Gedämpfte Stimmung bei Quartalszahlen und Prognosen IT-Dienstleister kämpfen mit schwierigem Marktumfeld

Von Sylvia Lösel 1 min Lesedauer

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Die wirtschaftliche Lage schlägt nun auch bei den IT-Dienstleistern durch. Wenn Kunden nur zögernd investieren, fällt die Schubkraft bei der Digitalisierung nur verhalten aus. Das zeigen die Zahlen von Adesso, Bechtle, Cancom, GFT und Nagarro.

IT-Dienstleister bekommen die Zurückhaltung von Kunden zu spüren. Das schlägt sich in den Bilanzen nieder.(Bild:  Ali - stock.adobe.com / KI-generiert)
IT-Dienstleister bekommen die Zurückhaltung von Kunden zu spüren. Das schlägt sich in den Bilanzen nieder.
(Bild: Ali - stock.adobe.com / KI-generiert)

Die jüngste Geschäftsentwicklung von Adesso hat den Anlegern am Donnerstag Hoffnung gemacht. Sie honorierten die Quartalszahlen des IT-Dienstleisters mit hohem Kurszuwachs. Adesso profitierte im dritten Quartal von der Nachfrage nach Dienstleistungen rund um die Digitalisierung. Das Unternehmen habe die Margen stark gesteigert dank einer höheren Kapazitätsauslastung, schrieb Analyst Henrik Paganetty vom Investmenthaus Jefferies. Sorgen um das IT-Geschäftsumfeld in Deutschland hatten zuvor die Aktien im Jahresverlauf immer wieder belastet. Das Kursminus 2024 summiert sich immer noch auf rund 25 Prozent.

Damit sind die Anteile ähnlich schwach gelaufen wie jene der Wettbewerber Bechtle mit einem Minus von fast 28 Prozent oder Cancom mit minus 24 Prozent seit Jahresanfang. GFT Technologie als weiterer IT-Dienstleister stehen mit einem Verlust von 37 Prozent für 2024 noch schlechter da.

Der IT-Dienstleister Nagarro ist dagegen im dritten Quartal trotz einer gedämpften Nachfrage weiter gewachsen. Der Umsatz stieg um 3,7 Prozent auf 242,9 Millionen Euro, wie das im SDax notierte Unternehmen am Donnerstag in München mitteilte. Organisch habe das Plus 5 Prozent betragen. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) zog um gut acht Prozent auf 34,6 Millionen Euro an. Unter dem Strich legte der Gewinn mit 12,8 Millionen Euro leicht zu. Der Nagarro-Vorstand hatte bereits im Oktober seine Prognose für das laufende Jahr angepasst. Demnach soll der Umsatz 2024 statt rund einer Milliarde Euro lediglich 960 Millionen Euro erreichen. Gleichzeitig erwarten die Münchener, etwas profitabler arbeiten zu können.

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