IBM baut Mainframe-Virtualisierung aus Konsolidierung von Server-Farmen

Redakteur: Ulrike Ostler

Die IBM-Virtualisierungs-Lösung für Großrechner „z/VM“, soll von nun ab besser skalieren. Tatsächlich könne die Version 5.3 die bisher größte Anzahl an virtuellen Images auf einem einzelnen Hypervisor darstellen, teilt der Hersteller mit. Die Technik lässt einen Computer wie viele aussehen.

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Verpackt: Ein IBM-Mainframe z9 ist mit 18 Milliarden Transistoren ausgestattet. Damit kommen drei auf jeden Erdenbürger.
Verpackt: Ein IBM-Mainframe z9 ist mit 18 Milliarden Transistoren ausgestattet. Damit kommen drei auf jeden Erdenbürger.
( Foto: IBM )

Das Produkt „z/VM“ erlaubt Anwendern, viele virtuelle Linux-Server auf einem einzelnen Großrechner entweder zusammen mit anderen Systemen unter z/OS, z/VSE und z/TPF laufen zu lassen, oder als Large-Scale-Linux-Only-Lösung. Das z/VM-Release, das voraussichtlich ab Juni verfügbar ist, soll mehr als eintausend virtuelle Images auf einer einzelnen Kopie von z/VM unterstützen können.

Laut Hersteller lasse sich die Software dafür verwenden, die Server-Landschaft im Rechenzentrum zu konsolidieren, etwa um Energie zu sparen. Zudem helfe das jüngste z/VM-Release den Kunden, sich für künftiges Wachstum im Rechenzentrum vorzubereiten, indem auch Unterstützung für größere Hauptspeicherkonfigurationen angeboten werde. Diese dienen bisher dazu, den Bedarf an multiplen Kopien von z/VM zu reduzieren oder zu eliminieren.

Darüber hinaus ist geplant, dass die neue Software eine erhöhte CPU-Kapazität mit Unterstützung von bis zu 32 Processor Units bietet. Das entspricht einer 33-prozentigen Steigerung gegenüber dem vorherigen Release. In Kombination mit Linux auf System z bietet die Software damit mehr Möglichkeiten, vorhandene Hauptspeicher auszunutzen.

Mehr Sicherheit

Mit der Einführung von Password-Phrases sowie eines LDAP-Servers (Lightweight Directory Access Protocol) und assoziierten Client-Services, biete Release 5.3 mehr Sicherheit in puncto User-Authentifizierung, -Authorisierung und -Auditing als bisher, so der Anbieter. Außerdem erhöhe sich der Schutz durch laufwerkbasierte Datenverschlüsselung, eine Technik, die Anwender von der Bandverschlüsselungslösung des IBM-Systems „Storage TS1120“ her kennen.

Management-Hilfe

In Kombination mit dem IBM-eigenen System Management Tool „Tivoli Omegamon XE“ lassen sich Probleme in der virtualisierten Rechnerwelt identifizieren, isolieren und korrigieren. Es werden Views und ein Monitoring der Workloads für virtuelle Maschinen, Gruppen, Antwortzeiten sowie ein LPAR-Reporting bereitgestellt.

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