Hören, was die ITK-Branche bewegt – Folge 41 IT-BUSINESS Podcast: Wer braucht noch Programmierer?

Autor: Dr. Stefan Riedl

Kästen, Pfeile, Rauten können Arbeitsprozesse darstellen – dank „Business Process Model and Notation“ (BPMN) weltweit einheitlich und sie lassen sich in Programmcode überführen (Model to Execute). Brauchen wir noch Programmierer?

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Der IT-BUSINESS Podcast informiert schnell und unterhaltsam über die spannendsten Themen der Schlüsselbranche der Digitalisierung.
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(Bild: Vogel IT-Medien)

Eines vorweg geschickt: Die Antwort auf die Frage „Wer braucht noch Programmierer?“ stellt eine Überspitzung dar und der Fachkräftemangel in diesem Bereich wird so schnell nicht enden.

Anfang der Jahrtausendwende beschäftigte die BPM-Branche die Frage, wie man vom Prozessflussdiagramm zu einem ausführbaren Workflow gelangt – ‚Model to Execute‘ lautete das Schlagwort in diesem Zusammenhang.“ Hier ist die Rede von einem ersten Vorläufer des Low-Code-Ansatzes.

Vom Prozessflussdiagramm zu „Model to Execute“

Der Wirtschaftsinformatiker Prof. August-Wilhelm Scheer hat dazu in Deutschland viel Aufbauarbeit geleistet, und zwar – so führt Pohla aus, „als es darum ging, wie man Fachbereiche besser einbinden kann, beziehungsweise wie Prozessflussdiagramme deren Arbeitsabläufe und Tätigkeiten besser abbilden können.“ Das ARIS-Prozessmodell von Scheer hat sich hierzulande als ereignisgesteuerte Prozesskette etabliert. Vor über 10 Jahren hat sich dann als weltweiter Standard die Business Process Model and Notation (BPMN) etabliert.

Die verwendeten Kästen, Pfeile, Rauten et cetera wurden dadurch weltweit normiert. BPMN bildete die Grundlage für den Ansatz ‚Model to Execute‘, indem die Prozessflussdiagramme als grafische Ebene für Programmierung verwendet wurden. Wenn man so will, ist das wie die Wiege des Low Codes.

Technologie mit Folgen

Die Herangehensweise aus Prozessflussdiagrammen, Softwarecode zu generieren, hat jedoch natürliche Grenzen. Gewisse Anwendungen – wie ein Computerspiel – lassen sich damit nicht darstellen. Bei anderen – beispielsweise einem Dokumentenablagesystem – lässt sich damit viel erreichen. In diesem IT-BUSINESS Podcast wird zusammen mit Dirk Pohla, dem DACH-Chef von Appian, über den Einfluss des BPMN und neue Ansätze, wie Robotic Process Automation (RPN) und Künstlicher Intelligenz (KI), auf Software und deren Programmierung philosophiert.

Zu Hören gibt es den IT-BUSINESS Podcast aktuell auf Spotify,Soundcloud, Deezer, iTunes, Google Podcasts und YouTube. Also hören Sie gleich rein, hier direkt auf der Seite, oder abonnieren Sie den Podcast am besten gleich bei Podigee.

Weiterführende Artikel

  • Vom Prozessflussdiagramm zur Hyper-Automation – Mit Kästen, Pfeilen, Rauten lassen sich Arbeitsprozesse darstellen – dank „Business Process Model and Notation“ (BPMN) weltweit einheitlich. Wie der Ansatz für Low-Code-Programmierung und Hyper-Automation genutzt werden kann, ist die Kernfrage bei Appian.
  • Mit No-Code Prozesse und Wissen managen – Agorum Core ist ein ECM-System, das als zentralisiertes File- sowie Mailserver-System fungiert. Externe Mailserver können ebenfalls eingebunden werden. Darauf aufsetzend lassen sich Anwendungen abbilden, beispielsweise ­Vertrags- oder Aktenverwaltung oder Projektmanagementsysteme.
  • RPA wird das nächste „große Ding“ in der IT – Buzzwords gibt es viele und die IT-Branche nutzt sie geschickt. Beispielsweise wenn jede Machine-Learning-Funktionalität als „KI“ verkauft wird. Zum „Next big Thing“ wird jedoch nicht jede Marketing-Phrase. Robotic Process Automation (RPA) hat aber das Potenzial dazu.

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Leitender Redakteur