IT-Mittelstandsindex IT- und TK-Markt stabilisiert sich langsam auf niedrigem Niveau

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Laut einer Umfrage von Fujitsu und Techconsult, dem monatlichen IT-Mittelstandsindex, stabilisiert sich die Lage im IT- und im TK-Markt. Nur langsam bessern sich die Aussichten auf mehr Umsatz, allerdings ist ein positiver Trend nicht zu leugnen.

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Im Juni sind die getätigten IT-Investitionen im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen, die geplanten Investments sind aber gestiegen.
Im Juni sind die getätigten IT-Investitionen im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen, die geplanten Investments sind aber gestiegen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Ähnlich wie der aktuelle Ifo-Geschäftsklimaindex sowie der GfK-Konsumklimaindex deutet auch der IT-Mittelstandsindex auf einen sich erholenden Markt. Für den Index befragt Techconsult regelmäßig Unternehmen aus Industrie, Handel und dem Versorgungs-, Finanz- und Dienstleistungssektor sowie Non-Profit-Organisationen über ihre IT- und TK-Investitionen und ihre wirtschaftlichen Entwicklung. Daraus leiten die Marktforscher eine Indexskala von 80 bis 140 Punkten ab.

Im Juni ging die negative Entwicklung der beiden Vormonate zurück. Der Index der tatsächlich realisierten Umsätze stieg gegenüber dem Vormonat um zwei auf 98 Punkte. Doch Wachstumszahlen können trügen. Der Grund, warum viele Systemhäuser noch nicht in Jubel ausbrechen können, ist, dass die Erholung relativ langsam von Statten geht. So konnte der Einbruch vom Frühjahr zwar weitgehend abgebremst werden, dennoch bewegt sich diese Entwicklung verglichen mit dem Vorjahr auf niedrigem Niveau: Gegenüber Juni 2008 beträgt der Lageindex heute 25 Punkte weniger. Nicht ganz so dramatisch ist der Unterschied hinsichtlich der ökonomischen Aussichten. Der Rückgang um 14 Punkte zeigt, dass die Unternehmen immer noch deutlich pessimistischer in die Zukunft blicken als noch vor einem Jahr.

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Optimistische Finanziers und Dienstleister

Insbesondere der Dienstleistungssektor und die Finanzbranche verzeichneten im Juni eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Die Mehrheit der Wirtschaftszweige – darunter Handel, Industrie und Versorgungsunternehmen – verbuchte jedoch rückläufige Einnahmen. Ein ähnliches Bild zeigt der Ausblick auf die kommenden drei Monate. So überwiegen die Optimisten im Finanzwesen und dem Dienstleistungssektor, während die übrigen Branchen – hier insbesondere der Handel und die Versorgungsunternehmen – eher pessimistisch in die Zukunft blicken.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zu saisonalen Effekten und der Entwicklung im Hardware- sowie Software-Markt.

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