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Good-Morning-Editorial vom 14.06.2017 Künstliche Intelligenz

Autor: Wilfried Platten

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Künstliche Intelligenz ist kein gesellschaftsneutrales Phänomen.
Künstliche Intelligenz ist kein gesellschaftsneutrales Phänomen.
(Bild: germina - Fotolia.com)

Gestern Morgen hatte ich es an dieser Stelle mit dem hermetischen Phänomen der künstlichen Dummheit. Und wie der Zufall so spielt (ich bin übrigens zutiefst überzeugt von dessen überragender Rolle im Sinne des Monod´schen Dualismus von Zufall und Notwendigkeit), kam gestern Nachmittag ein Positionspapier meines Lieblings-Digitalverbands Bitkom zum Thema künstliche Intelligenz hereingeschneit. Erfreulicherweise beschränkt es sich nicht darauf, die Werbetrommel für den digitalen Wandel als alternativlose Notwendigkeit zu rühren.

Stattdessen geht der Verband auf die mit dem Technologiesprung zwangsläufig verbundene gesellschaftliche Transformation ein: von Bildung, Wirtschaft, Wissenschaft, Rechtssystem und politischen Rahmenbedingungen bis hin zu ethischen Standards. Eigene Positionen dazu werden eher oberflächlich abgehandelt und sind durchaus diskutabel. Aber das ist auch nicht die Intention. Wichtig ist, dass das Sprachrohr der IT-Branche sich in den öffentlichen Diskurs zum Thema Technologiefolgenabschätzung diesmal nicht nur einmischt, sondern diesen sogar anstößt. Wenn ich jetzt in dem Autorengremium neben Wissenschaftlern, Anwälten und Herstellern auch noch Vertreter des IT-Channels gefunden hätte, könnte ich mich vor Begeisterung kaum retten…

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Über den Autor

 Wilfried Platten

Wilfried Platten

Chefredakteur, IT-BUSINESS