Hören, was die ITK-Branche bewegt – Folge 43 IT-BUSINESS Podcast: KI im Recruiting

Künstliche Intelligenz ist vieles: Heilsbringer, Orakel, Allheilmittel, Jobkiller. In unserer neuen Episode des IT-BUSINESS Podcasts zeigen wir, wie KI im Recruiting neue Wege im Kampf gegen den Fachkräftemangel möglich macht und wie voreingenommen wir wirklich sind.

Firmen zum Thema

Der IT-BUSINESS Podcast informiert schnell und unterhaltsam über die spannendsten Themen der Schlüsselbranche der Digitalisierung.
Der IT-BUSINESS Podcast informiert schnell und unterhaltsam über die spannendsten Themen der Schlüsselbranche der Digitalisierung.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Sucht ein Unternehmen nach einem Softwareentwickler, dauert es bis zur erfolgreichen Besetzung im Durchschnitt 196 Tage, also über ein halbes Jahr. Die Vakanzzeit für Fachkräfte in der Softwareentwicklung wie beispielsweise Fachinformatiker liegt laut einer Umfrage im Auftrag des Softwareunternehmens Wollmilchsau bei 168 Tagen. Eine ganz schön lange Zeit, vor allem für die schnelllebige ITK-Welt. Darüber hinaus kostet eine Vakanz, die 83 Tage unbesetzt bleibt, laut dem Anbieter von Human-Resources-Lösungen CareerBuilder das betreffende Unternehmen ein komplettes Bruttojahresgehalt der entsprechenden Stelle.

Stellenanzeigen schreiben, auf einer Jobplattform veröffentlichen und warten, bis sich der passende Kandidat meldet, ist Schnee von gestern. In unserer digitalen Welt verschwimmen die Grenzen zwischen Recruiting und Headhunting. Es wird immer herausfordernder Heterogenität ins Unternehmen oder die Teams zu bringen oder Positionen zu besetzen, für die es keine spezielle Ausbildung oder keinen Studiengang gibt. Auf diese Problematik ist der Recruiting-Agentur Brandmonks und dem Recruitmentplattform-Anbieter Taledo zufolge Künstliche Intelligenz (KI) die Antwort.

Morten Babakhani, CEO bei Brandmonks
Morten Babakhani, CEO bei Brandmonks
(Bild: JULIA TEINE/Brandmonks)

In dieser Folge des IT-BUSINESS Podcasts zeigt Morten Babakhani, CEO bei Brandmonks, die Vorteile von Künstlicher Intelligenz im Recruiting auf und erklärt, wie das hauseigene KI-Tool Flynne funktioniert.

Mit KI gegen Diskriminierung

Marcel Poelker, Gründer und CTO bei Taledo
Marcel Poelker, Gründer und CTO bei Taledo
(Bild: Taledo)

Bereits in Folge 36 erklärte Marcel Poelker, Gründer und CTO bei Taledo, im IT-BUSINESS Podcast die Do's und Don'ts bei der Mitarbeitersuche. Für ihn ist KI nicht nur ein nützliches Hilfsmittel, um schneller Fachkräfte zu finden und zu binden. Der Einsatz von KI im Recruiting kann noch mehr: Er zeigt auf, ob und wie stark der Mensch im Allgemeinen beziehungsweise der Recruiter im Speziellen „gebiased“, also voreingenommen ist. Auch wenn dieser fest davon überzeugt ist, wertfrei zu agieren. Manchmal äußert sich diese Voreingenommenheit auch gar nicht bewusst, sondern geschieht unterbewusst.

Zu Hören gibt es den IT-BUSINESS Podcast aktuell auf Spotify, Deezer, iTunes, Google Podcasts und

YouTube. Also hören Sie gleich rein, hier direkt auf der Seite, oder abonnieren Sie den Podcast am besten gleich bei Podigee.

Aktion von Brandmonks für IT-BUSINESS-Leser

„Viele IT-Unternehmen sind auf der Suche nach neuen IT-Fachkräften, darunter Entwickler, Programmierer oder IT-Projektmanager. Und genau diese Kandidaten suchen und finden wir mit dem KI-Tool Flynne. Da wir mit Flynne dauerhaft über mehrere Online-Marketing-Kampagnen entsprechende Talente recruiten und in unseren Kandidatenpool aufnehmen, haben Recruiter somit jederzeit Zugriff auf Tausende Talente pro Monat mit großartigen Potenzialen und Kompetenzen“, betont Babakhani.

Unternehmen können das KI-Tool Flynne von Brandmonks über zwei Monate kostenlos testen und darüber neue ITK-Fachkräfte finden. Wer teilnehmen möchte, kann sich per Mail mit dem Vermerk „IT-business-podcast“ über partner@flynne.de. melden. Bitte folgende Angaben mitliefern: Name, Unternehmensname, Email-Adresse.

Weiterführende Artikel

  • „Führungskräfte sind häufig Fehlbesetzungen“ – Als Headhunter hat Florian Brach Hunderte Spitzenpositionen in Deutschland besetzt. Im Interview erzählt er, warum Unternehmen überwiegend die falschen Führungskräfte einstellen und welche Recruiting-Strategie die Beste ist.
  • „Wir merken sofort, wenn ein Unternehmen Bullshit erzählt“ – Noch nie zuvor war qualifizierter Nachwuchs so schwer zu bekommen wie heute. Der Jungunternehmer Samuel Pemsel verrät, wie die neue Generation tickt und wieso Betriebe beim Personal-Recruiting radikal umdenken müssen, um bei Talenten Chancen zu haben.
  • Die vier zentralen Dos und Don’ts im Recruiting – Unternehmen brauchen fähige Mitarbeiter mit passenden Kompetenzen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und am Markt zu bestehen. Doch die Voraussetzungen im Recruiting haben sich geändert: Der Fachkräftemangel und die neuen Ansprüche der Kandidaten stellen Personaler vor einige Herausforderungen.
  • Digitalisierung fordert Transformation der Personalabteilung – Laut Personalberatung Robert Walters stellt die Digitalisierung 2020 nun auch die Personalabteilungen auf den Kopf. Um Fachkräfte für sich zu gewinnen, müssen Unternehmen in Zukunft neue Technologien einsetzen sowie auf die veränderten Bedürfnisse und Erwartungen der Bewerber eingehen.
  • Wie Künstliche Intelligenz den Recruiting-Prozess intelligenter macht – Künstliche Intelligenz dringt in immer mehr Bereiche des Berufslebens vor und kann auch beim Recruiting eine Vielzahl an Vorteilen bieten, wenn sie angemessen eingesetzt wird. Gartner definiert Künstliche Intelligenz (KI) als eine Disziplin, die fortschrittliche Analyse- und logikbasierte Techniken, einschließlich Machine Learning (ML), einsetzt. Damit können Ereignisse so interpretiert werden, dass die Ergebnisse Entscheidungen unterstützen und die Basis für automatisierte Maßnahmen bilden.
  • KI-Ethik: Wer korrigiert einen diskriminierenden Algorithmus? – Was passiert, wenn sich Künstliche Intelligenz (KI) beim Recruiting diskriminierend verhält, die KI im Selbstlernprozess bestimmten Nutzergruppen Vorteile vorenthält, sie falsch berät oder Folgeschäden aus unethischem KI-Verhalten entstehen? Alles Fragen, die noch weitgehend unterbelichtet sind. Ist perspektivisch überhaupt KI ohne menschliche Intelligenz möglich?
  • Trotz Corona: Kampf um Mitarbeiter geht weiter – Führt die Corona-Pandemie dazu, dass Arbeitgeber künftig leichter passende Mitarbeiter finden? Angesichts der gestiegenen Arbeitslosenquote erscheint eine solche These zwar nicht abwegig, eine StepStone-Umfrage zeigt aber ein anderes Bild.

(ID:47413477)

Über den Autor

 Sarah Böttcher

Sarah Böttcher

Online CvD & Redakteurin