Regional, mittelständisch und 360-Grad-IT Leitwerk baut die Baden Cloud

Autor Sarah Gandorfer

Mit Blick auf die Geschäftsprozesse des Kunden bietet Leitwerk 360-Grad-IT. Stolz ist das Systemhaus auf seine regionale „Baden Cloud“.

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Gegründet 1992 in Karlsruhe, bezog Leitwerk im Jahr 2000 die jetztigen Räumlichkeiten in Appenweier.
Gegründet 1992 in Karlsruhe, bezog Leitwerk im Jahr 2000 die jetztigen Räumlichkeiten in Appenweier.
(Bild: Leitwerk)

Appenweier ist mit seinen rund 10.000 Einwohnern ein beschauliches Örtchen. Verkehrstechnisch bildet das Städtchen einen Eisenbahnknotenpunkt: Die Rheintalbahn verbindet Appenweier mit Mannheim über Karlsruhe, sowie Basel über Offenburg und Freiburg im Breisgau. Die Europabahn fährt ins französische Straßburg. Ähnlich der Bahnstrecke verteilen sich auch die Standorte der Leitwerk AG. Die Zentrale liegt in Appenweier, Filialen gibt es in Freiburg, Achern, Karlsruhe und Straßburg. Nimmt man die sieben Tochterunternehmen noch hinzu, dann ist der badische Raum gut abgedeckt.

„360-Grad-IT“ , nennt Rico Siefermann, Vorstandsvorsitzender der Leitwerk Gruppe, das, was er seinen mittelständischen Kunden in der Region bietet: „ Unser Ziel ist die ganzheitliche Betreuung mit kurzen Wegen und einem zentralen Ansprechpartner, der den individuellen Bedarf und die strategische Weiterentwicklung des Kunden im Auge hat.“ Dieser Rundumblick kam mit der Gründung 1992 nach und nach.

Studentische GmbH

Begonnen hatte alles mit einer studentischen GmbH. Von den vier damaligen Gründern sitzt nur noch Martin Foshag als Vorstand Business Development mit in der Chefetage. Damals lag der Schwerpunkt auf betriebswirtschaftlicher Software. „Das hat unsere prozess- und lösungsorientierte Denkweise geprägt“, erklärt Foshag. Als richtiges IT-Systemhaus sah sich Leitwerk erst vier Jahre später. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Unternehmen fünf Mitarbeiter. Heute sind es fast 330. 2001 wurde eine Dependance im elsässischen Straßburg eröffnet. Zudem wird im gleichen Jahr aus „Wolf Systeme“ Leitwerk Freiburg. Es folgen weitere Gründungen und Übernahmen.

Zuletzt gewann das Systemhaus im Sommer 2013 mit der Firmengruppe Connect 80 neue Mitarbeiter sowie zwei Standorte in Freiburg und Karlsruhe hinzu. „Wir akquirieren unsere mittelständischen Kunden aus dem gesamten badischen Raum: von Heidelberg über Straßburg bis Basel in der Schweiz“, beschreibt Siefermann den Wirkungsgrad des Unternehmens. 2010 entschied man sich, das Rechen zentrum zu vergrößern. Am Hauptstandort in Appenweier stehen zwei redundante Rechenzentren. Hosting betreibt das Systemhaus bereits seit mehr als einem Jahrzehnt.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, was die Baden Cloud beinhaltet.

„Do wo dinne Dade wohne“

Dem Zeitgeist des Marktes geschuldet, entschloss man sich in den vergangenen Jahren, das Angebot unter dem Marketingbegriff „Cloud“ zu führen. Dabei handelt es sich sowohl um Software-as-a-Service (SaaS), Infrastructure-as-a-Service (IaaS), wie auch Platform-as-a-Service (PaaS). Die Dienste sind modular aufgebaut. Als Alleinstellungsmerkmal von Leitwerk sehen die beiden Vorstände drei Dinge: das 360-Grad-IT-Angebot, das umfassende Managed-Service-Portfolio und die Posi tion von Leitwerk als strategischer Partner für die Kundenunternehmen. „Beispielsweise gibt es außer uns keinen mittelständischen Anbieter zwischen Baden und Freiburg, bei dem der Kunde vollumfänglich in die Cloud gehen kann“, führt Siefermann aus. Mit der „Baden Cloud“ hat der IT-Dienstleister hier eine besondere Nische besetzt.

Der deutsche Mittelstand braucht im Gegensatz zu weltweit agierenden Konzernen ein hohes Maß an Vertrauen in seine Dienstleistungspartner. Dieses offeriert Leitwerk mit seinem regionalen Angebot, das auch im Dialekt beworben wird: „Baden Cloud do wo dinne Dade wohne“. Dem Vergleich mit Globalplayern wie Amazon, Microsoft oder Apple muss sich auch Leitwerk stellen. Die Cloud nutzt fast jeder, der ein Smartphone hat. Die meisten sind sich allerdings darüber nicht bewusst. Die Daten eines iPhone-Users liegen im kalifornischen Cupertino und somit in den USA. Hier unterliegen sie amerikanischem Recht – also unter anderem dem Patriot Act. Die Baden Cloud hingegen befindet sich auf deutschem Boden und unterliegt den hierzulande geltenden Datenschutzbestimmungen.

Ein weiterer Pluspunkt: Die Ansprechpartner von Leitwerk sitzen mit einem 365/7/24-Support vor Ort. Die Sicherheitsstandards haben die Level-2-Zertifizierung des TÜV. Die Server stehen im sicheren, redundanten Leitwerk-Rechenzentrum und werden vor Ort von Spezialisten rund um die Uhr betreut. Der Zugriff auf die ausgelagerte IT erfolgt über ein verschlüsseltes VPN. So können die Kunden Daten und Applikationen unternehmensweit über mobile Endgeräte sowie am PC nutzen. Dabei ist eine Aktualisierung der Daten in Echtzeit gewährleistet. Zudem garantiert der IT-Dienstleister Hochverfügbarkeit. Für die Integration in die Firmen-IT passt das Systemhaus das Angebot individuell den Geschäftsabläufen des Kunden an.

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„Was für uns wichtig ist, ist, dass wir es geschafft haben, sowohl unsere vertrieblichen wie auch unsere technischen Mitarbeiter zu Prozessdenkern zu erziehen“, betont Foshag. „Wir sind also in der Lage, die Geschäftsabläufe beim Kunden zu verstehen und abzubilden. Dabei ist es nicht wichtig, dass sich jeder Mitarbeiter in der Tiefe der Abläufe auskennt, denn dafür gibt es Spezialisten bei uns.“ Leitwerk ist sowohl als Berater tätig, der dem Kunden Vorschläge zur Optimierung der IT im eigenen Hause macht, wie als Dienstleister und Hoster.

Lesen Sie auf der nächsten Seite über die Zukunftspläne von Leitwerk und über die Zusammenarbeit mit der Compass Gruppe.

Zukunftspläne

Für die Zukunft bestehen bei Leitwerk Pläne, die Baden Cloud auszubauen, denn das Systemhaus ist überzeugt von seinem re gionalen Konzept. Doch nicht nur der Wolke soll mehr Raum gegeben werden, auch die Erschließung weiterer Standorte hat der IT-Dienstleister im Blick. Vorausgesetzt allerdings, diese liegen angrenzend zur bisherigen Region. „Eine bundesweite Ausweitung von Leitwerk soll es vorerst nicht geben“, betont Siefermann. Geplant ist außerdem, nach nun erfolgreicher Integration in die Unternehmensstruktur, die Tochter Connect ebenfalls unter dem Namen Leitwerk firmieren zu lassen.

Leitwerk und die Compass Gruppe

Leitwerk ist Mitglied der Systemhaus-­Kooperation Compass Gruppe. „Wir waren bereits früh davon überzeugt, dass die ­Beteiligung in einem Verbund nicht nur ­wesentliche Vorteile beim Einkauf hat, sondern auch bei der Entwicklung gemeinsamer Geschäftsmodelle und beim Informationsaustausch“, so Foshag. „Leitwerk hat vom Know-how zum Thema Drucker-Services, in dem die Gruppe sehr stark ist, profitiert. Heute können wir unser Wissen über Managed Services weitergeben.“

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