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Konzept für Corona-Warn-App auf Open-Source-Plattform veröffentlicht

| Autor / Redakteur: dpa-AFX / Ira Zahorsky

Mitte Juni soll die Corona-Warn-App zur Verfügung stehen.
Mitte Juni soll die Corona-Warn-App zur Verfügung stehen. (Bild: Stockwerk-Fotodesign - stock.adobe.com)

Die geplante deutsche App zur Nachverfolgung von Infektionsketten in der Coronavirus-Pandemie nimmt sichtbare Formen an. Heute morgen veröffentlichten der Softwarekonzern SAP und die Deutsche Telekom auf der Plattform Github ein erstes Konzept. Github ist die weltweit größte Plattform für die Entwicklung von Open-Source-Software.

Aus den Dateien auf Github geht hervor, dass die beiden von der Bundesregierung beauftragten Firmen auf das Knowhow und den Programm-Code von drei vorhandenen Projekten aufsetzen. Als Grundlage dienen demnach die Protokolle DP-3T, TCN sowie die Spezifikationen von Apple und Google für iPhones und Android-Smartphones. DP-3T wurde unter anderem von Forschern der Hochschulen EPFL in Lausanne und ETH in Zürich entwickelt. Die TCN Coalition hatte sich aus dem Hackathon der Bundesregierung #WirVsVirus heraus zusammengefunden.

„Wir möchten allen Partnern danken, die an diesem wichtigen Projekt gleich von Beginn an beteiligt waren“, heißt es in einem Dokument auf Github. Dabei fanden die Entwickler von SAP und der Deutschen Telekom auch lobende Worte für das Projekt PEPP-PT, das im Streit um ein zentrales oder dezentrales Speicherkonzept unterlegen war. „Wir wären nicht da, wo wir heute sind, wenn die Partner auf europäischer und nationaler Ebene nicht bereits so große Fortschritte mit PEPP-PT erzielt hätten. Wir setzen auf einigen dieser Komponenten auf und sind sehr dankbar dafür, mit wie viel Einsatz sich alle Beteiligten für den Erfolg dieses neuen Ansatzes einsetzen.“

Die App soll Mitte Juni zur Verfügung stehen. Sie soll die europäischen und deutschen Datenschutzregeln einhalten. Die beiden beauftragten Konzerne betonen nun, in der App nur „notwendige Daten zu verarbeiten – ausschließlich zu dem Zweck, die Nutzer wissen zu lassen, ob sie in engem Kontakt mit anderen, bereits infizierten Nutzern standen – ohne die jeweilige Identität zu offenbaren“. Sie versprachen eine verständliche Datenschutzerklärung für die Nutzer, um so transparent und klar wie möglich zu sein. „Da wir die Anwendung als Open-Source-Projekt entwickeln, kann die Community dies überprüfen.“

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