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Hören, was die ITK-Branche bewegt – Folge 26 IT-BUSINESS Podcast: Lizenzhändlers Werk und Microsofts Beitrag

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Für Gebrauchtsoftwarehändler waren die Änderungen in den Volumenlizenzverträgen der Aufreger des Jahres. Will Microsoft eine rechtliche Lücke schließen oder den Handel austrocknen? Peter Reiner, Geschäftsführer U-S-C, kann die Microsoft-Argumentation nachvollziehen.

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Der IT-BUSINESS Podcast informiert schnell und unterhaltsam über die spannendsten Themen der Schlüsselbranche der Digitalisierung.
Der IT-BUSINESS Podcast informiert schnell und unterhaltsam über die spannendsten Themen der Schlüsselbranche der Digitalisierung.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Peter Reiner, Geschäftsführer U-S-C
Peter Reiner, Geschäftsführer U-S-C
(Bild: U-S-C)

Wurden On-Premises-Lizenzen (auch „perpetual“ oder „ewige Lizenzen“ genannt) mit Software Assurance (SA) erworben, also dem Recht auf Upgrades, gibt es Möglichkeiten, auf Abonnement-Lizenzen und damit „in die Cloud“ umzusteigen. Solch eine, oft vergünstigte Umstiegsoption läuft unter der Begrifflichkeit „From SA“. Meist geht es dabei um Microsoft 365 mit „From SA“-Option. Während bislang gebrauchte On-Premises-Lizenzen bei so einem Umstieg verkauft werden konnten, geben das die neuen Lizenzbestimmungen seit 1. Mai 2020 nicht mehr so ohne Weiteres her.

Erzürnte Gebrauchtsoftwarehändlerschaft

Daraufhin verschickten zahlreiche Gebrauchtsoftwarehändler Pressemitteilungen, in denen sie – zurecht oder zu unrecht – Anschuldigungen gegenüber dem Softwarekonzern formulierten. Der leicht überspitzt dargestellte Tenor könnte folgendermaßen zusammengefasst werden: So lange ist man gut miteinander ausgekommen und dann dieser Bruch!

Podcast mit Microsoft-Manager

Mit Sven Langenfeld, Senior Commercial Category Lead, konnte IT-BUSINESS daraufhin einen Microsoft-Manager gewinnen, in einem Podcast Stellung zu beziehen. Während das offizielle Microsoft-Statement ziemlich kurz gehalten war, ging Langenfeld ins Detail und beschrieb den Vorgang als das Schließen einer rechtlichen Lücke, um Fairness wiederherzustellen. Doch ist seine Argumentation schlüssig?

„Microsoft ist da tatsächlich ein Fehler passiert"

Peter Reiner ist Geschäftsführer von U‑S‑C, einem Unternehmen, das im Handel von Gebrauchtsoftware und in der Lizenzberatung tätig ist. Er kann die Langenfeld-Argumentation im Podcast nachvollziehen: „Letzten Endes ist Microsoft da tatsächlich ein Fehler passiert, der damit zusammenhängt, dass es in den USA keinen Gebrauchtsoftwarehandel aufgrund fehlender Rechtsprechung dazu gibt.“ Reiner verdeutlicht seinen Standpunkt anhand eines typischen Beispiels: „Ein Unternehmen verlängert seit, sagen wir, zehn Jahren immer wieder um weitere drei Jahre das Enterprise Agreement (EA) und zwar ,mit SA‘, also der Upgrade-Möglichkeit im Rahmen von Software Assurance. Der Kunde hatte so immer die neueste Version von Office, die alten Office-Lizenzen waren aber immer sozusagen blockiert, weil auf ihnen bei Upgrades die Lizenz aufsetzte.“

Zu Hören gibt es den IT-BUSINESS Podcast aktuell auf Spotify, Deezer, iTunes, Google Podcasts und YouTube. Also hören Sie gleich rein, hier direkt auf der Seite, oder abonnieren Sie den Podcast am besten bei Podigee oder SoundCloud.

Weiterführende Artikel

  • IT-BUSINESS Podcast: Microsoft versus Gebrauchtsoftwarehandel – Zum 1. Mai 2020 hat Microsoft seine Volumenlizenzbestimmungen geändert. In bestimmten Fällen ist beim Umstieg in die Cloud seither der Weiterverkauf gebrauchter Lizenzen ausgeschlossen. Will Microsoft den Gebrauchtsoftwarehandel austrocknen? IT-BUSINESS hat nachgefragt.
  • Dunkle Clouds über dem Gebrauchtsoftwarehandel – „Alles neu macht der Mai“, heißt es so schön. Neuerungen in den Lizenzbestimmungen von Microsoft bringen derzeit jedoch so manchen Akteur im Gebrauchtsoftwarehandel zum Schwitzen: Denn steigt ein Kunde auf ein Abo-Modell in Cloud-Manier um, soll es ihm untersagt sein, Gebrauchtlizenzen der On-Premises-Software weiterzuveräußern.
  • Gebraucht-Software in der Cloud-Zukunft? – Der Siegeszug der Cloud geht am Gebrauchtsoftwarehandel nicht spurlos vorbei. Was wird aus ihm, wenn das Haupthandelsprodukt, nämlich Office, voll in die Cloud gewandert ist?
  • Mythos Gebrauchtsoftware – Software verschleißt nicht, und Gebrauchtsoftware darf gehandelt werden. Dennoch fassen viele das Thema nicht mal mit der Zange an. Ein Grund sind Mythen rund um ­rechtliche Unsicherheiten. Antworten geben Händler mit Audit-sicheren Dokumentationen.
  • Die Krux mit der Gebrauchtsoftware – Am Thema Gebrauchtsoftware scheiden sich die Geister. Die einen beharren auf der gültigen Rechtsprechung und finden gut, dass Software nicht verschleißt; die anderen machen einen großen Bogen um das Thema.

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Über den Autor

Dr. Stefan Riedl

Dr. Stefan Riedl

Leitender Redakteur