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Business as Usual in Deutschland Kodak-Töchter von US-Pleite nicht betroffen

| Redakteur: Erwin Goßner

Die in Stuttgart beheimatete Kodak GmbH ist von der Insolvenz der US-amerikanischen Mutter Eastman Kodak nicht betroffen. Eigenen Angaben zufolge laufen die Geschäfte normal weiter.

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Klare Verhältnisse: Unter Gläubigerschutz treibt Kodak die Reorganisation weiter voran, die Töchter sind von der Insolvenz nicht betroffen. (© Christian Pedant - Fotolia.com)
Klare Verhältnisse: Unter Gläubigerschutz treibt Kodak die Reorganisation weiter voran, die Töchter sind von der Insolvenz nicht betroffen. (© Christian Pedant - Fotolia.com)

Nachdem Eastman Kodak vergangene Woche Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter 11 gestellt hat, wurde jetzt seitens des Herstellers offiziell bestätigt, dass sich diese Maßnahme ausschließlich auf die Niederlassungen in den USA auswirkt. In einer offiziellen Stellungnahme wurde IT-BUSINESS bestätigt, dass die weltweiten Tochtergesellschaften einschließlich der Niederlassungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht Gegenstand der gerichtlichen Aufsicht sind. Demnach laufen Warenlieferungen und Dienstleistungen in diesen Ländern wie gehabt weiter.

Antonio M. Pérez, CEO und Chairman von Eastman Kodak
Antonio M. Pérez, CEO und Chairman von Eastman Kodak
Wie bereits berichtet hat sich das Unternehmen in den USA eine Kreditlinie in Höhe von 950 Millionen US-Dollar von der Citygroup gesichert. Dieses Geld soll zur Neuorganisation der Geschäftstätigkeit dienen, die wiederum die Liquidität in den USA und im Ausland stärken soll. Dadurch soll strategisches geistiges Eigentum geschützt und bestehende Verpflichtungen angemessen reduziert werden, um sich auf die wichtigsten Sparten konzentrieren zu können. Dazu bemerkt Antonio M. Pérez, CEO und Chairman: „Kodak macht einen wichtigen Schritt, um es unserem Unternehmen zu ermöglichen, seine Reorganisation abzuschließen.“ Seit 2003 hat Kodak mehrere Standorte geschlossen und die Belegschaft um rund 47.000 Mitarbeiter reduziert. Ziel sei es, die Kostenstruktur weiter zu verbessern und nichtstrategische Vermögenswerte effizient zu veräußern. Kodak geht davon aus, dass die Restrukturierung in den USA im Laufe des Jahres 2013 abgeschlossen sein wird.

Auf eine erfolgreiche Reorganisation vertraut auch Philip Cullimore, Managing Director Europe, der aus europäischer Warte Positives vermelden kann: „In Europa haben wir unser Geschäfte mit Business-to-Business Druckanwendungen signifikant steigern können. Diese Bereiche sind in Europa erfolgreich und wachsen schnell.“

Details über den Antrag nach Chapter 11 können in englischer Sprache online abgerufen werden. Lieferanten und Vertriebspartner erhalten Informationen unter der Telefonnummer 0711/406-5120.

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