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Nutzung des 4G-Netzes in Deutschland beschränkt sich auf Großstädte

iPhone 5: Nur ein bisschen LTE

| Redakteur: Harry Jacob

Die roten Flächen kennzeichnen die derzeitige Abdeckung des LTE-1.800-Netzes, die blauen Flächen signalisieren den geplanten Netzausbau der kommenden drei Monate (Stand: 17.9.2012).
Die roten Flächen kennzeichnen die derzeitige Abdeckung des LTE-1.800-Netzes, die blauen Flächen signalisieren den geplanten Netzausbau der kommenden drei Monate (Stand: 17.9.2012). (Deutsche Telekom)

Inzwischen sind weitere Details zu den LTE-Fähigkeiten des kürzlich vorgestellten iPhone 5 bekannt geworden. Die Enttäuschung ist nicht so groß wie beim iPad 3 – aber wahrscheinlich auch nicht viel kleiner.

Das hierzulande verkaufte iPhone 5 hat für LTE drei unterschiedliche Empfangsbereiche: 850 MHz, 1.800 MHz und 2.100 MHz. Genutzt werden in Deutschland jedoch vor allem die Frequenzbänder um 800 MHz. Als weitere Frequenzen, die jedoch nur lokal zum Tragen kommen, werden die Bänder um 1.800 und 2.600 MHz verwendet. Inhaber der 1.800-MHz-Bänder sind die Deutsche Telekom, die sich dabei fast ausschließlich auf Großstädte und Ballungsräume beschränkt, und E-Plus – hier ist man noch im Teststadium.

Auf der Karte links wird dargestellt, wo LTE 1.800 der Deutschen Telekom derzeit (rot) beziehungsweise in den nächsten drei Monaten (blau) zu finden ist. Auch ohne Vergrößerung wird klar: Die „weißen Flecken“ bedecken fast das ganze Land – LTE mit dem iPhone 5 ist hierzulande also nur sehr begrenzt nutzbar. Aber immerhin besser als der große Bruder: das „neue iPad“ kann mit den hiesigen LTE-Frequenzen gar nichts anfangen.

Provider sind zurückhaltend

Das schlägt sich auch bei den Providern nieder. Die Deutsche Telekom wirbt zwar vehement für das iPhone 5 und wirft dabei auch LTE in die Waagschale. Doch schaut man sich die Tarifstruktur an, dann ist LTE immer nur eine zubuchbare Option. Vodafone und O2 stellen zwar auch das iPhone 5 auf ihrer Homepage ganz oben an, betonen jedoch auch die Alternativen. Vodafone setzt einen starken Fokus auf das Samsung Galaxy S 3, das mit dem weiträumig verfügbaren LTE-800-Netz des Providers kompatibel ist. Die Auslieferung soll noch im September starten, voraussichtlich ist zunächst nur die weiße Variante lieferbar.

Der Provder O2 wird in Deutschland exklusiv ab Oktober das Motorola Razr HD vermarkten. Entgegen früheren Aussagen des Herstellers soll es nun doch mit LTE-Modul auf den hiesigen Markt kommen und alle drei in Deutschland genutzten Frequenzbänder unterstützen.

Nokia mit seinem Top-Modell Lumia 920 ist derzeit noch keine Alternative, denn die Finnen können das Windows-Phone-8-Smartphone frühestens ab 2. November liefern. Das Betriebssystem ist allerdings erst Ende vergangener Woche fertiggestellt worden.

Auch ohne LTE weder lahm noch erfolglos

Mittels LTE-1.800 können im deutschen Netz Downloadraten von 100MBit/s erreicht werden, bei LTE-800 aufgrund der schmäleren Frequenzbänder 50 MBit/s. Auch wenn man das iPhone 5 nicht im 4G-Netz betreibt, sind dank DC-HSDPA bis zu 42 Mbit/s im Download erreichbar, das dürfte für die meisten Nutzer mehr als genug sein.

Wie Apple am Montag bekannt gab, hat der Konzern innerhalb von 24 Stunden nach der Vorstellung des Geräts mehr als zwei Millionen Vorbestellungen für das iPhone 5 erhalten. Damit sind sämtliche Vorräte bereits verkauft.

Ein Teil des Kontingents ist für die Apple-Stores und die Vertriebspartner reserviert, die ab Freitag, 21. September, das iPhone 5 in den Läden verkaufen. Mit dem Rest können nicht alle Vorbestellungen abgedeckt werden. Betroffene Kunden erhalten ihr Gerät erst im Oktober. Laut Apple-Store wird die nächste Lieferung in zwei bis drei Wochen erwartet.

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