MWC 2022 Lenovo: Thinkpads für eine hybride Arbeitswelt

Von Klaus Länger

Der Mobile Word Kongress (MWC) ist der Startpunkt für eine neue Thinkpad-Generation von Lenovo. Die Notebooks mit starken und ausdauernden Prozessoren und 16:10-Displays sowie der neue USB-C-Monitor sollen sich vor allem für ein hybrides Arbeitsumfeld eignen.

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Profi-Hardware für hybride Arbeitsumgebungen von Lenovo: Das Thinkpad X1 Extreme Gen 5 mit Intel-Core-H-CPUs und Nvidia-RTX-Grafik ist das bislang leistungsstärkste Thinkpad X1. Eine weitere MWC-Neuheit ist der mobile USB-C-Monitor Thinkvision M14d.
Profi-Hardware für hybride Arbeitsumgebungen von Lenovo: Das Thinkpad X1 Extreme Gen 5 mit Intel-Core-H-CPUs und Nvidia-RTX-Grafik ist das bislang leistungsstärkste Thinkpad X1. Eine weitere MWC-Neuheit ist der mobile USB-C-Monitor Thinkvision M14d.
(Bild: Lenovo)

Lenovo stellt zum MWC 2022 eine neue Generation von Thinkpads vor, die mit Intel-Alder-Lake- und AMD-Ryzen-6000-Prozessoren ausgestattet sind. Zudem werden alle Geräte auf 16:10-Displays umgestellt, sodass mehr Arbeitsfläche auf dem Display zur Verfügung steht.

ThinkPad X1 Extreme Gen 5

Eines der Highlights unter den MWC-Neuvorstellungen von Lenovo ist das ThinkPad X1 Extreme Gen 5. Schon bisher waren die verschiedenen X1-Modelle die Paradepferde im professionellen Portfolio des Herstellers: Besonders leicht, besonders flach oder mit besonderen technischen Raffinessen wie etwa einem faltbarem Display ausgerüstet. Das ThinkPad X1 Extreme Gen 5 zeichnet sich durch eine besonders hohe Leistung aus: Laut Lenovo ist der 16-Zöller „das leistungsstärkste ThinkPad X1 aller Zeiten”. Bei der CPU bedient sich der Hersteller im Intel-Regal und verwendet die aktuellen Alder-Lake-H-Prozessoren bis hin zum Core i9 mit insgesamt 14 Cores und vPro-Unterstützung. Der gesteckte DDR5-Arbeitsspeicher kann bis zu 64 GB groß sein und bis zu zwei schnelle M.2-PCIe-Gen4-SSDs bieten maximal acht TB Speicherplatz.

Für die Grafik setzt Lenovo auf Nvidias Ampere-GPUs: Zur Wahl stehen Geforce-Grafiklösungen von der RTX 3050 Ti bis hin zur RTX 3080 Ti mit 16 GB GDDR6. Eine Vapor-Chamber-Kühlung und Flüssigmetall als Wärmeleiter bei CPU und GPU ähnlich wie bei Gaming-Notebooks sollen dafür sorgen, dass die Leistung auch dauerhaft abgerufen werden kann. Aus dem Gaming-Sektor ist auch eines der 16:10-Panels mit 165 Hz Bildwiederholrate, WUXGA-Auflösung und 500 Nits Helligkeit entlehnt. Alternativ bietet Lenovo weitere Panels an. Sie bieten eine maximale Auflösung von 3.840 x 2.400 Pixel, eine Helligkeit von bis zu 600 Nits, 100 Prozent Adobe-RGB-Abdeckung sowie Touch- und Stifterkennung. Die Full-HD-Webcam verfügt über eine zusätzliche IR-Sensor für Windows Hello.

Als Kommunikationsschnittstelle steht neben Wi-Fi 6E optional 5G bereit. Thunderbolt 4 ist gleich zweimal vorhanden. Das ab 1,88 kg schwere ThinkPad X1 Extreme Gen 5 ist mit einem 90 Wh großen Akku bestückt. Das Gehäuse besteht teilweise aus Kohlefaser. Zudem setzt Lenovo Recyclingkunstoff für einige interne Strukturen und für das Netzteil ein. Als Termin für die Markteinführung ist der Juni geplant, der Startpreis liegt bei 2.749 Euro (UVP).

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Thinkpad X13s

Für eine möglichst lange Akkulaufzeit ist das 1,06 kg leichte Thinkpad X13s mit einem 13,3-Zoll-Display ausgelegt. Mit seinem 5nm-ARM-Prozessor Qualcomm Snapdragon 8cx Gen 3 soll das Windows-11-Pro-Notebook bis zu 28 Stunden mit einer Ladung durchhalten. Dabei ist der Akku 49,5 Wh groß. Zudem ist der lüfterlose Rechner nicht nur mit Wi-Fi 6E, sondern auch mit einem 5G-Modul ausgestattet. Eine Option mit mmWave-Unterstützung ist ebenfalls vorhanden. Dieser Frequenzbereich wird bislang wenig genutzt und soll eine sehr hohe Datenrate ermöglichen, erfordert allerdings durch geringe Reichweiten sehr kleine Funkzellen mit entsprechend vielen Antennen.

Das schlanke Notebook ist mit bis zu 32 GB LPDDR4x als Arbeitsspeicher und einer bis zu einem TB großen PCIe-SSD bestellbar. Das WUXGA-Panel mit 1.920 x 1.200 Bildpunkten ist laut Hersteller besonders sparsam. Über dem Display sitzen eine 5-MP-Webcam mit IR-Sensor und einem Triple-Array-Mikrofon. Ein Computer-Vision-Prozessor ist für eine automatische Präsenzerkennung zuständig, die ebenfalls Energie spart und zusätzliche Sicherheit bringt. Für einen besseren Schutz vor Cyberangriffen hat Lenovo das Gerät mit einer ThinkShield End-to-End-Sicherheitsplattform ausgestattet. Dazu zählt unter anderem die Pluton-Architektur von Microsoft. Mit dem Betriebssystemhersteller sowie mit Qualcomm arbeitet Lenovo zudem an einer verbesserten Nutzung von x86-Programmen und der Umstellung von Anwendungen mit Hilfe des ARM64EC Application Binary Interface.

Bei der Herstellung des Thinkpad X13s wird für die obere und untere Abdeckung zu 90 Prozent recyceltes Magnesium verwendet und auch einige Kunststoffteile bestehen aus wiederverwendetem Material. Ein Niedrigtemperatur-Lötverfahren bei den Platinen soll den Kohlendioxidausstoß bei der Produktion um bis zu 35 Prozent vermindern. Das Thinkpad X13s soll im Mai ab 1.399 Euro (UVP) erhältlich sein.

Thinkpad T und P

Die Volumenmodelle unter den Thinkpads sind die Geräte der T-Serie mit 14- und 16-Zoll-Displays. Bei der 2022er-Generation stellt Lenovo die Notebooks auf 16:10-Panels mit sehr schmalem Rahmen um. Insgesamt sechs Thinkpad-Modelle gehen neu an den Start: T 14 Gen 3, das etwas leichtere T 14s Gen 3 und T 16 Gen 1 mit AMD-Ryzen-6000-Pro-CPU sowie die Intel-Pendants T 14 Gen 3i, T 14s Gen 3i und T 16 Gen1i mit Core-Prozessoren der 12. Generation. Hier setzt Lenovo sowohl die sparsamen Alder-Lake-U-Modelle als auch die leistungsstärkeren P-Modelle der Hybrid-Prozessoren ein. In den AMD-Geräten ist allein die für eine integrierte GPU mit Abstand schnellste Radeon 600M für die Grafik verantwortlich. Bei den Intel-Thinkpads bietet das neue 16-Zoll-Modell die Option einer zusätzlichen Nvidia Geforce MX550 oder RTX 2050.

Wie bei den Thinkpad-T-Modellen üblich können die Geräte mit einer Fülle von Hardwareoptionen bestellt werden. So reicht etwa die Spanne der Displays vom WUXGA-Panel mit 1.920 x 1.200 Pixel über 2,2K- und 2,5K-Panels bis hin zur 4K-Auflösung mit 3.840 x 2.400 Bildpunkten. Eine Sonderrolle nimmt dabei das T14s Gen 3i ein, bei dem ein OLED-Panel mit 2.880 x 1.800 Pixeln die Maximalvariante darstellt. Touchfunktionalität ist bei einigen Modellen ebenso erhältlich wie eine 4G-Option für eine mobile Internetverbindung. In der Einschalttaste ist nun ein Fingerprintreader für eine schnelle biometrische Anmeldung integriert.

Eng verwandt mit den T-Modellen sind die mobilen Workstations der Thinkpad-P-Serie. Allerdings sind die Modelle P14s und P16 ausschließlich mit Alder-Lake-P-Prozessoren erhältlich. Als zusätzliche Grafikeinheit ist in beiden Modellen eine Nvidia T550 eingebaut. Mit ihr sind die Notebooks für Anwendungen wie AutoCAD, Revit oder SolidWorks zertifiziert. Ein weiterer Unterschied zu den T-Modellen sind die teilweise werkskalibrierten Displays für eine hohe Farbgenauigkeit. Die verschiedenen Thinkpad-T- und P-Modelle sind zwischen April und Juni verfügbar. Die Preise starten bei 1.399 Euro (UVP) für das Thinkpad T und 1.529 Euro für das Thinkpad P.

Thinkvision M14d

Hybrides Arbeiten mit zwei Displays ermöglicht der USB-C-Monitor Thinkvision M14d. Das 14 Zoll große Display benötigt zwar eine Steckdose für die Stromversorgung, lässt sich aber mit einem Gewicht von 600 Gramm gut transportieren. Eine Schutzhülle gehört zum Lieferumfang. Das 16:10-IPS-Panel bietet eine Auflösung von 2.240 x 1.400 Pixel. Der Standfuß mit einer Höhenverstellung von 11 Millimetern erlaubt eine Anpassung an das Display eines nebenstehenden Notebooks. Mit seinem 65-Watt-Netzteil kann der Monitor den Mobilrechner über USB-C auch gleich mit Strom versorgen. Zudem fungiert er als USB-Hub für Peripheriegeräte oder ein Smartphone.

Der portable Monitor soll im August für 359 Euro (UVP) in den Handel kommen.

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