Schnelle Migration auf ein umfassendes Management-System Komfortables Desktop-Management mit Baramundi

Redakteur: Dr. Andreas Bergler

Der Consumer-Elektronik-Hersteller Loewe Opta AG hat von Symantec Live State Delivery auf die Baramundi Management-Suite gewechselt. Hilfreich war dabei eine Eigenentwicklung des Dienstleisters HSB.

Anbieter zum Thema

Große Firmenübernahmen können Endkunden in die Enge treiben – und erhebliches Potenzial für flexible Dienstleister und Mitbewerber darstellen. Die Übernahmen von On Technology und Altiris durch Symantec brachte die IT-Abteilung der Loewe Opta AG ins Grübeln: Bis Ende 2007 hatte der Unterhaltungselektronik-Hersteller aus Kronach die Client-Management-Lösung iCommand von On Technology im Einsatz. Als Symantec ankündigte, das mittlerweile als »Live State Delivery« geführte Produkt nicht mehr weiter zu entwickeln, war bei Loewe das Ende der Fahnenstange erreicht. Denn damit hätte man auf die Kompatibilität mit Windows Vista verzichten müssen – langfristig undenkbar.

Loewe brauchte daher eine neue Client-Management-Lösung, mit der neben Microsoft Office auch betriebswirtschaftliche Software und Grafikprogramme verwaltet werden sollten. Daneben sollte die Neuanschaffung mit 800 Clients am Firmensitz zurechtkommen und die Umstellung möglichst einfach werden. Die IT-Abteilung wandte sich hierfür an das HSB Systemhaus, das von der Wirtschaftsprüfungs-, Steuerberatungs- und Rechtsanwaltskanzlei Rödl & Partner gegründet wurde und seit 2002 für Loewe tätig ist.

Altlasten über Bord

Als Partner der Augsburger Baramundi Software AG, die auf Lösungen für automatische Softwareverteilung spezialisiert ist, vertreibt HSB auch die Baramundi Management Suite (BMS). Auf Empfehlung von HSB sollte Live State Delivery durch BMS ersetzt werden. Die Server- und PC-Management-Lösung unterstützt Administratoren bei der Verwaltung ihres Netzwerks. Die Suite besteht aus den fünf Modulen OS-Install, Deploy (Softwareverteilung), Inventory (Hard- und Software-Inventarisierung), Patch-Management und Recovery und ist mit Add-Ons erweiterbar. Mit der Suite lassen sich selbst komplexe Installationen von Windows-Betriebssystemen und allen Anwendungen automatisiert und aus der Ferne durchführen. BMS ist laut Hersteller derzeit die einzige Software, die auf einen nativen Installationsmechanismus zugreift. Ein Großteil der Migration konnte von vornherein automatisiert ablaufen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, was zur kompletten Migration unternommen wurde.

Schnelle Eigenentwicklung

Bis zu 80 Prozent der Skripte ließen sich direkt für die Suite übertragen. Die restlichen 20 Prozent – meist individuell angelegte Skripte – mussten manuell angepasst werden. Hierzu hat HSB zusammen mit Baramundi ein individuelles Tool entwickelt. Mit einem Aufwand von ein bis zwei Tagen verkürzte sich der Migrationsprozess um 50 Prozent.

Bei Loewe hat sich das neue Tool bestens bewährt. Stefan Schraml, Leiter Consulting bei der HSB Systemhaus GmbH: »Einer der großen Vorteile ist, dass die Clients nicht mehr einzeln per Hand eingegeben werden müssen, was oft zu Fehlern führt. Stattdessen können alle Arbeitsplatz-Computer sowie bestehende Gruppen übernommen und damit automatisch in der BMS angelegt werden. Knapp 70 Prozent der Pakete konnten wir nahtlos überführen, was bei rund 150 Skripten eine enorme Arbeitserleichterung war. Letztlich wurden so rund zwei Drittel der Daten automatisiert in das neue Client-Management-System migriert. Damit lagen bereits am ersten Tag alle Clients und Gruppen sowie ein Großteil der Skripte im neuen System vor. Die fehlenden wurden anschließend manuell übernommen und angepasst.«

Spürbare Verbesserungen

Die Umsetzung erfolgte für ein Projekt dieser Größenordnung recht schnell. Die reine Migration wurde in rund einer Woche erledigt, mit Anpassungen vergingen insgesamt zwölf Tage. Am Projekt waren je zwei IT-Mitarbeiter von Loewe und zwei Fachleute von HSB beteiligt. HSB konnte dabei sein Wissen aus dem Outsourcing-Geschäft, das die Betreuung von rund 2.000 Clients umfasst, einbringen. Richtig zum Einsatz kam die Baramundi-Lösung ab Februar 2008 mit eigenen Client-Management-Servern für die großen Netzwerke für Entwicklung und den kaufmännischen Bereich.

Schramls Fazit: »Mit der Technologie von Baramundi ist uns auch eine echte Prozessoptimierung gelungen. Die neue Umgebung zeichnet sich durch eine höhere Leistungsfähigkeit und Effektivität aus.«

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:2013037)