Optimierte Latenzzeiten bei gleichzeitig höherer Sicherheit Konferenzsoftware Tixeo Version 17 integriert QUIC-Layer

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Bei der Version 17 seiner Software für Videokonferenzen setzt Tixeo den QUIC-Layer als Standard-Network-Layer für alle Meeting-Streams ein. Tixeo, dessen Technologie von Frankreichs Behörde für Cybersicherheit (ANSSI) zertifiziert wurde, mache dies als erster Anbieter überhaupt.

In Tixeo Version 17 Audio-, Video- und Datenströme nun über mehrere Netzwerkschichten laufen. Die bisherige HTTPS-Schicht ist weiterhin als Backup vorhanden.(Bild:  Tixeo)
In Tixeo Version 17 Audio-, Video- und Datenströme nun über mehrere Netzwerkschichten laufen. Die bisherige HTTPS-Schicht ist weiterhin als Backup vorhanden.
(Bild: Tixeo)

Der QUIC-Layer (Quick UDP Internet Connections) stelle einen technologischen Durchbruch für Videokonferenzen dar, sagt Tixeo. Seine Integration, so der Hersteller, ermögliche eine bessere Audio- und Videoqualität bei reduzierter Latenz, insbesondere bei schlechten und sehr schlechten Netzwerken. Das Nutzererlebnis werde so auch unter extremen Netzwerkbedingungen optimiert.

Das Layer-4-Transportprotokoll QUIC verbessere die Leistung von Internetverbindungen, indem es UDP-Verbindungen (User Datagram Protocol) anstelle von TCP-Verbindungen (Transmission Control Protocol) verwendet. Die Hauptvorzüge seien eine Verringerung der Latenzzeit, eine bessere Verwaltung von Paketverlusten und eine erhöhte Sicherheit dank der Implementierung einer obligatorischen Verschlüsselung. Es werde vor allem für Videostreaming-Anwendungen, zum Surfen und für Onlinespiele verwendet.

„Teilweise zuverlässige“ Kommunikationskanäle

Das fortschrittliche Protokoll für Video- und Audiokommunikation habe dank der Forschungsarbeit von François Michel vom IT Networking Lab der belgischen Universität Louvain in den Tixeo-Client integriert werden können. Dank der Partnerschaft mit François Michel sei Tixeo das erste Unternehmen, das den QUIC-Layer im Rahmen von sicherer Videokonferenzsoftware nutzt.

Im Zuge dieser Zusammenarbeit habe Tixeo neue Verhaltensweisen entwickeln und implementieren können, darunter die Implementierung von „teilweise zuverlässigen“ Kommunikationskanälen auf dem QUIC-Layer. Wenn Audio- oder Videopakete verloren gehen, starte der QUIC-Layer den Versuch, sie erneut zu senden – genau wie bei gewöhnlichen TCP-Verbindungen, jedoch innerhalb eines Zeitlimits. Dadurch würde eine übermäßige Latenz, die für Benutzer während der Kommunikation spürbar sei, vermieden. Diese „teilweise zuverlässigen“ Kommunikationskanäle seien sehr gut geeignet für die zahlreichen Echtzeit-Audio- und Videoströme, die bei einer Videokonferenz anfallen.

Mehrere Kommunikationskanäle gegen Paketverluste

Der QUIC-Layer biete die Möglichkeit, mehrere Kommunikationskanäle innerhalb einer Sitzung zu erstellen. Jeder dieser Kanäle sei unabhängig und könne entweder zuverlässig oder unzuverlässig sein. Unabhängig von ihrer Zuverlässigkeit könnten diese Kanäle auch priorisiert werden (hoch oder normal).

Die Identifizierung mehrerer Kanäle in einer Verbindung biete eine bessere Toleranz gegenüber Paketverlusten, da bei einem Paketverlust nur der jeweils von diesem Paket betroffene Kanal verlangsamt werden kann. Andere Kanäle seien davon nicht betroffen. Dadurch würden die „Head-of-Queue-Blocking“-Probleme beseitigt, die bei Systemen der Transportschicht (wie HTTPS oder TCP) auftreten und zu Latenzzeiten bei der Kommunikation führen können.

Tixeo trägt das Label „Cybersecurity Made in Europe“. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erkennt Tixeos CSPN-Zertifizierung als gleichwertig zu einem Zertifikat nach der Beschleunigten Sicherheitszertifizierung (BSZ) an. Das CSPM Zertifikat wird von der französischen ANSSI (Nationale Agentur für die Sicherheit von Informationssystemen) vergeben.

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