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Teilnahmegebühr und Channel-Produktversionen

Lexware startet Channel-Versionen und Partner-Gebühren

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Dr. Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

Beim Vertrieb kaufmännischer Lösungen von Lexware ändert sich einiges.
Beim Vertrieb kaufmännischer Lösungen von Lexware ändert sich einiges. (Bild: VBM-Archiv)

Einige Neuerungen wurden im Lexware-Channel angestoßen. Zu den wichtigsten zählen eine 500-Euro-Jahresgebühr für Partner im Geschäft mit kaufmännischer Software sowie ein Angebotsmodell mit eigenen Partnerversionen und 365-Tage-Aktualitätsgarantie. So sollen Margen gepusht und das Geschäft vereinfacht werden.

Gegenüber IT-BUSINESS fasste Marion Winkler, Bereichsleiterin Channel Sales bei der Haufe-Lexware Services, die Situation folgendermaßen zusammen: „Im November haben wir für unsere kaufmännische Software auf ein neues Abo-Modell eingeführt und ein neues Partnerprogramm gelauncht. Für Gold- und Silber-Partner fällt seither eine Jahresgebühr in Höhe von 500 Euro an. Hintergrund ist zum einen, dass wir ernsthafte Partnerschaften anstreben. Zum anderen muss man sehen, dass diese Teilnahmegebühren reinvestiert werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang das Einstiegspaket an Lexware- und Haufe-Produkten, die wir den Partnern zum Abverkauf zur Verfügung stellen. Dieses Paket hat einen Gegenwert von etwa 10.000 Euro.“

Marion Winkler, Bereichsleiterin Channel Sales bei Haufe-Lexware
Marion Winkler, Bereichsleiterin Channel Sales bei Haufe-Lexware (Bild: Haufe-Lexware)

Die beiden Edelmetallstufen sind Bestandteil eines neuen Partnerprogramms. Es soll zur Straffung und besseren Übersicht beitragen, indem eine Aufteilung zwischen einem Gold- oder einem Silberstatus vorgenommen wird, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Resonanz aus dem Channel

In Deutschland arbeitet Lexware mit rund 600 Partnern zusammen – vor allem kleinen und mittelgroßen Systemhäusern. Rund 200 davon, die den Partnerkongress des Unternehmens im Oktober in Hamburg besucht hatten, bauen laut Winkler auf eine engere Bindung an das Unternehmen: „Auf dem letzten Partnerkongress war die Resonanz auf das neue Modell positiv. Letzten Endes wird eine Partnerschaft dadurch aufgewertet. Ein Aspekt hierbei ist, dass wir uns im Laufe des Jahres 2012 von rund 200 Partnern getrennt haben“, so Winkler.

Neue Angebotsmodelle

Zu den wichtigen Änderungen im Haufe-Lexware-Vertrieb zählen auch neue Angebotsmodelle für den Channel ab 2014.

Für den indirekten Vertrieb bringt Lexware dann eine eigene Handelsversion auf den Markt. Das neue Modell wird es für alle neuen Lexware-Business-Produktvarianten geben, ausgenommen für „Büro Easy“ und „Kundenmanager“.

Die Preisgestaltung sichere laut Anbieter gute Margen für die Reseller. Auf deren Wunsch hin werden die Produkte außerdem zukünftig ohne Registrierungsassistenten ausgeliefert, um Doppellieferungen oder den Umstieg auf Direktkäufe zu vermeiden.

Aktualitätsgarantie für ein Jahr

Die 365-Tage-Aktualitätsgarantie, die online gesichert wird, nimmt zudem Update-Versionen oder Jahresendversionen aus dem Handel. Das sei „eine erhebliche Erleichterung für die Händler, die Produkte dadurch weder mehrfach anlegen, noch verschiedene Versionen bei der Lagerhaltung berücksichtigen müssen“, heißt es aus dem Unternehmen. Die 365-Tage-Versionen seien vielmehr darauf ausgelegt, im Folgejahr wieder ins Geschäft zu kommen.

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Service-Optionen

Zusätzlich gebucht werden können Support-Service-Pakete, mit denen sich Anwender eine Rundum-Betreuung ihrer Software-Lösung kaufen können – je nach Wunsch telefonisch per Hotline, per E-Mail an das Support-Team oder direkt auf dem Bildschirm per Fernwartung. Das Support-Paket hat eine Mindestlaufzeit von zwölf Monaten und ist jährlich kündbar. Der Preis ist abhängig vom genutzten Produkt und liegt etwa zwischen fünf und 20 Euro pro Monat zuzüglich Mehrwertsteuer.

Konservative Klientel

Was das omnipräsente Cloud-Thema angeht, liege es in der Natur der kaufmännischen Klientel, besonders konservativ zu sein, so Winkler. „Viele unserer Kunden sind Steuerberater, Anwälte und kleinere Betriebe. Zudem geht es um sensible Themen wie Steuer- oder Lohn-und-Gehalts-Daten. Allein schon aufgrund von rechtlichen Vorgaben ist vor diesem Hintergrund der Sicherheitsaspekt ein ganz zentraler.“

So handelt es sich bei den beschriebenen Produkten mit 365-Tage Aktualisierungsgarantie um On-Premise-Produkte.

Aus der Lexware-Cloud kommt hingegen die Büroanwendung „Lexoffice“. Hier gilt: „Unser Rechenzentrum steht in Deutschland“, so Winkler.

Netz-Herausforderungen

Neben dem Sicherheitsaspekt, für den seit den Enthüllungen von Edward Snowden viel mehr Sensibilisierung herrscht, bringe das Netz laut Winkler noch eine weitere Herausforderung für Software-Häuser: „Apps sind billig. Man ist hier Preise im Bereich von 99 Cent gewöhnt. Damit spielt die allgemeine Free-Lunch-Mentalität im Internet auch bei Cloud-Software eine Rolle. Wenn das Internet-basierende Produkt schon nicht umsonst ist, muss es wenigstens – wie andere Apps auch – sehr günstig sein. Das ist durchaus eine Herausforderung für Software-Hersteller, die ihr Heil in Cloud-Produkten suchen“, führte Winkler aus.□

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