Verkauf des HP Touchpad startet in drei Wochen Jetzt greift auch HP im Tablet-Markt an

Redakteur: Harry Jacob

Mit einem Tablet, das auf dem HP-eigenen Betriebssystem WebOS basiert, greift nun Hewlett-Packard in den Kampf um Marktanteile im „iPad-Segment“ ein. Heute gab der Konzern erstmals konkrete Preise bekannt.

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Das HP Touchpad kommt Anfang Juli zu Preisen ab 480 Euro auf den Markt.
Das HP Touchpad kommt Anfang Juli zu Preisen ab 480 Euro auf den Markt.
( Archiv: Vogel Business Media )

In der ersten Juli-Woche kommt das HP Touchpad auf den Markt. Vorbestellungen der Kunden sind ab dem 19. Juni möglich. Das gab der IT-Konzern heute bekannt. Zunächst wird nur das WLAN-Modell verfügbar sein. In der 16-Gigabyte-Variante kostet es 479 Euro, mit 32 Gigabyte Speicher kostet es 579 Euro (jeweils UVP). Später wird es auch Modelle mit UMTS-Unterstützung geben. Verfügbar ist es im HP Store und „bei ausgewählten Resellern“, wie das Unternehmen mitteilte.

Das Betriebssystem WebOS hatte ursprünglich Palm entwickelt, mit der Übernahme von Palm vor gut einem Jahr kam WebOS unter das HP-Dach. Und auch die alternative Lade-Technologie Touchstone ist eine Palm-Entwicklung: einfach das mobile Gadget auf die Ladezone legen und der Akku wird aufgeladen – das Rumfriemeln an winzigen Steckbuchsen entfällt. Das entsprechende Dock ist allerdings ein kostenpflichtiges Zubehör – Standard ist immer noch die Betankung via Mikro-USB-Connector.

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Die Hardware

Die Gehäusefarbe des HP Touchpad ist schwarz, die Abmessungen betragen 24,0 x 19,0 x 1,37 Zentimeter. Als Prozessor kommt die Snapdragon-Dual-CPU APQ8060 von Qualcomm mit einem Takt von 1,2 GHz zum Einsatz. Das Multitouch-Display misst in der Diagonale 9,7 Zoll (24,6 Zentimeter) und bietet eine Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln mit 262.144 Farben (18 Farbbits). Der Akku bietet eine Leistung von 6.300 mAh. Das Gewicht liegt bei rund 700 Gramm.

Zu den „inneren Werten“ gehören unter anderem eine 1,3-Megapixel-Frontkamera, Stereo-Lautsprecher, Gyroskop, Kompass, Beschleunigungs- und Lichtsensor. Der Arbeitsspeicher umfasst ein Gigabyte RAM. Ein GPS-Modul bleibt den kommenden UMTS-Modellen vorbehalten. Die WLAN-Unterstützung erstreckt sich auf die Standards a, b, g und n. Außerdem wird Bluetooth unterstützt.

Die Software

Mit der Such-Funktion „Just Type“ kann der Anwender laut HP alle gewünschten Informationen auf dem Gerät und im Internet mit einem Finger durchsuchen. Ein weiteres Kennzeichen von WebOS ist die „Touch-to-Share“-Funktion: berührt man ein anderes WebOS-Gerät, zum Beispiel die HP-Smartphones Pre und Veer mit dem Touchpad, werden beispielsweise URLs oder Kontakte geteilt.

HP betont zudem, dass WebOS – auf dem Touchpad in der aktuellen Version 3.0 – die wichtigsten Web-Standards unterstützt, darunter sowohl HTML5 als auch Adobe Flash – der Player ist in Version 10.3 beta vorinstalliert. Außerdem ist das HP Touchpad multitasking-fähig – sprich: es können mehrere Apps gleichzeitig geöffnet bleiben und je nach Bedarf in den Vordergrund geholt werden.

Anwendungen soll das Touchpad aus dem App Catalog beziehen. Da aber WebOS derzeit eine „HP-Only“-Plattform ist, dürfte sich das Angebot im Moment kaum mit dem für Apples iOS-Geräte und dem Android-Angebot messen lassen. Man darf gespannt sein, wie sich die Entwickler-Community für WebOS entwickelt, wenn neben den Smartphones nun auch Tablets für dieses Betriebssystem verfügbar sind. Entscheidend ist neben dem größer werdenen Absatzmarkt aber immer auch die Qualität der Entwicklungswerkzeuge.

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