Umfrage zu den Auswirkungen auf dei IT-Investitionen Kommt der Wirtschaftsaufschwung bei den Systemhäusern an?

Redakteur: Regina Böckle

Hierzulande brummt die Wirtschaft. Doch spiegelt sich dieser Aufschwung auch in der Investitionsbereitschaft der Unternehmen wieder? Compris befragte IT-Systemhäuser nach ihren Erfahrungen.

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Aus Sicht der Systemhäuser ist die Industrie unangefochten der Umsatzmotor Nummer eins.
Aus Sicht der Systemhäuser ist die Industrie unangefochten der Umsatzmotor Nummer eins.

Die extremen Schwankungen an den Börsen haben nach Ansicht des Marktforschungsunternehmens Compris den Wirtschaftsaufschwung in Deutschland bislang noch nicht gebremst.

Doch konnte diese Stabilität auch die Geschäfte der IT-Systemhäuser beflügeln? Dieser Frage ging Compris in einer Umfrage unter 581 Systemhäusern auf den Grund.

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Treibende Kräfte

Bei der Frage, welche Branchen aktuell die höchsten Investitionen tätigen, waren sich 27 Prozent der Systemhäuser einig: Die Nummer eins ist hier der Industrie-Sektor.

(Siehe Aufmachergrafik, die sich per Doppelklick vergrößert.)

Der Bereich Handel folgt mit 14 Prozent auf Platz zwei, gefolgt von der Dienstleistungsbranche sowie Behörden und öffentlichen Einrichtungen (12 Prozent).

Deutlich weniger geben derzeit die Finanzbranche (acht Prozent), die IT/TK-Branche (sieben Prozent) und der Textilsektor (sechs Prozent) für den Ausbau oder die Erneuerung ihrer IT aus.

Angelpunkte für vertikale Märkte

Immerhin 31 Prozent der befragten Systemhäuser zeigten sich überzeugt, dass branchenspezifische Angebote den Umsatz steigern könnten. Weitere 23 Prozent kurbeln mit speziellen Produkten ihren Umsatz in bestimmten vertikalen Märkten an, so ein weiteres Ergebnis der Compris-Studie. Fast ebenso viele Systemhäuser setzten dagegen vor allem auf ein gezieltes Marketing, um in den angepeilten Branchen breiter Fuß zu fassen.

18 Prozent der Systemhäuser fordern von den Herstellern speziell auf bestimmte Branchen abgestimmte Produkt- und Vertriebsschulungen.

Hersteller-Support erwünscht

Obendrein erhoffen sich Vertriebspartner von ihren Lieferanten mehr Unterstützung:

  • Fast ein Viertel (24 Prozent) der befragten Systemhäuser wünscht sich vom Hersteller spezielle Lösungen für einzelne Branchen, weitere 23 Prozent würden sich über zielgruppenspezifische Endkundenwerbung freuen.
  • Für 18 Prozent der Systemhäuser wäre eine einfachere Projektabwicklung beim Hersteller eine echte Verbesserung. Auf der Wunschliste der Vertriebspartner standen außerdem:
  • Showroom mit allen Produkten (sechs Prozent)
  • Mehr persönliche Besuche vor Ort (vier Prozent)
  • Vertriebsbüro in einzelnen Regionen (drei Prozent)
  • Bessere Online-Präsenz (zwei Prozent)

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