Katze verwechselt Notebook, Sprengung wegen Sicherheitsbedenken, Verkettung von Unglücksfällen Kroll Ontrack: Die zehn skurrilsten Datenverlust-Fälle 2010

Redakteur: Katrin Hofmann

Die Liste der Top-Ten der außergewöhnlichsten Datenverlust-Fälle verdeutlicht: Die kleinste Unachtsamkeit reicht, um wertvolle Informationen einzubüßen oder einen Totalschaden des PCs herbeizuführen. Doch mancher Fall verleitet auch zum Kopfschütteln.

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Nicht ganz dicht: Ein Notebook, eine Plastetüte und ein badewilliger Urlauber sind die Akteure der lustigsten Geschichte.
Nicht ganz dicht: Ein Notebook, eine Plastetüte und ein badewilliger Urlauber sind die Akteure der lustigsten Geschichte.
( Archiv: Vogel Business Media )

Zum siebten Mal präsentiert Kroll Ontrack seine Top-10-Liste der Datenverlust-Fälle. Die Top-5 hat der Anbieter von Datenrettungs-Services und -Software darüber hinaus noch einmal zum Nacherleben ins Internet gestellt.

Die Top-10

  • 10. Kabelsalat mit überspannenden Folgen: Als der Notebook-Akku seinen Geist aufgab, griff der unerfahrene Anwender blind hinter den Schreibtisch und schloss das erstbeste Kabel an, das er finden konnte. Leider handelte es sich nicht um das Notebook-Stromkabel. Das Notebook verschmorte.
  • 9. Daten ins Abseits geschoben: Ein Kunde wollte einige archivierte Bänder aus seinem Unternehmensarchiv auf sechs externe Festplatten überspielen. Kroll Ontrack Tape Services tat dies. Das Unternehmen legte dann ein Backup davon auf sechs weiteren Festplatten an, die in einem feuersicheren Safe eingelagert wurden. Als man auf die Daten des Backups zugreifen wollte, stellte sich heraus, dass diese teilweise überschrieben worden waren. „Kein Problem! Wir nehmen einfach die Festplatten von Kroll Ontrack“, dachten sich die Mitarbeiter. Dabei jedoch stellte sich heraus, dass die Informationen bei der Erstellung der Backup-Platten durch das Unternehmen nur verschoben worden waren. Die Platten waren leer. Zum Glück waren die Ursprungsbänder aufbewahrt worden.
  • 8. Erinnerungen am Leben erhalten: Eine Frau besuchte ihren Vater im Krankenhaus. Dabei wurde ihr Notebook aus dem Besucherraum gestohlen. Dieses gehörte einst der eigenen Tochter, die erst vor kurzem an Krebs gestorben war. Auf dem Notebook waren die einzigen Fotos der Tochter gespeichert. Die Nachricht vom Diebstahl verbreitete sich in Windeseile, was zu einer schnellen Festnahme des Diebes und zur Sicherstellung des Notebooks führte. Allerdings hatte dieser die Festplatte bereits gelöscht. 90 Prozent der persönlich wertvollen Familienfotos konnten laut Kroll Ontrack, die mit der Wiederherstellung beauftragt worden waren, gerettet werden.
  • 7. Verfettet: Eine in Styropor verpackte Festplatte aus einer Metzgerei landete im Datenrettungslabor. Schinkenreste wiesen eindeutig auf den Absender hin. Die entfettete Festplatte wurde mit Verdacht auf mechanisches Versagen in den Reinraum gebracht. Die Daten konnten demnach unter anderem deswegen wiederhergestellt werden, weil der Kunde den Rat befolgt habe, die Festplatte im vorgefundenen Zustand zu „konservieren“ und beim Transport zu schützen.
  • 6. Notebook gesprengt: Ein Vielflieger genoss einen Espresso, während er auf seinen Heimflug wartete. Er legte seine Notebook-Tasche auf den Boden an der Espresso-Bar ab und vergaß sie. Das unbeaufsichtigte Gepäckstück wurde der Flughafenpolizei gemeldet. Während der Passagier schon im Flugzeug saß, wurde das Notebook gesprengt, um sicherzustellen, dass es kein Sicherheitsrisiko darstellt.

Die Top-5 der Datenverluste können Sie auf Seite zwei nachlesen.

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