Unternehmen sehen sich zunehmend mit der Erwartung von Kunden, Finanzaufsichtsbehörden, Investoren und Regierungen konfrontiert, sich ESG-konform aufzustellen. Appian will dafür sensibilisieren, dass eine Low-Code-Automatisierungsplattform dabei helfen kann ESG-Ratings zu verbessern. Und das geht so: „Mit der Technologie lassen sich ESG-Datenquellen schnell integrieren und an neue Vorschriften anpassen. Gleichzeitig sind Transparenz, Kontrolle und Nachprüfbarkeit gewährleistet und ESG in betriebliche Prozesse eingebettet“, führt Deutschland-Chef Pohla aus.

RPA und Automatisierung

Die Plattformen und Tools von Appian bringen mehrere Automatisierungs-Ansätze und -Technologien zusammen, vom RPA-Segment (Robotic Process Automation) bis hin zur so genannten „Hyper-Automatisierung“. Letztere dient dem Zweck, Arbeitsabläufe und Prozesse im gesamten Unternehmen zu entdecken, weiterzuentwickeln, zu automatisieren und zu verwalten. „Sie beschreibt den orchestrierten Einsatz unterschiedlicher Technologien – dazu gehört auch RPA“, sagt Pohla.

Ferner diene sie als Kerntechnologie zur Ausführung von einfachen, regelbasierten Aufgaben und Prozessen rund um die Uhr. Ein Prozess kann mit RPA als Kernstück beginnen, umfasst aber auch andere Tools und Technologien. Damit fungiert Hyperautomatisierung laut Pohla als ein zentrales Element einer unternehmensweiten Automatisierungsstrategie und ist somit auch fixer Bestandteil der Low-Code-​Automatisierungsplattform von Appian.

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