MWC 2022 Lenovo mit Ideapads für einen hybriden Lebensstil

Von Klaus Länger

Lenovo brennt zum MWC 2022 wieder ein wahres Produktfeuerwerk neuer Mobilrechner ab. Gleich fünf neue Ideapad-2-in-1-Rechner, zwei davon mit Windows 11 und drei mit ChromeOS, sowie das Android-Tablet M10 Plus der 3. Generation präsentiert der Hersteller.

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Die zum Mobile World Congress in Barcelona vorgestellten IdeaPad Convertibles und Detachables sollen sich vor allem für einen hybriden Lebensstil eignen. Ein Teil der neuen Rechner kommt mit Windows 11, ein anderer gehört zur Gattung der Chromebooks.
Die zum Mobile World Congress in Barcelona vorgestellten IdeaPad Convertibles und Detachables sollen sich vor allem für einen hybriden Lebensstil eignen. Ein Teil der neuen Rechner kommt mit Windows 11, ein anderer gehört zur Gattung der Chromebooks.
(Bild: Lenovo)

Arbeit und Freizeit wachsen für viele Anwender immer weiter zusammen. Gleichzeitig verschwinden mit Homeoffice, Homeschooling und mobiler Nutzung die räumlichen Grenzen. Lenovo spricht hier von einem hybriden Lebensstil und will mit den 2-in-1-Rechnern der Ideapad-Familie die passenden Geräte dafür parat haben. Zum Mobile World Congress 2022 zeigt der weltgrößte PC-Hersteller eine neue Generation von flexibel nutzbaren Convertibles und Detachables mit Windows 11 und dem immer populäreren ChromeOS von Google. Zudem präsentiert die Firma eine neue Generation des 11-Zoll-Android-Tablets M10 Plus.

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Ideapads mit Windows 11

Mit AMD- und Intel-Prozessoren und 16:10-Displays mit 14- oder 16-Zoll-Diagonale kommen die Ideapad-Flex-5- und 5i-Convertibles auf den Markt. Das Ideapad Flex 5 ist mit den AMD-Prozessoren Ryzen 3 5300, Ryzen 5 5500 oder Ryzen 7 5700 ausgestattet. Der LPDDR4x-Arbeitsspeicher ist zwischen 4 und 16 GB groß, die M.2-SSD fasst zwischen 128 GB und einem TB. Das mit 360-Grad-Scharnieren befestigte Display mit Stifterkennung wird jeweils in zwei verschiedenen Auflösungen angeboten: Mit 1.920 x 1.200 Pixel bei beiden Diagonalen und mit 2.240 x 1.400 Bildpunkten beim 14-Zöller sowie mit 2.560 x 1.200 Pixel beim 16-Zoll-Modell.

Das Intel-Modell ist mit den neuen Alder-Lake-U-Prozessoren bestückt. Hier beginnt die Auswahl beim Pentium 8505 mit insgesamt fünf Kernen (ein P-Core und 4 E-Cores) und reicht bis zum Core i7-1255U mit zwei P- und acht E-Cores. Bei Arbeitsspeicher und SSD gibt es die gleichen Optionen wie beim AMD-Modell. Beim Display kommt die 14-Zoll-Version des Flex 5i zusätzlich mit einem OLED-Panel als Option in den Handel. Es liefert eine höhere 2,8K-Auflösung mit 2.880 x 1.800 Pixel. Außerdem ist der USB-C-Port hier ein Thunderbolt-4-Anschluss, während er bei den AMD-Modellen USB 3.2 Gen2 unterstützt.

Eine Neuerung bei den auf dem MWC gezeigten Modellen ist das 360-Grad-Scharnier, das nun im Notebook-Modus das Chassis leicht schräg stellt, um die Kühlung zu verbessern und das Tippen ergonomischer zu machen. Die mit einem Shutter verschließbare Webcam arbeitet nun mit Full-HD-Auflösung, dazu kommt eine Smart-Noise-Cancelling-Funktion. Das mit einem Display-Cover aus Kunststoff versehene 14-Zoll-Modell wiegt 1,55 kg, die 16-Zoll-Variante mit Metall-Cover bringt 2,1 kg auf die Waage. Die Akkulaufzeit soll bis zu neun Stunden betragen. Das Ideaflex 5 mit 14 Zoll und AMD-CPU ist ab Mai verfügbar und kostet ab 549 Euro (UVP), die Intel-Version folgt einen Monat später mit einem Startpreis von 499 Euro (UVP). Die 16-Zoll-Versionen schlagen beide mit mindestens 699 Euro (UVP) zu Buche. Der Lenovo E-Color Pen für die Stiftbedienung ist ein optionales Extra.

Gerade einmal 9,45 mm dünn und knapp über 800 Gramm leicht ist das 2-in-1-Tablet Ideapad Duet 5i mit 12,3-Zoll-Display. Die zum Lieferumfang gehörende Bluetooth-Tastatur mit magnetischer Befestigung bringt weitere 360 Gramm auf die Waage. Trotz der leichten Bauform verspricht Lenovo eine Akkulaufzeit von bis zu elf Stunden. Der Lenovo Active Pen 3 ist optional. Das bis zu 450 Nits helle 16:10-IPS-Panel im Duet 5i stellt 2.560 x 1.600 Pixel dar. Die Prozessor- und Speicherausstattung des schlanken Tablets entspricht der des Ideapad Flex 5i, allerdings fehlt die Thunderbolt-4-Unterstützung für die beiden USB-C-Ports. Dafür beherrscht das WLAN-Modul nicht nur WiFi 6, sondern auch 6E. Zusätzlich zur 5-MP-Webcam mit IR-Sensor hat Lenovo noch eine weitere, rückseitige 5-MP-Kamera eingebaut. Das Ideapad Duet 5i kostet im Bundle mit der Folio-Tastatur ab 749 Euro (UVP). Es soll ab Juli verfügbar sein.

Die Chromebook-Ideapads

Vom Ideapad Flex 5i mit 14-Zoll-Display bringt Acer neben der Windows-11- auch eine Chromebook-Variante. Hier ist allerdings der Core i5-1235U die schnellste Prozessorvariante, der Arbeitsspeicher ist maximal 8 GB groß und auch die Displays mit hoher Auflösung fehlen in der Ausstattungsliste. Dafür bietet Lenovo neben dem 16:10-Full-HD-Display mit 300 Nits Helligkeit noch eines mit 400 Nits und 100 Prozent sRGB-Abdeckung an. Beim Massenspeicher gibt es vier Optionen: 64 oder 128 GB eMMC-Flash oder SSDs mit 256 beziehungsweise 512 GB. Letztere sind vor allem interessant, wenn das Convertible nicht nur für Webapplikationen, sondern auch für Android- und Linux-Anwendungen genutzt werden soll. Im Gegensatz zu den Windows-Versionen baut der Hersteller hier einen schnelleren WiFi-6E-Controller ein. Bis zu zehn Stunden soll das Chromebook-Convertible abseits der Steckdose durchhalten. Markteinführung soll im Juni sein. Der Preis beginnt bei 549 Euro (UVP).

Mit einem 15,6-Zoll-Full-HD-IPS-Touchscreen ist das günstigere Ideapad Flex 3i Chromebook ausgestattet. Es geht ab Juni für einen Preis ab 449 Euro (UVP) in den Handel. Der Hersteller lässt hier beim Prozessor die Wahl zwischen einem Intel Celeron N4500 mit zwei oder einen Pentium N6000 mit vier Kernen. Beide gehören zu Intels Jasper-Lake-Familie. Die CPU kann hier auf 4 oder 8 GB LPDDR4X zugreifen, der eMMC-Flash-Speicher ist zwischen 32 und 128 GB groß. Die größeren Abmessungen durch das 15,6-Zoll-Panel nutzt Lenovo für ein Keyboard mit zusätzlichem Ziffernblock. Das 360-Grad-Convertible wiegt 1,91 kg. Die Laufzeit des Stromspeichers soll ebenfalls bis zu zehn Stunden betragen. Das ab Mai verfügbare 15,6-Zoll-Chromebook wird ab 449 Euro kosten.

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Noch mal 100 Euro günstiger ist das dritte neue ChromeOS-Gerät. Im Ideapad Duet 3 Chromebook ist keine AMD- oder Intel-CPU für Rechenleistung und Grafik zuständig, sondern ein Snapdragon 7c Gen2 von Qualcomm. Sie sitzt in einem 11-Zoll-Tablet mit 2K-Auflösung, Docking-Tastatur und optionalem Pen, das durch den sparsamen ARM-SoC bis zu zwölf Stunden Akkulaufzeit schaffen soll. Das Keyboard ist spritzwassergeschützt und mit gegen Abziehen gesicherten Tasten ausgestattet, was ein Plus für den Einsatz in der Schule darstellt. Zudem deaktiviert es sich nun, wenn es für die Nutzung als Tablet nach hinten geklappt wird. Neben der Touch- wird auch eine Stiftbedienung unterstützt. Der Stift gehört allerdings nicht zur Basisausstattung.

Android-Tablet mit Lesemodus

Ebenfalls mit einem 11-Zoll-Display mit 2K-Auflösung ist die mittlerweile dritte Generation des Android-Tablets Lenovo Tab M10 Plus ausgerüstet. Das mit einem Octacore-ARM-Prozessor und bis zu sechs GB RAM bestückte Android-12-Gerät soll nicht nur beim Medienkonsum, sondern auch im Bildungseinsatz eine gute Figur machen. So bietet der Hersteller als Zubehör ein Folio-Case und einen Stift an. Das 465 Gramm leichte Tablet bietet einen speziellen Lesemodus, für den das Display entweder in einen Graustufenmodus oder eine augenfreundliche Farbdarstellung geschaltet wird. Für das Abspielen von Videos oder Musik sitzen vier Lautsprecher mit Dolby-Atmos-Unterstützung im Gehäuse. Das auch mit LTE verfügbare Tablet kommt im April auf den Markt. Es soll ab 249 Euro (UVP) kosten.

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