Medien werden netzwerkfähig und Festplatten ohne PC geklont Lindy und Sharkoon locken mit Dockingstations

Redakteur: Heidi Schuster

Sharkoon integriert in seine Festplatten-Adapter-Reihe „SATA Quick Port“ einen LAN-Port und macht so SATA-Festplatten, Speicherkarten und USB-Geräte LAN-fähig. Lindy bringt die „Clone und Docking Station“ auf den Markt, mit der Festplatten ohne PC geklont werden können.

Firmen zum Thema

Die Sharkoon-Dockingstation „SATA Quick Port“ ist für rund 50 Euro erhältlich.
Die Sharkoon-Dockingstation „SATA Quick Port“ ist für rund 50 Euro erhältlich.
( Archiv: Vogel Business Media )

Sharkoon erweitert seine Festplattenadapter-Reihe „SATA Quick Port“. Die bereits verfügbare Version Quick Port Pro hat einen USB-Hub mit zwei USB-2.0-Ports und einen Kartenleser für die Formate SD, SDHC, MMC und MS integriert. Ab sofort ist nun auch ein LAN-Port verbaut, über den angeschlossene Medien allen Nutzern in einem lokalen Netzwerk zur Verfügung gestellt werden können.

Die Quick-Port-Reihe umfasst aktuell acht Modelle mit unterschiedlichem Funktionsumfang. Alle Sharkoon-Quick-Ports ermöglichen einen direkten Zugriff auf unverbaute SATA-Festplatten. Die Tischadapter der Quick-Port-Reihe sind mit einem Schacht für SATA-Festplatten im 2,5- und 3,5-Zoll-Format ausgestattet.

Ein Klappmechanismus mit Aussparung für die kleineren Notebookfestplatten bietet laut Hersteller beiden Bauformen sicheren Halt. Die Datenträger werden einfach in den Quick Port gesteckt und vom Rechner sofort als Laufwerk erkannt. Nach Gebrauch lässt sich die Festplatte mithilfe einer Auswurftaste leicht wieder entnehmen.

Weitere Schnittstellen

Das jüngste Modell Pro-LAN bietet dazu eine Fast-Ethernet-Schnittstelle, über die am Quick Port angeschlossene SATA-Festplatten, Speicherkarten und USB-Geräte in einem lokalen Heim- oder Büronetzwerk eingebunden werden können. Dazu wird der Quick-Port mit dem Netzwerk verbunden und auf allen beteiligten Rechnern die beigelegte Server-Software installiert.

Über das Software-Menü können die einzelnen Benutzer die angeschlossenen Geräte mit dem eigenen Rechner verbinden und so verwenden, als seien sie direkt am lokalen PC angeschlossen. Greift ein Benutzer auf ein Gerät zu, ist dieses für die übrigen Netzwerkteilnehmer gesperrt. Falls ein anderer Anwender das Gerät benötigt, kann er dem aktuellen Benutzer eine Freigabeaufforderung senden. Bei Bedarf lässt sich der USB-Server über den vorhandenen Reset-Knopf neu starten.

Der Sharkoon-SATA-Quick-Port-Pro-LAN wird mit Tool-CD inklusive Kurzanleitung, Netzteil, Patch-, USB- und eSATA-Kabel geliefert. Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei 49,99 Euro.

Der Quick Port Pro LAN ist über die Distributoren Fröhlich & Walter, Ingram Micro, Maxcom Computer Systems, Tech Data und Wave Computersysteme erhältlich.

Was Lindys „Clone und Docking Station“ zu bieten hat, lesen Sie auf der nächsten Seite.

Lindys „Clone und Docking Station“

Lindys „Clone und Docking Station“ ist für 2,5- und 3,5-Zoll-Festplatten geeignet. (Archiv: Vogel Business Media)

Der Connectivity-Hersteller Lindy bringt eine „Clone und Docking Station“ mit zwei Funktionalitäten auf den Markt. Auf der einen Seite ist das Gerät in der Lage, Festplatten unabhängig von einem PC zu duplizieren. Auf der anderen Seite können eine oder zwei Platten in die Docking Station eingesteckt werden, um ihren Datenbestand umgehend am Rechner zur Verfügung zu haben.

Im Standalone-Betrieb können alle Daten inklusive Betriebssystem und aller installierten Programme mit der Dockingstation auf eine andere Festplatte übertragen werden. Dazu ist kein Anschluss am Computer oder das Konfigurieren und Erstellen von Festplatten-Images nötig.

Nach dem Klonen auf die neue Platte sind alle Partitionen auch dort vorhanden und alle Betriebssysteme ohne weitere Maßnahmen wie gewohnt einsatzfähig. Einzige Voraussetzung ist, dass die neue Platte größer sein muss als das Original und wieder in denselben Rechner eingebaut werden sollte, da Treiber und Konfigurationen spezifisch für diesen Computer installiert wurden. Der auf der neuen Platte verbliebene freie Speicherplatz kann im Anschluss mit weiteren Partitionen belegt oder bestehende Partitionen können mit entsprechenden Tools verschoben und vergrößert werden.

Für 2,5- und 3,5-Zoll-Festplatten

Neben dem Ein- und Ausschalter verfügt das Gerät über einen weiteren Schalter, den Clone Switch. Um sicher zu stellen, dass Festplatten nicht versehentlich überschrieben werden, ist zum Start des Klon-Vorgangs ein doppelter Tastendruck in einem Zeitabstand von etwa 3 bis 5 Sekunden notwendig. Als Reaktion auf den ersten Tastendruck fängt eine rote Power-LED an zu blinken, nach dem zweiten Tastendruck erlischt sie und zwei blaue Laufwerks-LEDs zeigen den Klon-Prozess an. Nach Fertigstellung des Klons erlöschen die blauen LEDs und die Klon-Station schaltet sich ab.

Die Clone und Docking Station unterstützt sowohl 2,5-Zoll- als auch 3,5-Zoll-SATA-Harddisks. Für IDE-Festplatten sind bei Lindy Interface-Konverter und Adapterkabel erhältlich.

Mit der Hot Swap-Unterstützung können die Festplatten außerdem im laufenden Betrieb gewechselt werden.

Die Clone und Docking Station ist für 46,90 Euro (UVP) erhältlich.

(ID:2042619)