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Interview mit dem NCR-Partner Lodata

Lodata: Viele Trends rund um Kassensysteme

| Autor: Sylvia Lösel

Joachim Kern ist Senior Account Manager bei Lodata.
Joachim Kern ist Senior Account Manager bei Lodata. (Bild: Lodata)

Der VAD und Reseller Lodata aus Willich hat sich auf Kassensysteme spezialisiert. Seit zwei Jahren arbeitet er mit NCR zusammen. Der Markt ist im Moment stark in Bewegung. Dafür gibt es viele Gründe. Welche, das erläutert Joachim Kern, Senior Account Manager bei Lodata.

ITB: Welche Branchen bedienen Sie?

Kern: Wir sind primär bei den Fashion-Retailern, bei Frisören, Parfümerien und Bäckereien zuhause. Im Lebensmittelsektor sind wir noch nicht so stark im Geschäft. Die Self-Checkout-Lösungen allerdings haben wir genau dort verkauft, und so können wir in dieser Branche weiter Fuß fassen. Das ist für uns eine Erweiterung in neue vertikale Märkte.

ITB: Self-Checkout ist ja noch ein ganz neues Thema. Lassen sich diese Lösungen einfach in vorhandene Landschaften integrieren?

Kern: Unser Software-Partner konnte innerhalb weniger Tage seine Lösung auf die NCR-Lösung portieren. Die Hardware bietet sämtliche dafür nötigen Schnittstellen. Wenn so eine Lösung in den Laden kommt, dann besteht ja immer schon ­eine Kassenlandschaft, in die sich diese einfügen muss. Deshalb wurden die Terminals von Anfang an sehr variabel konzipiert. Wir werden uns künftig auch selbst mit der Software von NCR beschäftigen. Das wäre für uns ein weiterer Schritt und ein neues Betätigungsfeld.

ITB: Wie verlief die Entwicklung mit NCR?

Kern: Mit der Zusammenarbeit und mit dem Support sind wir sehr zufrieden. Wir haben einen zuverlässigen Ansprechpartner, der auch mit Themen und neuen Projekten auf uns zukommt. Wenn man eine neue Partnerschaft schließt, übersetzt sich das nicht von heute auf morgen in reales Geschäft. Das dauert immer etwas. Wir sind 2016 gestartet, die ersten Projekte haben sich dann aber erst Ende 2016/ Anfang 2017 ergeben, und jetzt 2018 läuft auch das Thema Self-Checkout an. Der deutsche Markt ist ein Verdrängungsmarkt.

ITB: Wie verändert sich der Markt ?

Kern: Früher wurden die Kassensysteme im Schnitt fünf bis sechs Jahre betrieben. Durch die Omni- und Cross-Channel-Thematik hat sich das drastisch verändert. Da die Software-Anforderungen größer werden, benötigt man neue Hardware. Viele wollen aber auch eine optisch schöne Lösung. So ein grauer Klotz wie früher ist nicht mehr gefragt. Auch die Stabilität der Systeme ist entscheidend. Denn Kassen sind im Dauerbetrieb. Zudem sorgen die GoBD und die EU-Verordnung zu einheitlichen Zahlmöglichkeiten für Impulse. Ein weiterer Trend ist Mobility. Gefragt sind mobile PoS-Systeme in Ladengeschäften.

ITB: Wo liegt da der Vorteil?

Kern: Mobile Systeme ermöglichen es dem Verkäufer, Kunden gleich auf der Fläche zu beraten. Wenn eine Ware nicht im Regal ist, kann man nachprüfen, ob sie im Lager ist und ihm anbieten, die Ware zu ihm nach Hause zu schicken. Der zweite Vorteil: Es kann direkt kassiert werden. Das verhindert Warteschlangen. NCR hat hier auch eine Lösung. Diese müssen wir uns nun mal genauer ansehen, da wir viele Anfragen diesbezüglich haben.

ITB: Welche Rolle spielen IT-Reseller?

Kern: Wir sehen, dass einige IT-Systemhäuser in diesen Markt hineinschnuppern, aber sie haben noch nicht die Expertise. Denn: Die Kasse erscheint vielleicht auf den ersten Blick als PC, aber ich kann sie nicht als solchen verkaufen. Und dann kommen ja noch weitere Dinge hinzu: Wie schließe ich ein EC-Cash-Terminal an? Welche Schnittstellen braucht der Kunde? Manche dieser Systemhäuser kommen dann auf uns zu. Ab und zu schließt man sich dann für ein Projekt zusammen.

Kassensysteme als Kassenschlager

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Kassensysteme als Kassenschlager

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