Gartner-Studie

IT as a Service nimmt an Fahrt auf

| Autor: Sarah Nollau

Unternehmen setzen immer mehr auf Clouddienste und „As-a-Service“-Modelle statt Hardware zu kaufen.
Unternehmen setzen immer mehr auf Clouddienste und „As-a-Service“-Modelle statt Hardware zu kaufen. (Bild: Pixabay / CC0)

Laut einer Prognose des Marktforschungsunternehmens Gartner werden 2018 die Ausgaben für Informationstechnik in der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika um knapp fünf Prozent steigen. Damit soll die Eine-Billionen-Dollar-Marke geknackt werden. Für das Jahr 2017 wurden die Ausgaben auf 974 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Gartner gab an, dass 2017 im Raum EMEA weniger für IT ausgegeben wurde als prognostiziert. Als Grund nennt das Marktforschungsunternehmen Währungseffekte, die auch 2018 noch eine Rolle spielen sollen. Beispielsweise die Aufwertung des Euros gegenüber des US-Dollars: Länder im europäischen Raum schieben ihre IT-Ausgaben auf 2018, in der Hoffnung, die Produkte zu einem noch günstigeren US-Dollarkurs erwerben zu können.

Von der Hardware zur Cloud

Für das nächste Jahr prognostiziert Gartner außerdem, dass sich die Ausgaben in der EMEA-Region mehr auf Unternehmenssoftware und IT-Services konzentrieren werden. John David Lovelock, Research Vice President bei Gartner, betont, dass gerade im geschäftlichen Bereich weniger eigene Hardware gekauft wird. IT as a Service gewinnt immer mehr an Attraktivität. Auch Gartners „Public Cloud Forecast“ kann dieses Bild bestätigen. Für mehr Effizienz und Agilität steigen immer mehr Unternehmen von Hardware auf Dienstleistungsmodelle um. Das erklärt ebenfalls den Anstieg von 6,4 Prozent für IT-Services in der Prognose für 2018. Dies führe wiederum, im Allgemeinen betrachtet, zu einem sich verlangsamenden Markt, gerade in den Bereichen Server, Storage, Netzwerkperipherie und Drucker, PCs sowie mobile Endgeräte. Sogar den Hardware-Support werde dies betreffen.

Betrachtet man nur die Prognosen für unternehmerische Ausgaben für nächstes Jahr, erwartet Gartner vor allem einen Anstieg der IT-Services mit vier Prozent und Software mit 7,6 Prozent. Hardware und Kommunikationsleistungen werden jeweils höchstens um zwei Prozent ansteigen und damit nicht die Verluste von 2017 kompensieren können.

Lovelock ist dennoch der Meinung, dass sowohl die Ausgaben in Unternehmen als auch die gesamten Ausgaben betreffend zwischen 2019 und 2021 ein Anstieg von drei Prozent pro Jahr erzielen werden.

Basis für Prognose

Die Daten von Gartner basieren auf Analysen tausender IT-Verkäufer. Sowohl primäre Forschungsmethoden als auch sekundäre Quellen werden verwendet, um Daten über den Markt abzuleiten und darauf basierend Prognosen zu formulieren. Die Marktprognose veröffentlicht Gartner vierteljährlich.

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