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Good-Morning-Editorial vom 31.07.2017 Kaufen & verkaufen

Autor: Wilfried Platten

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Klassische BMW-Schönheit aus der Vor-IT-Zeit.
Klassische BMW-Schönheit aus der Vor-IT-Zeit.
(Bild: Dmytro Surkov - stock.adobe.com)

Manchmal frage ich mich, ob es überhaupt etwas wirkliches Neues unter der Sonne gibt, oder nicht vielmehr die rhythmische Wiederkehr des Ewiggleichen getanzt wird. Ok, ehe es zu banal-philosophisch wird, werde ich mal konkret. Erinnern Sie sich an die Zeit, als deutsche „Vorzeigeunternehmen“ wie BMW ganz stolz darauf waren, interne IT-Dienstleistungsabteilungen aufzubauen, weil sie frühzeitig die strategische Bedeutung eigenen IT-Knowhows erkannt haben? Als sich dann die Controller einschalteten, um dieses Knowhow zu monetarisieren, wurde es in Form eigenständiger IT-Dienstleister ausgegründet. Im Falle BMW beispielsweise die Softlab.

Und jetzt beobachten wir, wie das Pendel wieder zurückschlägt. IT-nahe Firmen wie Bosch haben bereits massiv investiert, sowohl intern als auch durch Zukäufe. Jetzt schlagen auch IT-ferne Unternehmen wie etwa der Reinigungs-Spezialist Kärcher zu. Mit der Zoi TechCon wurde dort just eine eigene IT-Beratung für die „Entwicklung digitaler Lösungen, Cloud Transformation und Elektrotechnik“ gegründet. Den Kern bildet dabei der Teilerwerb des bisherigen IT-Dienstleisters ITM Beratungsgesellschaft. Geht also aktuell wieder exklusives internes IT-Knowhow vor umsatzmaximierende Skaleneffekte? Und wenn ja, was bedeutet das für unabhängige Systemhäuser? Geht da etwa nennenswertes Kundenpotenzial flöten?

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Über den Autor

 Wilfried Platten

Wilfried Platten

Chefredakteur, IT-BUSINESS