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Mit den richtigen Fragen erfolgreich den Wandel gestalten

Klartext bei Change-Projekten

| Autor: Sarah Gandorfer

Sorgfältige Klärung der Aufgabe ist Voraussetzung für das Gelingen einer Veränderung.
Sorgfältige Klärung der Aufgabe ist Voraussetzung für das Gelingen einer Veränderung. (Bild: Pixabay / CC0)

20 Prozent aller Veränderungen in Unternehmen scheitern. Ein Grund: Change-Manager sind genauso wenig Hellseher wie ihr Team. Sie alle brauche Wissen. Entsprechend wichtig ist die Kommunikation und eine präzise Aufgabenstellung.

Will ein Unternehmen erfolgreich sein, unterliegt es dem ständigen Wandel des Marktes. Laut den Beratern von Mutaree durchlaufen deutsche Firmen jährlich fünf bis zehn Change-Projekte gleichzeitig. Allerdings sind nur ein Fünftel davon von Erfolg gekrönt. Warum scheitern so viele Projekte?

Gescheiterte Projekte vernichten Ressourcen und führen im schlimmsten Fall dazu, dass die Unternehmen langfristig nicht mehr anschlussfähig sind. Claudia Schmidt, Geschäftsführerin bei Mutaree,rät allen Change-Managern: „Nehmen Sie sich zu Beginn eines Projektes Zeit. Suchen Sie einen offenen und ehrlichen Dialog, um alle wichtigen Fragen zu klären und um den Gesamtkontext eines Projektes zu verstehen. Schnelle und voreilige Schlüsse bergen zu viele Gefahren.“ Ein Blick auf die Firmenkultur ist zudem wichtig: Ist diese dynamisch oder eher konservativ? Wie sieht die Führungsstruktur aus? Entsprechend sollte die Veränderungsstrategie ausgerichtet sein.

Als Fragen empfiehlt sie:

  • Was ist der konkrete Auftrag?
  • Wie genau soll unterstützt werden?
  • Wie nahe ist das Projekt dem Ziel? Auf welcher Stufe steht das Projekt und wie definiert sich diese Stufe?
  • Was ist die erwartet Rolle des Helfers? Ist man eher Berater, Experte oder verlängerte Werkbank?
  • Woran wird der Erfolg gemessen?

Klartext reden und nachbohren

„Nur wenn alle Beteiligten ein gemeinsames und genaues Verständnis des Auftrags besitzen, können alle Ressourcen und Maßnahmen zielgerichtet zum Erfolg eines Projektes eingesetzt werden. Unklare Erwartungen oder die Unkenntnis des Kontextes, der vorherrschenden Kultur und der Rahmenbedingungen sind schlechte Voraussetzungen und führen schnell dazu, dass mitten im Projekt Probleme auftauchen“, warnt Schmidt.

Allerdings ersetzt eine saubere Auftragsklärung zu Beginn keineswegs ein umfassendes und regelmäßiges Monitoring im Umsetzungsverlauf eines Change-Prozesses. Projekte können sich im Verlauf wandeln und eine schnelle und gezielte Reaktion auf kurzfristig auftretende Abweichungen oder gar Turbulenzen ist wichtig. „Binden Sie die Mitarbeiter kontinuierlich ein und bleiben Sie im Dialog. So können Sie aufkeimende Schieflagen, Widerstände oder gar eine Verweigerungshaltung erkennen und vermeiden“, betont die Geschäftsführerin.

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