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GfK-Konsumklimastudie Konsumenten zeigen sich bester Stimmung

Autor: Heidemarie Schuster

Laut dem Marktforschungsunternehmen GfK bleiben die deutschen Verbraucher auch im Mai dieses Jahres in Hochstimmung und sind damit eine verlässliche Stütze der Konjunktur in Deutschland.

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Auch im Mai ist die Verbraucherstimmung bestens.
Auch im Mai ist die Verbraucherstimmung bestens.
(Bild: Pixabay)

Die Deutschen sehen die heimische Konjunktur nach wie vor im Aufwind. Dies zeigt der Anstieg der Konjunkturaussichten im Mai auf ein neues Zwei-Jahres-Hoch. Davon kann auch die Einkommenserwartung mit einem weiteren Anstieg auf ohnehin sehr hohem Niveau profitieren. Die Anschaffungsneigung büßte zwar ihre Gewinne aus dem Vormonat wieder ein, erzielte aber auch im Mai einen hohen Wert und belegt damit ebenfalls die gute Stimmung unter den Verbrauchern.

Konjunkturerwartung

Der Indikator Konjunkturerwartung legt mit einem Plus von 4,3 Zählern zum dritten Mal in Folge zu und steigt auf 34,8 Punkte. Dies ist der höchste Stand seit zwei Jahren. Zuletzt war er mit 38,3 Punkten im Mai 2015 besser.

Die deutschen Konsumenten sehen die heimische Konjunktur trotz weltwirtschaftlicher Risiken auch in den kommenden Monaten auf Wachstumskurs. Auch die Verunsicherung über den weiteren wirtschaftspolitischen Kurs in den USA und die bevorstehenden Brexit-Verhandlungen ändern daran bislang nichts.

Dieser Optimismus hat aber auch einen realen Hintergrund, so die GfK: Nach den ersten vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den ersten drei Monaten dieses Jahres gegenüber dem letzten Quartal 2016 um 0,6 Prozent gestiegen und damit etwas stärker als in den beiden Vorquartalen, als Zuwächse von 0,2 beziehungsweise 0,4 Prozent zu Buche standen. Dabei kamen die positiven Impulse nach Aussage des Statistischen Bundesamtes sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland.

Einkommenserwartung

Gestützt durch zunehmende Konjunkturaussichten kann auch die Einkommenserwartung zulegen. Der Indikator weist 58,5 Punkte auf, was einem Plus von einem Punkt gegenüber April entspricht. Ein höherer Wert wurde zuletzt im Juni 2016 mit 59,6 Punkten gemessen.

Damit kann der Einkommensindikator sein ohnehin sehr gutes Niveau noch einmal leicht übertreffen. Vor allem die nach wie vor sehr gute Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt nährt diesen Optimismus. So ging auf der einen Seite die Zahl der Erwerbslosen im April auf knapp 2,6 Millionen zurück. Auf der anderen Seite steigt die Zahl der Erwerbstätigen weiter kräftig an.

Anschaffungsneigung

Von den steigenden Konjunktur- und Einkommensaussichten kann laut der Konsumklimastudie die Anschaffungsneigung in diesem Monat nicht profitieren. Der Indikator verliert demnach 4,5 Zähler und weist nun 55,7 Punkte auf. Damit büßt er die Gewinne aus dem Vormonat nahezu komplett ein. Dennoch bleibt die Konsumlaune der Deutschen damit, im historischen Vergleich, sehr ausgeprägt.

Eine auf Wachstumskurs befindliche Wirtschaft sowie die guten Beschäftigungsaussichten lassen die Arbeitnehmer optimistisch in die Zukunft blicken. Die Angst vor Jobverlust ist nach wie vor sehr gering und damit die Planungssicherheit entsprechend groß. Folglich steht den Verbrauchern auch mehr Geld für größere Anschaffungen zur Verfügung, resümieren die Marktforscher.

Konsumklima

Nach 10,2 Zählern im Mai prognostiziert die GfK für Juni einen Anstieg auf 10,4 Punkte. Damit befindet sich die Konsumstimmung in Deutschland klar im Aufwärtstrend.

Risiken drohen den Verbrauchern in erster Linie durch mögliche wirtschaftspolitische Schocks von außen, wie zum Beispiel verstärkte protektionistische Tendenzen in den USA, erklärt die GfK. Sollten die Exporte durch Handelsschranken beziehungsweise höhere Zölle für Deutschland erschwert werden, könnte dies dazu führen, dass vor allem Beschäftigte in stark exportorientierten Unternehmen wieder vermehrt um ihren Job fürchten. Die Folge wäre eine größere Zurückhaltung bei Anschaffungen, was das Konsumklima unmittelbar beeinträchtigen würde.

Zur Studie

Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie „GfK-Konsumklima MAXX“ und basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. In diesem Report werden die Indikatoren grafisch aufbereitet, prognostiziert und ausführlich kommentiert. Darüber hinaus finden sich darin auch Informationen über die Ausgabevorhaben der Verbraucher für 20 Bereiche der Gebrauchsgüter-, Verbrauchsgüter- und Dienstleistungsmärkte.

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