Aktueller Channel Fokus:

IT-Security

Neues Channel-Programm

Juniper treibt die Spezialisierung der Partner voran

| Autor: Michael Hase

Datacenter zählt zu den Gebieten, auf denen sich Juniper-Partner spezialisieren können.
Datacenter zählt zu den Gebieten, auf denen sich Juniper-Partner spezialisieren können. (Bild: Alejandro Peralta / Juniper Networks)

Der Netzwerkausrüster Juniper tritt zum kommenden Jahr mit einem neuen Channel-Programm an. Neben der Einführung zusätzlicher Spezialisierungen verspricht der Hersteller seinen Partnern niedrigere Anforderungen und verbesserte Vergütungssysteme.

Die Cloud wird das Channel-Programm von Juniper Networks künftig stärker prägen als bisher. Der Hersteller hat jetzt einen Entwurf vorgestellt, der vom Beginn des kommenden Jahres an für seine Partner gelten wird. Unter anderem sieht das neue „Juniper Partner Advantage“-Programm zwei zusätzliche Cloud-Spezialisierungen vor. Außerdem hat der Netzwerk- und Security-Spezialist nach eigenen Angaben die Anforderungen des aktuellen Programms vereinfacht und die Vergütungssysteme mit Blick auf die Profitabilität der Partner angepasst.

Generell treibt Juniper mit dem neue Programm die Spezialisierung der Partner voran. Dadurch sollen sie in die Lage versetzt werden, zusätzliche Marktchancen in Themenfeldern wie Cloud, Security, Datacenter und Software-Entwicklung zu erschließen. Das Angebot an Spezialisierungsoptionen soll es Partnern ermöglichen, die für ihr spezifisches Geschäftsmodell benötigten Kompetenzen gezielt zu erweitern. „Wir wollen sicherstellen, dass unsere Partner sich befähigt fühlen, ihre Kunden zu bedienen, und sich auf die bevorstehenden Veränderungen in der Branche vorbereiten können“, erläutert Helda Lopes, Vice President Global Partner Programs & Marketing bei Juniper.

Die Cloud zuerst

Die beiden neuen Cloud-Spezialisierungen ergänzen die bestehende Qualifikation, mit der Juniper bislang Cloud Service Provider unterstützt.

  • Die Cloud-Integrator-Spezialisierung soll klassischen Channel-Partnern dabei helfen, dedizierte Einheiten („Practices“) für das Cloud-Geschäft aufzubauen. Außerdem soll sie die Qualifikation dazu befähigen, sichere Private-Cloud-Infrastrukturen zu implementieren.
  • Die Cloud-First-Spezialisierung richtet sich an Partner, die ihr Geschäft von Anfang an auf das As-a-Service-Modell ausgerichtet haben („Born in the Cloud“) und die Lösungen in der Public Cloud bereitstellen. Ihnen soll die neue Qualifikation die Möglichkeit bieten, ihre Kompetenz hinsichtlich sicherer Cloud-Infrastrukturen zu erweitern.

Konsequenterweise richtet Juniper die Vergütung des Channels künftig stärker an den Spezialisierungen aus. Beispielsweise wird der Hersteller seinen spezialisierten Partnern vermehrt Rabatte gewähren und sie durch maßgeschneiderte Marketingprogramme unterstützen.

Gezielter Partner-Support

Bei der deutschen Vertriebsorganisation von Juniper verspricht man sich insbesondere von den Spezialisierungen einen Nutzen. „Damit sind wir in der Lage, unsere Partner, die sich in Richtung Cloud und Security weiterentwickeln, noch besser und gezielter als zuvor zu unterstützen“, betont Bert Zeleken, Director Enterprise & Partner Sales DACH bei Juniper. So zählen etwa spezifische Trainings und Marketingmaterialien zu den unterstützenden Leistungen. Die Neuerungen des Programms sind nach Überzeugung des Managers wichtig, damit der Anbieter wettbewerbsfähig bleibt und neue Partnerkreise erschließt.

Bert Zeleken, Director Enterprise & Partner Sales bei Juniper, hält Spezialisierungen im Channel für essenziell.
Bert Zeleken, Director Enterprise & Partner Sales bei Juniper, hält Spezialisierungen im Channel für essenziell. (Bild: Juniper)

Außerdem seien Partner künftig besser in der Lage, ihre Stärken auszuspielen, führt Zeleken weiter aus. „Unser neues Programm adressiert nun auch die Spezialisten in unserer Partnerlandschaft und bietet ihnen attraktive Rahmenbedingungen für einen gemeinsamen Marktauftritt.“ Davon erwartet der Manager für den Hersteller und seinen Channel einen Zugewinn an Vertrauen bei den gemeinsamen Endkunden.

Änderungen in der Distribution

Derzeit ordnet Juniper auch die Distributionsbeziehungen in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) neu. Im September gab der Hersteller ein paneuropäisches Abkommen mit der Nuvias Group bekannt, die aus den VADs Wick Hill und Zycko hervorgegangen ist. Dafür beendet der Netzwerkspezialist in einzelnen Ländern die Partnerschaft mit mindestens einem anderen Distributor.

In Deutschland sind Arrow ECS und die Exclusive-Networks-Sparte BigTec von den Änderungen betroffen, wie Zeleken mitteilt. Das Unternehmen wird damit seine Netzwerk- und Security-Produkte hierzulande vom kommenden Jahr an über die VADs Nuvias, Tech Data Advanced Solutions und Westcon-Comstor an den IT-Channel vertreiben.

Kommentare werden geladen....

Sie wollen diesen Beitrag kommentieren? Schreiben Sie uns hier

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44962078 / Hersteller)