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Messagelabs Report KMU schlampen bei der Internet-Sicherheit

Redakteur: Katharina Krieg

Für jedes Quartal erstellt Messagelabs, ein Anbieter von Managed Security Services, einen Internet-Sicherheitsreport. Besonders im Spam-Bereich kommt dieser für das erste Quartal 2007 zu einem alarmierenden Ergebnis.

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Das enorme Spam-Aufkommen treibt Mitarbeiter mitunter zur Verzweiflung.
Das enorme Spam-Aufkommen treibt Mitarbeiter mitunter zur Verzweiflung.
( Archiv: Vogel Business Media )

76,3 Prozent des weltweiten elektronischen Postverkehrs sind Spam-Mails. Zu diesem Ergebnis kommt Messagelabs in seinem »Intelligence Report« für das erste Quartal 2007, bei dem rund 940 internationale IT-Entscheider zu ihren Erfahrungen befragt wurden. Diese aktuelle Spam-Quote ist laut Messagelabs die höchste seit zwei Jahren.

Der Anbieter von Managed Services für Internet- und eMail-Sicherheit hat herausgefunden, dass bei kleinen und mittelständischen Unternehmen etwa doppelt so viel unerwünschte Post aufschlägt wie bei Großunternehmen. Dabei gehen die Spammer laut Messagelabs nicht gezielt bestimmte Unternehmensgrößen an. Vielmehr sind kleine Unternehmen öfter betroffen, weil sie in der Regel angemessene Sicherheitsvorkehrungen vermissen lassen. Deren Mail-Systeme seien oft komplett überlastet, bevor effektive Gegenmaßnahmen ergriffen werden, so der Report.

»Viele kleinere Unternehmen sehen in Spam eher eine konstante Belästigung als eine wirkliche Gefahr«, berichtet Mark Sunner, Chief Security Analyst von Messagelabs. »Wie die Daten des ersten Quartals zeigen, werden die Spam-Quoten auch künftig eher steigen als abnehmen«, warnt der Analyst.

Gefahr verkannt

Bei Viren und Trojanern stellt Messagelabs für das erste Quartal zunächst einen Rückgang fest. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum war eine von 45,3 Mails ein solcher Angriff. Diese Quote ist auf eine von 126,1 eMails gesunken. Trotzdem gehen die Analysten davon aus, dass die Anzahl an Viren und Trojanern steigt, da diese Bedrohungen zunehmend in Spam-Nachrichten versteckt würden. Phishing-Attacken machten im ersten Quartal 70,8 Prozent des Malware-Aufkommens aus – ein Anstieg um 8,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

Zweifelhafte Ehre

Deutschland rangiert bei allen Bedrohungen unter den ersten fünf Ländern. Zwar ist Indien mit drei Prozent des gesamten Mailverkehrs die am meisten mit Viren konfrontierte Nation, Deutschland folgt aber gleich an zweiter Stelle. Hierzulande nehmen Viren einen Anteil von etwa 2,7 Prozent ein. Israel ist die Nation mit der größten Spam-Belastung, Deutschland folgt aber gleich auf Platz vier mit einem Spam-Anteil von etwa 60 Prozent.

Zum Phishing-Aufkommen in den verschiedenen Ländern macht Messagelabs keine Angaben. Der letzte Report des Sicherheitsspezialisten Symantec zeigt aber, dass Deutschland mit 32 Prozent die meisten Phishing-Webseiten in EMEA beherbergt.

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