Globale Partnerkonferenz ist gut besucht, SDN zentrales Element Juniper stellt SDN-Strategie und neue Partnerprogramme vor

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Sylvia Lösel / Sylvia Lösel

Software Defined Networking soll die Netzwerke fit für zukünftige Anforderungen machen. Auf seiner weltweiten Partnerkonferenz hat sich nun auch Juniper erstmals zu seiner Strategie geäußert. Doch nicht nur neue Produkte, auch neue Partnerprogramme sowie ein innovatives Lizenzmodell wurden präsentiert.

Firmen zum Thema

Kevin Johnson, CEO von Juniper, hielt auf der Partnerkonferenz die Eröffnungsrede.
Kevin Johnson, CEO von Juniper, hielt auf der Partnerkonferenz die Eröffnungsrede.
(Bild: Juniper Networks)

Das Interesse war riesig. Rund 3.000 Teilnehmer – 1.000 vor Ort und 2.000 virtuell dabei – konnte Juniper zu seiner zweiten globalen Partnerkonferenz in Las Vegas begrüßen. Kein Wunder – wartete man doch schon gespannt darauf, wie sich Juniper zum Thema Software Defined Networking (SDN) positionieren würde. SDN ist im Moment in aller Munde. Viele der großen Networking-Firmen, darunter HP, Brocade, IBM und VMware, haben hier bereits entsprechende Produkte und Services angekündigt. Um Juniper war es in den vergangenen Monaten relativ still. Bob Muglia, Executive Vice President der Software Solutions Division bei Juniper, erläuterte dann auch in seiner Eröffnungsrede: „Nach außen hin wirkte es relativ still bei Juniper, aber wir waren sehr, sehr fleißig.“

Hinter den Kulissen

Den Beweis dafür brachte das Unternehmen dann in den folgenden Stunden auf der Hauptbühne der Partnerkonferenz. Es wurde eine umfassende Roadmap für kommende SDN-Produkte vorgestellt, genauso wie strategische Ergänzungen rund um das im vergangenen Jahr eingeführte Partner-Advantage-Programm und ein neues Lizenzmodell für SDN.

Die SDN-Vision von Juniper

Junipers SDN-Vision gründet auf sechs Prinzipien, die berücksichtigt werden müssen, um die Netzwerke von heute auf die nächste Entwicklungsstufe zu heben.

Saubere Aufteilung der Netzwerk-Software in vier Ebenen: Management, Services, Steuerung und Übermittlung.

  • Zentralisierung bestimmter angemessener Teile der Management-, Service-, und Steuerungs-Software mit dem Ziel, das Netzwerk-Design zu vereinfachen und die Betriebskosten zu senken.
  • Die Cloud nutzen, um flexible Skalierungs-. und Bereitstellungs-Modelle aufsetzen zu können.
  • Entwicklung einer Plattform für Netzwerk-Applikationen und Services um neue Geschäfts-Lösungen zu ermöglichen.
  • Standardisierung von Protokollen, um Interoperabilität in heterogenen Umgebungen zu gewährleisten.
  • SDN umfassend einsetzen – Sicherheit im Datenzentrum ist davon genauso betroffen wie mobile Netzwerke bei Service Providern.

Mit Hilfe von Junipers Produkt-Portfolio können Partner bereits heute mit der Migration von Netzwerken auf SDN beginnen. Als einen ersten Schritt sieht Muglia hier die Zentralisierung des Netzwerk-Managements. Dank der Lösung Junos Space, die bereits auf dem Markt ist, können Partner die Netzwerke ihrer Kunden hier schon zukunftssicher weiterentwickeln.

Die Roadmap für SDN

In einem zweiten Schritt können dann Netzwerk- und Sicherheits-Services aus der Hardware extrahiert und über virtuelle Maschinen abgewickelt werden. Dafür stellt Juniper dann sein neues JunosV App Engine zur Verfügung, das noch im ersten Quartal 2013 zu haben sein soll. Diesen Schritt unterstützt Juniper dann noch mit einem neuen Lizenz-Modell, das der Hersteller bei Software-Unternehmen „abgeschaut“ hat. Der Kunde kauft dabei zum Beispiel zehn Gigabit Datendurchsatz. Wie er diesen dann nutzt, über welche Netzwerk- oder X86-Komponenten, spielt dann keine Rolle mehr. Eine Skalierung der Lizenzen abhängig vom tatsächlichen Bedarf der Kunden ist ebenfalls vorgesehen. Juniper wird spezielle Lizenz-Bundles zur Verfügung stellen, mit denen die Partner dann zum Kunden gehen können.

Noch Zukunftsmusik ist der dritte Schritt. Dann nämlich soll es möglich werden, Services virtuell über Software in das Netzwerk einzuspeisen. Diese von Juniper SDN Service Chaining genannte Vorgehensweise, macht Netzwerke dann extrem flexibel. SDN Service Chaining soll 2014 möglich werden, wenn diese Komponente in das JunosV App Engine einfließt. Mit dem Kauf von Contrail Systems Ende vergangenen Jahres hat sich Juniper das entsprechende Know-how zugekauft.

Lesen Sie auf der nächsten Seite alles zu den neuen Partnerprogrammen von Juniper.

(ID:37553250)