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Stefan Herrlich im Interview Lancom sieht IT und TK als einen Markt an

Autor: Michael Hase

IT und TK wachsen mit All-IP endgültig zusammen, ist Stefan Herrlich, Geschäftsführer bei Lancom, überzeugt. Dass Komsa mit beiden Welten vertraut ist, hält der Netzwerkprofi für ein großes Plus des Distributors.

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Stefan Herrlich, Geschäftsführer bei Lancom, bezeichnet die Digitalisierung als verbindenen Trend von IT und TK.
Stefan Herrlich, Geschäftsführer bei Lancom, bezeichnet die Digitalisierung als verbindenen Trend von IT und TK.
(Bild: Martin Rottenkolber)

ITB: Wodurch zeichnet sich Komsa im Netzwerk-Geschäft aus und wo sehen Sie die Stärken des Distributors?

Herrlich: Komsa fokussiert sich auf das B2B-Geschäft mit Systemhäusern und das SMB-/ SME-Segment. Da der Distributor sowohl den IT- als auch den TK-Markt adressiert, erreichen wir mit unseren Lösungen beide Welten und schaffen wertvolle Synergien. Hinzu kommt, dass das Komsa-Sales-Team extrem kompetent im Vertrieb erklärungsbedürftiger, komplexer Netzwerklösungen ist. Es leistet exzellente Beratungsarbeit und hat eine enge Bindung zu seinen Fachhandelspartnern. Das Komsa-eigene Trainings- und Support-Center wiederum ist dank intensiver Schulungen durch die Hersteller in der Lage, Systemhäuser kompetent zu unterstützen. Ein weiteres Plus: Der Distributor wird seinen Partnern unsere Lancom Management Cloud (LMC) aus dem eigenen Rechenzentrum anbieten.

ITB: Neben Allnet ist Komsa der einzige TK-Spezialist unter den Lancom-Distributoren. Welche Besonderheiten ergeben sich aus den Wurzeln des Unternehmens?

Herrlich: Der TK- und der IT-Markt verschmelzen immer mehr. Digitalisierung ist der große, gemeinsame Trend. Für Lancom ist das eine ideale Situation, da beide Welten durch den Trend in Richtung All-IP immer stärker in unseren Produkten und Lösungen zusammenlaufen. Darin liegt eine immens große Chance, echtes Cross-Selling-Potenzial zu realisieren. Durch seine TK-Wurzeln besitzt Komsa großes Verständnis für die Berührungsängste klassischer TK-Händler mit der IP-Welt. Das macht das Unternehmen zu einem der wenigen Distributoren, die TK-Händler auf ihrem Weg zum ITK-Händler optimal begleiten können. Eine klare Win-Win-Situation für alle Beteiligten und für uns ein sehr guter Zugang zum TK-Channel.

ITB: Wie weit ist die Konvergenz von IT und TK vor dem Hintergrund von All-IP bereits fortgeschritten?

Herrlich: IT und TK sind längst keine getrennten Marktsegmente mehr. Spätestens mit dem endgültigen Aus für ISDN-Anschlüsse im kommenden Jahr wird das klassische TK-Geschäft mit dem IT-Business endgültig verschmelzen. Herkömmliche TK-Geräte wie ISDN-Anlagen werden noch ein paar Jahre im Insel-Betrieb an VoIP-Routern weiterlaufen. Die natürliche Ablösung durch eine ITK-Lösung erfolgt dann, wenn Ersatz nötig oder die Anlage abgeschrieben ist.

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 Michael Hase

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Chefreporter