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MWC 2019: Lenovo Think System Server SE350

Lenovos erster Edge-Server

| Redakteur: Ulrike Ostler

Der robuste Lenovo-Server „Think System SE350“ kann Temperaturen zwischen 0 und 55 Grad verkraften.
Der robuste Lenovo-Server „Think System SE350“ kann Temperaturen zwischen 0 und 55 Grad verkraften. (Bild: Lenovo)

Nach eigenen Angaben baut die Lenovo Data Center Group (DCG) in den nächsten Jahren ein „robustes IoT-Geschäft“ auf. Auf dem MWC19 in Barcelona waren erste Bestandteile eines Portfolios zu sehen. Lenovo zeigte mit dem Think System Server SE350 seinen ersten Edge-Server.

Getragen von der Dynamik des fünften Quartals mit Gewinnwachstum in Folge, will Lenovo DCG ein Portfolio aufbauen, das die Infrastruktur dorthin bringt, wo die Daten sind, also in traditionelle Rechenzentren, in der Cloud oder zu den äußeren Rändern eines Netzwerks. Denn schon heute werden rund 10 Prozent der von Unternehmen generierten Daten außerhalb eines traditionellen, zentralen Rechenzentrums oder einer Cloud generiert und verarbeitet. Das Marktforschungsunternehmen Gartner prognostiziert, dass dieser Anteil bis 2022 auf 75 Prozent steigen wird.

Auf dem Mobile World Congress stellt Lenovo erstmals den Think System Server SE350 vor. Der Edge-Server ist nur wenig größer als ein „Think Pad“ und etwa halb so breit und deutlich kürzer als ein herkömmlicher Server. Der Server wird in diesem Sommer auf den Markt kommen, kann an der Wand montiert, auf einem Regal platziert oder in ein Rack eingebaut werden.

Der Server „Think System SE350“ bietet zahlreiche Konnektivitätsoptionen: Zur Auswahl stehen beispielsweise kabelgebundene 10/100Mb/1GbE, 1GbE SFP, 10GBASE-T und 10GbE SFP+ sowie sichere drahtlose WLAN- und LTE-Verbindungen.
Der Server „Think System SE350“ bietet zahlreiche Konnektivitätsoptionen: Zur Auswahl stehen beispielsweise kabelgebundene 10/100Mb/1GbE, 1GbE SFP, 10GBASE-T und 10GbE SFP+ sowie sichere drahtlose WLAN- und LTE-Verbindungen. (Bild: Lenovo)

Das System auf einer Höheneinheit kann somit fast überall installiert werden und bietet mit dem „Intel Xeon-D“-Prozessor dennoch bis zu 16 Kerne, 256 Gigabyte RAM und 16 Terabyte internen Solid-State-Speicher.

Somit bringt Think System SE350 laut Lenovo gesteigerte Rechenleistung, mehr Speicher und das Netzwerk näher an den Ort heran, an dem Daten generiert werden. Dadurch können Maßnahmen, die sich aus der Analyse dieser Daten ergeben, schneller greifen. Da diese Edge-Server typischerweise außerhalb von sicheren Rechenzentren eingesetzt werden, beinhalten sie eine Technologie, die die auf dem Gerät gespeicherten Daten zerstört, wenn sie manipuliert werden.

Strategische Partnerschaften und erste Ergebnisse

Für Kunden, die sich integrierte und validierte IoT-Lösungen für eine einfache Bereitstellung und zur Beschleunigung der digitalen Transformation wünschen, ist Lenovo Industrie-Partnerschaften eingegangen, um seine Expertise und Erfahrungen aus konkreten Edge-Computing-Anwendungsbeispielen einzubringen:

  • Lenovo kooperiert mit Pivot3, um die Möglichkeiten der Smart City zu erweitern. So arbeiten Lenovo und Pivot3 zusammen, um die Bereitstellung von unternehmenskritischen Smart-City- und sicheren Campus-Lösungen in verschiedenen Sektoren – einschließlich Bildung, Gesundheitswesen, Einzelhandel, Gastgewerbe und öffentlicher Infrastruktur – zu unterstützen.
  • In Zusammenarbeit mit Scale Computing stellte Lenovo auf der MWC eine Retail-Store-Infrastruktur vor, die es Einzelhändlern ermöglicht, Mini-Rechenzentren einzusetzen, die eine IT-Infrastruktur der Enterprise-Klasse an der Netzwerk-Peripherie bietet.
  • Für Kunden, die an einer schlüsselfertigen, Abo-basierten Edge-Computing-Infrastruktur interessiert sind, arbeitet Lenovo mit Project Dimension von VMware zusammen. Dabei handelt es sich um eine Edge-as-a-Service Gemeinschaftslösung, die die Komplexität reduziert und die Bereitstellung von Edge-Infrastruktur beschleunigen soll. Ein Pilotprojekt mit mehreren Kunden und dem Ziel, ein kommerziell verfügbares Angebot bereitzustellen, läuft bereits. Darin soll unter anderem die Bereitstellung der Edge-Technologie von einem CapEx- zu einem OpEx-Modell über die Dienste von VMware ermöglicht werden.
  • Zusammen mit ausgewählten ISVs und Kommunikationsdienstleistern will Lenovo Anwendungsszenarien entwickeln, um Kommunikationsdienstleistern die Einführung neuer, monetarisierbarer Dienste zu ermöglichen. Die Kommunikationsdienstleister-Strategie von Lenovo ist eng auf neu entstehende Segmente wie Multi-Access Edge Computing (MEC) und C-RAN abgestimmt. In Zusammenarbeit mit China Mobile, Intel und Baicells demonstriert Lenovo die erste virtualisierte 5G O-RAN-Lösung mit erhöhter Flexibilität für TK-Anbieter.

Kirk Skaugen, Executive Vice President, Lenovo und President der Lenovo Data Center Group, sagt: „Uns bieten sich enorme Möglichkeiten, Kunden dabei zu unterstützen, die Leistungsfähigkeit von Edge Computing für ihre Unternehmen zu entdecken. Im vergangenen Jahr haben wir durch mehrere strategische Partnerschaften gezielt in unsere IoT- und Telco-Angebote investiert, um die Konnektivität vom Endgerät bis zum Rechenzentrum zu ermöglichen. Wir engagieren uns für die Unterstützung von Open-Source-Initiativen der Branche, einschließlich der Open RAN Alliance, und freuen uns darauf, den Co-Vorsitz der Open RAN (O-RAN) Cloudification & Orchestration Groups zu übernehmen.“

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