Hören, was die ITK-Branche bewegt – Folge 39 IT-BUSINESS Podcast: Google, Microsoft und Oracle – die Channel-Chefs packen aus

Autor: Dr. Stefan Riedl

Die Channel-Chefs von Google, Microsoft und Oracle trafen sich zu einem Gespräch beim IT-BUSINESS Podcast. Keiner von ihnen mag den Begriff „Channel“, dafür sehen alle Gaia-X als Chance. Hauptthema war die Rolle der IT-Dienstleister und Reseller in der Cloud-Ära.

Firmen zum Thema

Der IT-BUSINESS Podcast informiert schnell und unterhaltsam über die spannendsten Themen der Schlüsselbranche der Digitalisierung.
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(Bild: Vogel IT-Medien)

Bernd Stopper, Head of Partner Sales EMEA North, Google
Bernd Stopper, Head of Partner Sales EMEA North, Google
(Bild: Google)

Andre Kiehne, General Manager Partner Business, Microsoft Deutschland
Andre Kiehne, General Manager Partner Business, Microsoft Deutschland
(Bild: Microsoft)

Christoph Heiming, Senior Director Alliances & Channel, Oracle Deutschland
Christoph Heiming, Senior Director Alliances & Channel, Oracle Deutschland
(Bild: Oracle)

Die Zeiten von „ewigen Lizenzen“, bei der man ein Software-Produkt kauft und dieses dann für immer verwendet, neigen sich dem Ende zu. Der Grund für diese Entwicklung ist zweifellos Cloud Computing in all seinen Ausprägungen. So verliert selbst On-Premises-Software zunehmend den längerfristigen Charakter einer Kauf-Investition. Abo- beziehungsweise Jahresversionen gewinnen hier an Bedeutung.

Marktmacht

Die Treiber dieses Trends sind leicht zu identifizieren: So teilen sich die fünf großen Hyperscaler (AWS, Microsoft Azure, Google, Alibaba und IBM) etwa zwei Drittel des Cloud-Marktes auf. Doch für viele potenzielle Kunden geht der Schritt in die Public Cloud zu weit und hybride Modelle scheinen sich durchzusetzen, bei denen „Vor-Ort-IT“ und Cloud-Dienste orchestriert werden.

Wertschöpfung

Vor diesem Hintergrund und weil die Hyperscaler allesamt auf dessen Multiplikatorwirkung setzen, schwebt die Cloud schon seit geraumer Zeit nicht mehr wie ein Damoklesschwert über dem IT-Channel. Vielmehr geht es um die Frage, wie Wertschöpfung und Verdienstmöglichkeiten mittel- bis langfristig aufgeteilt sein werden. Auch ändern sich Geschäftsmodelle durch den Wechsel hin zu Abos statt Lizenzkäufen, was wiederum Auswirkungen auf Planung und Tagesgeschäft im ITK-Markt hat.

Die Channel-Chefs der Hyperscaler Google (Bernd Stopper), Microsoft (Andre Kiehne) und Oracle (Christoph Heiming) debattieren in diesem IT-BUSINESS Podcast über diesen Themenkomplex sowie über die Stellung der Hyperscaler nach dem Wegfall von Safe-Harbor- und Privacy-Shield-Abkommen.

US-Dominanz in Sachen Cloud

Inzwischen erzeugt das Thema geopolitischen Druck, wie die Kontroversen rund um die genannten gekippten Abkommen mit den USA und die EU-Cloud-Initiative Gaia-X offenbaren. Letztere wurde zunächst als Gegenmodell zur US-Dominanz im Cloud-Markt präsentiert, könnte sich aber mehr und mehr zu einem Vehikel entwickeln, um in Hinblick auf offene Fragen beim Datenaustausch klare rechtliche Verhältnisse zu schaffen.

Zu Hören gibt es den IT-BUSINESS Podcast aktuell auf Spotify, Deezer, iTunes, Google Podcasts und YouTube. Also hören Sie gleich rein, hier direkt auf der Seite, oder abonnieren Sie den Podcast am besten gleich bei Podigee.

Weiterführende Artikel

  • Die Hyperscaler investieren massiv in den Channel – Die Ausgaben für Infrastrukturdienste aus der Cloud sind 2020 laut Canalys um 33 Prozent auf 142 Milliarden Dollar gestiegen. Weil der Einfluss des indirekten Geschäfts auf das Marktwachstum zunimmt, erhöhen die großen Cloud-Anbieter ihre Investitionen in den Channel.
  • Hyperscaler ziehen Profit aus der Covid-19-Krise – Die Covid-19-Gemengelage hat, neben dem allgemeinen Trend zur Digitalisierung, das Geschäft der Public-Cloud-Anbieter angefacht. Dabei sind deren Angebote aber nicht unbedingt ein Selbstläufer, wie der aktuelle „ISG Provider Lens Public Cloud“ feststellt.
  • Hyperscaler-Nutzung nach dem Privacy Shield – Seit dem Ende des Privacy Shields tappen Unternehmen in Sachen transatlantischer Datenübermittlung im Dunkeln. Laufen Firmen Gefahr, ein Bußgeld zu kassieren, weil sie ihre Daten bei AWS und Co. speichern, auch wenn diese selbst in Europa bleiben?

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Dr. Stefan Riedl

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Leitender Redakteur