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IT-Security im Umbruch

| Autor: Lisa Jasmin Nieberle

Das IT-BUSINESS Panel dokumentiert einen Transformationsprozess: Weg vom klassischen Projektgeschäft, hin zu Managed Security Services.
Das IT-BUSINESS Panel dokumentiert einen Transformationsprozess: Weg vom klassischen Projektgeschäft, hin zu Managed Security Services. (Bild: © apinan - stock.adobe.com)

Managed Services, wie sie momentan Einzug in viele Bereiche der IT halten, setzen sich auch in der Security-Branche durch. Das IT-Business Panel zeigt, dass neue Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) wichtig werden, um gegen Cyber-Attacken gewappnet zu sein.

Angriffe auf Unternehmensnetze werden immer komplexer, die Gefahr, Opfer von Cyber-Attacken zu werden, steigt. Security-Lösungen sind wichtiger denn je. Insgesamt 96 Prozent (20 % und 76 %) der befragten Partner halten Security-Lösungen für eher wichtig bis sehr wichtig für ihr Business. Es überrascht nicht, dass die Thematik für keinen der befragten Partner unwichtig ist. Das Panel dokumentiert einen Transformationsprozess: Weg vom klassischen Projektgeschäft, hin zu Managed Security Services (MSS). Das ist auch höchste Zeit in Anbetracht der Tatsache, dass viele Unternehmen aktuellen ausgeklügelten Bedrohungen unzureichend vorbereitet gegenüberstehen. Managed Security Services, von denen Partner, Hersteller und Endkunden gleichermaßen profitieren, sind laut Panel in Zukunft eine der wichtigsten Bereitstellungsformen. Dieser vielversprechende Trend spiegelt sich jetzt schon im Umsatz wider: Befragte Distributoren und Hersteller geben zu 50 Prozent einen mittleren Umsatz-Anteil am Gesamtumsatz mit IT-Security an, für zehn Prozent ist er eher hoch. Zwar stimmen auch 40 Prozent für eher gering; dafür, dass MSS aber ein relativ neues Feld darstellen, sind diese Zahlen durchaus bemerkenswert.

Die Gefahr, dass Angreifer Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) oder Maschinelles Lernen (ML) für ihre Zwecke nutzen, bevor Security-Hersteller entsprechende Gegenmittel gefunden haben, ist durchaus real. Überlegenheit wäre wichtig, steht diesmal doch mehr auf dem Spiel als je zuvor. So auch für unsere Partner: Insgesamt 67 Prozent halten die bereits erwähnten neuen Technologien für wichtig (31 % „sehr wichtig“, 36 % „eher wichtig“), 15 Prozent stimmen für „mittel“ und nur 18 Prozent (10 % und 8 %) halten sie für eher unwichtig bis unwichtig. Eine IT-Sicherheitslösung muss daher heute alle Funktionen für einen umfassenden Schutz in einem enthalten, finden unsere Teilnehmer. Bernd Fuhlert, Geschäftsführer bei @-yet GmbH ist der Meinung, dass „Produkte und Tools ihre ganze Kraft nur entfalten, wenn sie in ein Gesamtkonzept eingebettet werden.“ Erst dann, wenn neue Technologien wie KI oder ML eingesetzt werden und alle Systeme intelligent miteinander verknüpft sind, kann Cyberkriminellen die Stirn geboten werden. „Wir müssen weg von Insellösungen für verschiedene Bereiche“, schreibt ein Befragter.

Trotz allem technologischen Fortschritt wünschen sich viele Teilnehmer mehr Informationen über die Lösungsansätze. „Häufig fehlt die Transparenz der Leistung. Der Weg ist aber der richtige“, fasst ein Teilnehmer zusammen.

Alte und neue Herausforderungen

Die Aufregung über die neue DSGVO ist auch vier Monate nach dem Start für 63 Prozent unserer befragten Partner noch nicht vorüber. Interpretation und Auslegung brauchen Zeit, konkrete Effekte sind noch unbekannt – auch in der IT-Security. Zu Platz eins der aktuellen Herausforderungen gesellt sich aber auch ein alter Bekannter: Die „Schwachstelle Mensch" und mangelndes Security-Bewusstsein. Zur erfolgreichen Umsetzung eines jeden Security-Konzepts sind interne Schulungen unabdingbar. Auch Thematiken wie Notfallplanung (46 %), Security-Management (44 %) und Vernetzung / IoT (34 %) beschäftigen die Teilnehmer. Malware und Hackerangriffe sind mit 29 Prozent nicht als aktuelle Herausforderung sondern eher als „Dauerbrenner“ zu verstehen.

Breites Umsatz-Spektrum

Auf Seiten der Partner gibt es drei klare Umsatz-Gewinner: Endpoint / Mobile Security (58 %) gefolgt von traditionellen Geschäftsfeldern wie Firewalls (53 %) und E-Mail-Security (50 %). Aber auch der relativ junge Bereich Managed Security Services (43 %) trägt einen nicht unwesentlichen Teil bei, ebenso wie Identity & Access Management (35 %). Bei Distributoren / Herstellern ist das Spektrum breiter gefächert: Führend ist mit 50 Prozent Network Security, gleichauf sind dann aber Endpoint / Mobile Security, Cloud Security und Firewalls (jeweils 40 %), gefolgt von E-Mail-Security, Identity & Access Management und Managed Security Services mit jeweils 30 Prozent.

Managed Security Services und Cloud Security auf Platz eins

Dort, wo die Panel-Teilnehmer aktuell noch die besten Geschäfte machen, wird die Reise in Zukunft wohl eher nicht hingehen. Führend bei der Frage nach den wichtigsten Services in Zukunft ist für beide Teilnehmer-Gruppen eine Doppelspitze bestehend aus Cloud Security und Managed Security Services (jeweils 51 % und 60 %). Ansonsten erwarten Partner mit beispielsweise 44 Prozent in Network Security das größte Wachstum eher in bestehenden Geschäftsfeldern.

Weitere Ergebnisse und Grafiken zum Thema IT-Security finden Sie in unserer Bildergalerie:

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