IT-Trends 2017 Künstliche Intelligenz als Medien-Hype

Autor: Dr. Andreas Bergler

KI steckt noch in den Kinderschuhen, meint Karsten Noack von Scopeland. Dafür wird wieder mehr Software von Hand gemacht.

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Karsten Noack, Gründer und Geschäftsführer von Scopeland Technology
Karsten Noack, Gründer und Geschäftsführer von Scopeland Technology
(Bild: Scopeland)

ITB: Welcher Trend wird aus Ihrer Sicht das IT-Jahr 2017 entscheidend prägen?

Noack: Zwei Jahrzehnte lang glaubte man den beiden, sich eigentlich widersprechenden, Extremen. Erstens: Individuallösungen bräuchte man nicht mehr und sie würden komplett durch Standardsoftware abgelöst. Zweitens: Auch zukünftig würde man alles individuell und händisch mit Java programmieren (100 Prozent Source Code, 100 Prozent Open Source, 100 Prozent Handarbeit). Mittlerweile sehen wir einen massiven Trend hin zu der Erkenntnis, dass man eben doch Individuallösungen benötigt und zudem auch wieder auf leistungsfähigere lizensierte Softwareplattformen setzen sollte.

ITB: Welcher Trend wird aus Ihrer Sicht im IT-Jahr 2017 scheitern?

Noack: Ich glaube nicht, dass die Künstliche Intelligenz sich so schnell etablieren wird. Sie ist zwar kein Flop und wird eines Tages unser Leben massiv verändern, bringt den Menschen aber nach jetzigem Stand noch keinen breiten Nutzen. Der derzeitige Hype ist mehr ein Medien-Hype als ein technischer.

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CvD IT-BUSINESS, Vogel IT-Medien