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Smartphone mit Augmented Reality Lenovo enthüllt Phab2 Pro

Redakteur: Margrit Lingner

Mit dem Phab2 Pro präsentiert Lenovo das erste Smartphone der Welt, das Google Tango unterstützt. Eine künstlich erweiterte Realität wird damit erstmals direkt auf einem Mobiltelefon sichtbar gemacht. Premiere feiern außerdem das Phab2 Plus, mit einer Doppelkamera und das Phab2.

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Lenovos Phab2 Pro ist das erste Smartphone mit Google Tango.
Lenovos Phab2 Pro ist das erste Smartphone mit Google Tango.
(Bild: Lenovo)

Lenovo bringt die Phab2-Familie auf den Markt. Dabei ist das Topmodell, Phab2 Pro, das erste Smartphone, das Googles Projekt Tango unterstützt.

Über verschiedene Sensoren und Software von Google, die in der Lage sind, ihre Umgebung abzutasten und abzubilden, wird Augmented Reality (AR) auf das Smartphone gebracht. So sollen beispielsweise Schüler mit Hilfe einer AR-App maßstabsgetreue Dinosaurier durch ihr Klassenzimmer spazieren lassen. Zudem soll AR-Gaming es ermöglichen, dass Nutzer virtuell Domino auf ihrem Küchentisch spielen, ein digitales Haustier in ihrem Schlafzimmer aufziehen oder Aliens bekämpfen können.

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Auch praktische Anwendungen wie das Umgestalten von Räumen soll mit Tango möglich sein. So hat das Baumarktunternehmen Lowe’s in den USA als einer der ersten Partner eine Tango-fähige Anwendung entwickelt. Lowe‘s Vision soll es den Kunden ermöglichen, durch den Einsatz der Tango-Technologie, Räume auszumessen und zu visualisieren. Ferner zeigt die App an, wie Haushaltsgeräte und Einrichtungen, in einem Raum wirken.

Googles Tango-Technologie

Dabei sind es drei Kerntechnologien, die Tango zum Leben erwecken: Bewegungsverfolgung, Tiefenwahrnehmung und die Lernfähigkeit bei der Erfassung der Umgebung. Das „Auge“ des Phab2 Pro nimmt die eigene Position mittels Bewegungsverfolgung in 3D wahr. Tango teilt dem Smartphone zudem automatisiert seinen Standort mit und lernt so seine Umgebung mit jeder Bewegung besser kennen. Die Tiefenwahrnehmung ermöglicht es, die Gegebenheiten der Umgebung zu analysieren, indem es Oberflächen und Hindernisse erkennt. Über Sensoren, die mehr als 250.000 Messungen pro Sekunde durchführen, kann das Smartphone so seine Umgebung und umliegende Objekte visualisieren und verstehen.

Kernstück des Riesen-Smartphones sind die Kameras, die sich auf der Rückseite des Geräts befinden. Neben einer 16-Megapixel-Hauptkamera kommt eine spezielle IR-Kamera zum Einsatz (Time-of- Flight, ToF-Kamera). Sie tastet in Echtzeit die Umgebung ab und liefert eine 3D-Karte des Umfelds.

Das Smartphone Phab2 Pro

Abgesehen davon ist Lenovos Phab2 Pro ein vollwertiges Smartphone oder besser ein Phablet, das in einem 8,9 mm dicken Unibody-Gehäuse aus Aluminium steckt. Befeuert wird es von dem Qualcomm-Octa-Core-Prozessor Snapdragon 652. Dazu gibt es 64 GB Hauptspeicher und 4 GB RAM.

Der Bildschirm des Phablets misst 6,4 Zoll in der Diagonale und soll dank Assertive-Display auch im Hellen gut ablesbar sein. Die Auflösung liegt bei 2.560 x 1.440 Pixel.

Zu der 16-Megapixel-Kamera, die 4K-Videos aufzeichnen kann, gesellt sich eine 8-Megapixel-Kamera auf der Frontseite des Geräts. Mit an Bord ist ferner Dolby Audio Capture 5.1 für den richtigen Sourround-Sound von Videos.

Die Phab2-Familie

Als weiterer Spross von Lenovos Phab2-Familie kommt Phab2 Plus mit zwei 13-Megapixel-Kameras auf der Rückseite auf den Markt. Die Blende der Kameras liegt bei f1.8. Verbaut ist dort der Fujitsu Milbeaut Bildsignalprozessor, der auch in den Kameras von Leica zum Einsatz kommt.

Und schließlich zeigt der chinesische IT-Gigant mit Phab2 ein preiswertes AR-Smartphone. Zu den Highlights des 6,4 Zoll großen Geräts zählen das HD-Display, eine schnell fokussierende 13-Megapixel-Kamera und 16 GB Hauptspeicher, der mittels MicroSD-Karte erweitern lässt.

Preise und Verfügbarkeiten

Das Lenovo Phab2 wird für 199 Euro (UVP) erhältlich sein. Das Phab2 Plus soll 299 Euro (UVP) kosten, während und das Premium-Modell Phab2 Pro mit 499 Euro (UVP) zu Buche schlägt. Alle drei Smartphones sollen ab September weltweit verfügbar sein.

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