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Gratis-Virenscanner von Kaspersky

Kaspersky kostenlos statt Defender

| Autor: Klaus Länger

Der kostenfreie Virenscanner von Kaspersky soll eine Grundversorgung für den PC bieten. Funktionen wie Kindersicherung oder VPV bleiben der kostenpflichtigen Version Kaspersky Internet Security vorbehalten.
Der kostenfreie Virenscanner von Kaspersky soll eine Grundversorgung für den PC bieten. Funktionen wie Kindersicherung oder VPV bleiben der kostenpflichtigen Version Kaspersky Internet Security vorbehalten. (Bild: Kaspersky)

Kaspersky macht eine abgespeckte Version der Sicherheits-Software Internet Security weltweit kostenlos verfügbar. Die deutschsprachige Version kommt im Oktober. Mit dem Schritt will sich die Firma auch gegen Microsofts kostenlosen Defender wehren.

Eugene Kaspersky, Gründer und Chef der russischen Cybersicherheitsunternehmen, betont in einem Blog-Beitrag, der die weltweite Verfügbarkeit von Kaspersky Free ankündigt, dass die Gratis-Software nicht mit seinen kostenpflichtigen Angeboten konkurrieren werde. Die Freeware liefere einen Basisschutz für Dateien, E-Mails, IM-Nachrichten und beim Surfen im Web. Weiter gehören das Überprüfen von Daten auf Wechselmedien, der Schutz vor Phishing-Attacken, automatische Updates und die Selbstverteidigung der Software gegen Angriffe zu den Grundfunktionen.

Die kommerzielle Variante von Kaspersky Internet Security 2017 enthält überdies noch eine Kindersicherung, eine Schutz für das Online-Banking sowie eine Art automatisches VPN bei unsicherer WLAN-Verbindung. Bei Kaspersky Anti-Virus 2017 ist der Mehrwert gegenüber der Freeware allerdings kaum ersichtlich.

Verbesserung der Erkennung

Kaspersky erklärt weiter, dass sich seine Gratis-Version an Nutzer richte, die bisher mit Freeware unterwegs seien, die „mehr Löcher als ein Schweizer Käse” hätten, durch die sich Malware einschleichen können, oder gar den Windows Defender nutzen. Die kostenlose und in Windows 10 vorinstallierte Sicherheits-Software ist ein besonderes Ärgernis für den Unternehmer, der deswegen sogar mit einer Kartellklage gegen Microsoft vorgeht. Allerdings soll die weltweite Verbreitung der Gratis-Version auch dem Cybersicherheitsunternehmen zugute kommen. Denn jede Installation würde zusätzliche Informationen für Kasperskys Big-Data-Datenbanken liefern, mit deren Daten durch maschinelles Lernen die Erkennung von Schädlingen verbessert wird.

Kaspersky Free soll in den kommenden Monaten weltweit zur Verfügung gestellt werden. In Russland, der Ukraine, China und einigen nordischen Staaten ist das Tool bereits verfügbar, die USA, Kanada und einige asiatische Länder folgen jetzt. Deutschland soll Ende Oktober an der Reihe sein.

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