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Bitkom-Studie

IT-Branche erwartet Umsatzplus

| Autor: Sarah Böttcher

Die IT-Branche blickt optimistisch in das zweite Halbjahr 2017.
Die IT-Branche blickt optimistisch in das zweite Halbjahr 2017. (Bild: Sergey Nivens/ stock.adobe.com)

Die aktuelle Konjunkturumfrage des Bitkom zeigt, dass die IT-Branche für das zweite Halbjahr 2017 optimistisch eingestellt ist. So erwarten 82 Prozent der befragten Unternehmen steigende Umsätze.

Laut Konjunkturumfrage des Bitkom erwarten acht von zehn Unternehmen (82 Prozent) für die zweite Jahreshälfte ein Umsatzplus. Nur 7 Prozent der Anbieter von Informationstechnik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik gehen von einem Umsatzrückgang aus.

Acht von zehn Unternehmen (82 Prozent) rechnen mit steigenden Umsätzen.
Acht von zehn Unternehmen (82 Prozent) rechnen mit steigenden Umsätzen. (Bild: Bitkom)

Je nach Segment ist die Zuversicht unterschiedlich groß. Besonders optimistisch sind die Anbieter von IT-Dienstleistungen, die zu 86 Prozent von steigenden Umsätzen ausgehen. Im Segment Software sind es 83 Prozent, in der Kommunikationstechnik 78 Prozent und bei Herstellern von IT-Hardware 68 Prozent.

„Die positiven Geschäftserwartungen spiegeln die weiterhin gute allgemeine wirtschaftliche Lage wider. In der Bitkom-Branche ist die Stimmung sogar noch besser als in der Gesamtwirtschaft“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Der Bitkom-Index steigt um 5 Punkte auf 76. Das ist der zweithöchste Wert seit der erstmaligen Erhebung 2001, so der Digitalverband.

Wachstumsbremse Fachkräftemangel

Angesichts der positiven Geschäftsentwicklung ist der Personalbedarf groß. Zwei Drittel der ITK-Unternehmen (65 Prozent) wollen in diesem Jahr zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Von einem Personalabbau gehen dagegen lediglich 7 Prozent der Unternehmen aus.

„Die Stimmung in der Branche könnte noch besser sein. Aber der sich zuspitzende Fachkräftemangel verhindert höhere Beschäftigungszuwächse und bremst das Wachstum aus“, erläutert Berg. So sehen die ITK-Unternehmen die Fachkräftesituation mit Abstand als größtes Hindernis für die eigene Geschäftsentwicklung. Sieben von zehn (71 Prozent) sehen darin einen behindernden oder sehr behindernden Einflussfaktor. Nach einer Bitkom-Studie gibt es branchenübergreifend derzeit 51.000 unbesetzte Stellen für IT-Fachkräfte. „Der Personalbedarf ist bei IT-Dienstleistern und Software-Häusern besonders groß“, sagt Berg. „Die Bitkom-Branche schafft jedes Jahr gut 20.000 neue Jobs. Die Digitalisierung ist alles andere als ein Job-Killer, sondern ein echter Job-Motor.“ Bis zum Jahresende erwartet der Bitkom einen Anstieg auf 1,051 Millionen Beschäftigte.

Weitere Hemmnisse

„Wir brauchen eine digitale Bildungsoffensive. Alle Bildungseinrichtungen von der Grundschule über Hochschulen bis hin zu Weiterbildungseinrichtungen sollten ihre Curricula und Lehrpläne auf digitale Bildung ausrichten, um die immer wichtiger werdenden Digitalkompetenzen zu stärken“, sagt Berg.

Nach der Fachkräftesituation sind die politischen Rahmenbedingungen eine weitere Herausforderung. Jedes vierte ITK-Unternehmen (26 Prozent) sieht darin ein Hemmnis. Kaum eine Rolle spielen dagegen Finanzierungsbedinungen, die nur von 7 Prozent der Unternehmen als hinderlich angesehen werden.

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