IBM-Studie „Future of Identity“

Junge Leute akzeptieren biometrische Verfahren statt Passwort

| Autor / Redakteur: dpa / Margrit Lingner

Vor allem junge Menschen akzeptieren einer Studie von IBM zufolge biometrische Verfahren.
Vor allem junge Menschen akzeptieren einer Studie von IBM zufolge biometrische Verfahren. (Bild: gemeinfrei/Pixabay / CC0)

Stress mit vergessenen Passwörtern könnte mit der wachsenden Nutzung biometrischer Verfahren schon bald passé sein. Vor allem junge Menschen, sogenannte Millenials, sind einer Studie von IBM zufolge bereit, biometrische Verfahren einzusetzen.

Die IBM-Studie „Future of Identity“ hat ergeben, dass vor die sogenannten Millenials bereits überwiegend mit biometrischen Verfahren vertraut (75 Prozent) sind und deutlich nachlässiger mit Passwörtern umgehen. Sie verwendeten oftmals dieselben für verschiedene Anwendungen, teilte das IT-Unternehmen am Montag mit. Da diese Generation bald zur Mehrheit unter den Mitarbeitern in Unternehmen werden, könnten sie dazu beitragen, dass Passwörter bald der Vergangenheit angehören.

Jedoch auch unter den Befragten aller Altersklassen gaben 67 Prozent an, mit biometrischen Verfahren wie etwa der Erkennung von Fingerabdruck, Sprache oder Gesicht vertraut zu sein. In der Gruppe der über 55-Jährigen waren es 58 Prozent. 87 Prozent könnten sich vorstellen, solche Zugangsarten in Zukunft zu nutzen. Zugleich legten die meisten Nutzer höchsten Wert auf Sicherheit beim Zugang von Anwendungen, erst recht beim Online-Banking.

Traditionelle Log-in-Methoden setzten stark auf Passwörter und persönliche Daten zur Authentifizierung. Angesichts unzähliger Datenverstöße bestehe aber kein Zweifel daran, dass gerade diese Daten bereits „ein gemeinsames Geheimnis in den Händen von Hackern“ seien, sagte Limor Kessem, Sicherheitsberater bei IBM. „Da die Verbraucher die Unzulänglichkeit von Passwörtern anerkennen und der Sicherheit erhöhte Priorität einräumen, ist es an der Zeit, fortschrittlichere Methoden einzusetzen.“ Diese könnten die Identität auf mehreren Ebenen belegen und auf Verhalten und Risiko angepasst werden.

Für die Studie „Future of Identity“ wurden knapp 4000 Erwachsene in den USA, aus dem Asien-Pazifischen Raum sowie in Europa befragt.

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