IT-BUSINESS Aktion:

#ITfightsCorona

Studie zur Qualität von Daten

Kundeninformationen sind häufig fehlerhaft

17.08.2007 | Redakteur: Katrin Hofmann

Viele Unternehmen vernachlässigen die Pflege ihrer Datenbanken.
Viele Unternehmen vernachlässigen die Pflege ihrer Datenbanken.

Mangelhafte Kenntnisse über die Bedürfnisse ihrer Käufer bescheinigt deutschen Firmen eine aktuelle Studie. Denn viele in den Datenbanken gespeicherte Kundeninformationen sind demnach schlichtweg falsch. Fehlende Datenmanagement-Software ist dafür einer der Hauptgründe.

Stellen Sie sich vor, Sie schicken einem Ihrer besten Kunden zum runden Geburtstag einen Blumenstrauß. Zwei Tage später bedankt er sich bei Ihnen telefonisch mit dem Hinweis, dass er allerdings erst in zwei Jahren den 50. feiert, diesen zudem erst am 15. September und nicht am 15. August. Ist das Datenchaos in diesem Fall kein Beinbruch, kann es in anderen Fällen dazu führen, dass ein Unternehmen seine Kunden nicht mehr erreicht und im schlimmsten Fall sogar verliert, weil die Adressen fehlerhaft sind. Ein Szenario, das vielen deutschen Firmen aufgrund falscher Kundendaten droht.

Nur sieben Prozent der deutschen Betriebe arbeiten nach eigener Aussage mit Informationen über Kunden, die nahezu fehlerfrei sind. 42 Prozent dagegen gaben in einer Umfrage des CRM-Spezialisten »Omikron Data Quality« an, dass bis zu 20 Prozent der bei ihnen vorhandenen Informationen über Ex-Kunden und potenzielle Käufer nicht richtig sind. 34 Prozent der 408 Untersuchungsteilnehmer kämpfen mit bis zu 30 Prozent falschen Daten. Knapp ein Fünftel der Unternehmen sagten sogar aus, dass über 30 Prozent ihrer Datenbankinhalte unstimmig sind.

Offenbar sind die Gründe dafür aber oft hausgemacht: Nennen doch 69 Prozent der Befragten fehlende Sensibilität für Qualitätserfordernisse in ihrem Unternehmen als Hauptursache. 64 Prozent gaben an, dass es keinen Mitarbeiter gibt, der zentral die Datenpflege verantwortet. Ebenfalls Nachholbedarf gibt es offensichtlich bei der passenden Software: 61 Prozent der Befragten vermissen laut der Studie Lösungen zur automatischen Datenpflege, mit denen sich beispielsweise Dubletten erkennen oder postalische Korrekturen durchführen lassen. Mangelnde Ressourcen beklagen 57 Prozent der Untersuchungsteilnehmer. Die Vielzahl der Datenquellen, auf die bei der Auswertung des Kunden zugegriffen wird, bezeichnen 46 Prozent als Haupthindernis.

Kommentare werden geladen....

Sie wollen diesen Beitrag kommentieren? Schreiben Sie uns hier

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 2006861 / Markt & Trends)