Partnerveranstaltung in München

Joint Venture Fujitsu & Lenovo

| Autor: Wilfried Platten

Neben dem strategischen Fahrplan und dem Lösungsangebot war die Kooperation mit Lenovo Gesprächsthema.
Neben dem strategischen Fahrplan und dem Lösungsangebot war die Kooperation mit Lenovo Gesprächsthema. (Bild: Fujitsu)

Das Fujitsu Forum 2017 hatte ein überraschendes Highlight: das Joint Venture mit Lenovo. Doch an den beiden Veranstaltungstagen wurde auch reichlich über andere Themen diskutiert.

Es ist ganz sicher eine der größten, wenn nicht sogar DIE größte Kunden- und Partnerveranstaltung eines IT-Herstellers in Deutschland: das Fujitsu Forum. Im ICC am alten Münchner Flughafen drängten sich an den beiden Tagen rund 12.000 Gäste, um sich über das aktuelle Lösungsangebot und die strategischen Zukunftsplanungen zu informieren.

Zusammenarbeit

Beides wurde überstrahlt von der Meldung über die Kooperation mit Lenovo. Die Chinesen übernehmen danach 51 Prozent des PC-Geschäfts von Fujitsu für 157 Millionen Dollar. Das Joint Venture wird weiterhin den Namen Fujitsu Client Computing Limited tragen. Der japanische Hersteller hatte die Client-Sparte bereits im Februar 2016 in eine eigene Firma ausgelagert. Fujitsu selbst ist mit 44 Prozent, die Development Bank of Japan (DBJ) mit fünf Prozent beteiligt. Im zweiten Quartal 2018 soll die Kooperation abgeschlossen sein. Im Fokus der Zusammenarbeit werden die „Forschung und Entwicklung, das Design, die Herstellung und der Vertrieb von Client-Geräten für den weltweiten PC-Markt liegen“, so das Unternehmen.

Die Kooperation betrifft ausschließlich die Client-Geräte von Fujitsu wie Notebooks, Desktop-PCs, Thin Clients und Peripheriegeräte, wie Displays, Mäuse und Tastaturen. Daher soll sich für die Fujitsu-Partner in Deutschland nichts ändern. Laut Hersteller bleiben das Angebot an Client-Rechnern der Marke Fujitsu, die damit verbundenen Dienstleistungen und auch die Ansprechpartner erhalten. Dazu gehört auch die Weiterentwicklung des Select-Partnerprogramms.

Vier Säulen

Und damit zurück zum aktuellen Angebots-Portfolio. Es fußt auf einer Vier-Säulen-Strategie mit Enterprise Cloud, Internet of Things (IoT), Künstlicher Intelligenz und IT-Sicherheit.

Für Säule eins hat Fujitsu seinen globalen Cloud-Service K5 für Hybrid-Cloud-Szenarien. Fujitsu verzichtet auf Verträge mit Herstellerbindung, um Kunden die nötige Flexibilität zu bieten. Dazu gehört auch, dass Fujitsu für bereits vorhandene Cloud-Infrastrukturen das Management übernehmen kann. So ist beispielsweise Microsoft Azure in K5 integrierbar. Der Betrieb im deutschen Rechenzentrum sowie die Ergänzung der K5-Cloud-Services durch die eigene Hardware schafft darüber hinaus in Deutschland einen Wettbewerbsvorteil. Neu im Angebot sind private Speicherkapazitäten für Public und Virtual Private Cloud. Damit können Unternehmen behördliche Auflagen, etwa die GDPR, einhalten.

Rolle der KI

Für das Internet der Dinge bietet Fujitsu mit der neuen Marke „Intelliedge“ Intelligenz am Netzwerkrand („Edge“) in der Nähe der Sensoren. Mithilfe Künstlicher Intelligenz sammelt und analysiert die Lösung Sensordaten, lernt aus ihnen und verknüpft unterschiedliche digitale Herstellungsinformationen, vom Design über die Produktion bis hin zur Wartung. Hand in Hand mit dem Internet of Things geht Artificial Intelligence (AI). Die Künstliche Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten, Daten zu verwenden, die in Unternehmen produziert werden.

Die vierte Säule der Fujitsu-Strategie ist effektive IT-Sicherheit, von der die Fähigkeit von Unternehmen, in einer digitalen Welt zu agieren, grundlegend abhängig ist. Diese ist maßgebend, um digitale Services sicherzustellen und die Marke, den Umsatz sowie das Vertrauen der Kunden zu wahren. Um seinen Kunden hier bestmöglich zu helfen, hat Fujitsu die Organisation „Global Cyber Security“ gegründet und bietet Dienste wie „Cyber Threat Intelligence and Cyber Threat Analytics“ an. Diese prognostizieren Cyber-Attacken mit Hilfe von Artificial Intelligence und Automation, so dass sich Unternehmen besser vor der kontinuierlichen Bedrohung eines Angriffs schützen können.

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