Suchen

Tieto-Deutschland-Chefin im Interview ITK dient als Business-Enabler

Autor / Redakteur: Das Interview führte Katrin Hofmann / Katrin Hofmann

Im Interview mit IT-BUSINESS erläutert Sabine Fischer, Vorsitzende der Geschäftsführung beim ITK-Dienstleister Tieto Deutschland, welche Trends hierzulande die Nachfrage prägen, welche Branchen besonders investieren und welche Projekte für diese derzeit im Fokus stehen.

Firmen zum Thema

Sabine Fischer, Vorsitzende der Geschäftsführung der Tieto Deutschland GmbH
Sabine Fischer, Vorsitzende der Geschäftsführung der Tieto Deutschland GmbH

ITB: Welche Projekttrends existieren?

Fischer: Unsere Kunden rücken den Business-Mehrwert der Technologien in den Fokus. Dass die ITK mittlerweile die gewünschten Anforderungen leisten kann, ist ihnen bewusst. Jetzt rückt die strategische Herangehensweise an Projekte in den Mittelpunkt. Wir beobachten, dass dabei beispielsweise Nachhaltigkeit eine große Rolle spielt. Verbunden mit der Consumerization der IT und dem veränderten Kommunikationsverhalten der Digital Natives, die überall Zugang zu ihren sozialen Kontakten und Wissen haben wollen, sind Vernetzung, Mobilität und Cloud Computing momentan die Trends, die unsere Kunden bewegen – nie als Selbstzweck, sondern stets eingebunden in die Geschäftsstrategie. Daneben sind die Themen Prozessoptimierung, Energieeffizienz, Smart Products und Embedded Systems – verbunden mit dem Wunsch einer kurzen Time to Market – sowie die Nutzung mobiler Dienste im Auto für unsere Kunden derzeit wichtig.

ITB: Wie erleben Sie die Geschäftslage?

Fischer: Die Geschäfte entwickeln sich positiv – jedoch verbunden mit einer sich wandelnden Art und Weise der Umsetzung. Während früher der Großteil der Projekte und Produkte in Deutschland umgesetzt wurde, arbeiten wir heute mit Offshore- und Nearshore-Abteilungen zusammen. Dafür hat Tieto über Jahre die Ressourcen, Strukturen und Prozesse aufgebaut. Einerseits hilft uns dies, das Know-how vor dem Hintergrund des spürbaren Fachkräftemangels sicherzustellen. Gleichzeitig ist der Kostenfaktor nicht zu vernachlässigen. Grundsätzlich werden Services mit hohem Mehrwert tendenziell vor Ort erbracht, während sich mit steigender Standardisierung Offshoring anbietet.

ITB: Welche Trends gibt es in den Branchen?

Fischer: Sehr starke Nachfrage erleben wir aus der Maschinenbau-Branche und der Fertigungsindustrie. Hier werden besonders Lösungen zur Prozessoptimierung und für Embedded Systems, die Intelligenz in Maschinen bringen und dabei helfen, die Time to Market zu optimieren, nachgefragt. Firmen mit intensivem Endkunden-Kontakt, wie Energieanbieter, Banken und Mobilfunk-Unternehmen, wünschen sich Lösungen für den Multi-Channel-Kundenservice oder ihre Social-Media-Aktivitäten. Mobilität ist in allen Firmen ein wichtiges Thema. Bei Mittelständlern nimmt außerdem die Nachfrage nach Green-IT zu. Wir haben vor kurzem beispielsweise die IT eines Anbieters erneuerbarer Energien teilweise in die Cloud verlagert, der im Gegenzug den Strom für das Cloud-Rechenzentrum liefert. Diese Kombination – Cloud und ‚grüne Energie‘ – ist aus unserer Sicht ein vielversprechendes Wachstumsfeld.

Welche Projekte bei Social Media derzeit auf der Agenda stehen und welche IT-Trends Frau Fischer als besonders zukunftsträchtig einstuft, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

(ID:30176880)