Distri-Award
– Jetzt zur Umfrage!

Suchen

Apples Smartphone im Unternehmenseinsatz Iphone ist für große Firmen ungeeignet

| Redakteur: Katrin Hofmann

Berlecon Research zufolge sollten große Betriebe mit der Einführung des Iphone noch warten. Denn in einem gemeinsam mit dem Fraunhofer ESK durchgeführten Praxistest haben sich einige Hürden für den Unternehmenseinsatz herauskristallisiert.

Firmen zum Thema

Das Iphone ist ein Trendobjekt.
Das Iphone ist ein Trendobjekt.
( Archiv: Vogel Business Media )

Noch ist das Iphone nicht uneingeschränkt für den Einsatz im Geschäftsalltag geeignet. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Berlecon Research und dem Fraunhofer ESK (Fraunhofer – Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik), die die technischen Spezifikationen getestet haben. Neben Schwächen bei der Sicherheit seien die vorhandenen Funktionen und Dienste für eine zentrale, unternehmensweite Administration einer größeren Anzahl von Iphones ungeeignet. Dies ist vor allem für größere Firmen problematisch. Kleineren Betrieben mit weniger Nutzern und niedrigeren Anforderungen biete das Gerät jedoch genügend Funktionen.

Diese fünf Hürden nennt Berlecon

  • Die Bindung an T-Mobile kann bei Unternehmen, die Rahmenverträge mit anderen Mobilfunkanbietern abgeschlossen haben, bereits ein Ausschlusskriterium darstellen. Außerdem werden von T-Mobile bisher keine speziellen Businesstarife für das Iphone angeboten.
  • Push-eMails und die vollständige Synchronisation von Kontakt- und Kalenderdaten sind nur über Activesync, also vor allem mit Microsoft Exchange möglich. Unternehmen, die eine andere Groupware wie Novell Groupwise oder Lotus Domino von IBM einsetzen, können das Iphone vorerst nicht an ihre Groupware anbinden und müssen für die Synchronisation von eMails auf Middleware von Drittanbietern oder den Browser-basierten Zugang zurückgreifen. Zwar kündigte IBM bereits zum Jahresbeginn einen Iphone-Client an, dieser funktioniert aber nur online als Webclient, Push-eMail ist nicht möglich.
  • Die vorhandenen Funktionen und Dienste für eine zentrale, unternehmensweite Administration sind für Firmen, die Iphones im großen Stil einsetzen wollen, nicht ausreichend.
  • Sicherheitspolicies können nur eingeschränkt umgesetzt werden. Zwar könne der Zugangsschutz über ein Passwort realisiert werden, solange dieser Mechanismus aber einfach durch den Benutzer deaktiviert werden kann, sei der Schutz der Informationen auf dem Iphone nicht ausreichend. Zudem kann das Iphone keine verschlüsselten eMails empfangen oder versenden. Für einen umfassend sicheren Datenaustausch mit dem Iphone sind Unternehmen auf Zusatzlösungen von Drittherstellern oder Nachbesserungen durch Apple angewiesen.
  • Neue Software kann ausschließlich über den App Store oder iTunes bezogen werden. Dafür muss die gewünschte Applikation auf jedem Gerät einzeln installiert werden. Eine Verteilung per Push und ohne Benutzerinteraktion ist nicht möglich. Dieses Prozedere ist für große Unternehmen mit einer Vielzahl an iPhones nicht praktikabel.

(ID:2015184)