„Das Gerät zerstört sich von selbst“

Kuert Datenrettung warnt vor explodierenden Smartphone-Akkus

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Dr. Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

Nach der Akku-Explosion blieb vom iPhone 4 nicht mehr viel übrig.
Nach der Akku-Explosion blieb vom iPhone 4 nicht mehr viel übrig.

Das sich Geräte nach dem Gebrauch von selbst zerstören, kennt man vor allem aus Agenten-Filmen. Für den Bochumer Dienstleister Kuert Datenrettung fällt das hingegen fast schon ins Tagesgeschäft.

In den letzten Jahren würden sich weltweit die Fälle explodierender Smartphone-Akkus häufen, heißt es aus dem Hause Kuert Datenrettung. Auch das iPhone von Apple sei betroffen. Als Beispiel nennt das Unternehmen einen Auftrag eines deutschen Kunden für die Datenrekonstruktion seines explodierten iPhone 4, den die Datenretter zu einer NAND-Flash-Datenwiederherstellung entgegengenommen haben (siehe Foto).

Dazu Martin Eschenberg, Marketing-Leiter der Kuert Datenrettung Deutschland: „Der Kunde wollte nach Beendigung des Gesprächs über das iPhone 4 Musik hören und schloss dazu seinen Kopfhörer an die Anschlussbuchse seines iPhones. Danach entwickelte das Gerät sehr schnell Hitze und anschließend Rauch, obwohl es mit keiner externen Stromquelle verbunden war.“

Komplette Zerstörung

Übrig blieb ein komplett zerstörtes Gerät, bei dem Gehäuse, Display und die Elektronik starke Schmor- und Brandschäden aufwiesen. Nicht ohne Eigennutz weist Kuert darauf hin, dass dennoch „dank zahlreicher technischer Spezialverfahren“ die vollständige Datenrekonstruktion möglich war.

Berichte über Explosionen oder Brandbeschädigungen durch defekte Akkus an Smartphones und Notebooks gibt es schon länger. Bereits im Jahr 2009 gab es eine Anfrage der EU-Verbraucherschutz-Kommission an Apple hinsichtlich explodierender iPhone-Akkus. Laut Apple handelt es sich hierbei um Einzelfälle.

Grundregeln

Kuert empfielt dennoch einige Grundregeln bei der Nutzung von Smartphones zu beachten:

  • Registrierung aller akkubetriebenen Geräte beim jeweiligen Hersteller, um im Falle von Herstellerrückrufen schnell informiert zu werden.
  • Lesen der Hersteller-Betriebsempfehlung: Seitens Apple wird für Smartphones wie das iPhone 3G/GS eine Umgebungstemperatur von 0 bis 35 Grad Celsius empfohlen. Zwar verfügen alle iPhones über Temperatursensoren und Abschaltmechanismen, jedoch kann auch der sicherste Mechanismus einmal versagen.
  • Smartphones und Notebooks sollten grundsätzlich auf schwer entflammbaren oder nicht brennbaren Flächen aufgeladen werden.
  • Im Falle von Wasserschäden an Smartphones: Ladekabel, Akku, Sim-Card, Speicherkarte und sonstige Adapter schnell entfernen. Im Anschluss an den jeweiligen Geräte-Support wenden.
  • Es sollten immer die Original-Akkus der Hersteller oder Akkus von Drittherstellern entsprechender Zertifizierung eingesetzt werden.

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